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Handball-Oberliga HH/SH Männer : SG Wift überrollt Aufsteiger

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Neumünsters Handball-Oberligist bezwingt TuS Esingen deutlich mit 36:18.

Mit sagenhaften 18 Toren Unterschied demontierte Handball-Oberligist SG Wittorf/FTN den TuS Esingen und entfachte damit am Hansaring die „KSV-Hölle“. Beim Endstand von 36:18 (19:10) gab es sowohl auf dem Feld als auch den Rängen kein Halten mehr. Noch Minuten nach dem Abpfiff jubelten die Männer der SG Wift mit den Fans. Ein so deutliches Ergebnis war nach den bisherigen Auftritten des Aufsteigers alles andere als zu erwarten.

„Esingens Spiel ist unserem sehr ähnlich“, hatte Wift-Coach Yannik Stock im Vorfeld angemerkt und ergänzte nach dem Sieg: „Unsere Gäste haben gegen uns überhaupt keinen Rhythmus gefunden.“ Von der ersten Minute an leisteten sich die Pinneberger zu viele Fehler, um in der „Bärenhöhle“ bestehen zu können. Begünstigt durch insgesamt 16 technische Fehler der Gäste in der ersten Halbzeit gepaart mit einer starken Wittorfer Torhüterleistung, übernahmen die Einheimischen frühzeitig die Kontrolle auf dem Parkett (10:3/16.) und behielten diese bis zum Ende. Gegen die robuste 6:0-Abwehr der SG Wift fanden die Schwarz-Weißen nur selten ein geeignetes Mittel, und falls sich mal ein Ball in Richtung einheimisches Tor verirrte, war meistens Erik Quednau zur Stelle. Der SG-Schlussmann entschärfte in 45 Minuten 21 Bälle, anschließend folgte das immer gleiche Bild: Blitzschnell startete ein Blau-Weißer in den Gegenstoß, überlief mühelos die in der Rückwärtsbewegung zu trägen Esinger, wurde von Quednau bedient und netzte auf der gegnerischen Seite ein.

Angesichts eines Neun-Tore-Rückstands stellten die Gäste zu Beginn der zweiten Hälfte auf eine offensive 3:2:1-Deckung um und spielten auf Ballgewinne. Doch der erhoffte Effekt blieb aus. Die „Bären“ verwalteten clever und ließen sich nicht zu unnötigen Fehlern hinreißen. „Seit zwei bis drei Wochen verzichten wir auf die überhasteten Abschlüsse und spielen den Ball in solchen Situationen aus“, lobte Heimtrainer Peter Bente die gefundenen Lösungen seines Teams (25:12/40.). Nur vier Minuten später folgte mit der Disqualifikation von Tom Schmitt der nächste Dämpfer für das Tornescher Team. Er pflückte den durch die Lücke fliegenden Wittorfer Lars Bente aus der Luft und wurde dafür von den Unparteiischen eine Viertelstunde vor dem regulären Ende auf die Tribüne verbannt.

Bei Wift sammelte fortan Philipp Henrich nach seiner langwierigen Daumenverletzung Spielpraxis im Ligaalltag und vertrat den beruflich verhinderten Moritz Haß auf Rechtsaußen. Mit diesem weiteren etatmäßigen Rückraumspieler hatten die Hausherren eine zusätzliche taktische Option gegen die mannbezogene Gästeverteidigung. Durch zahlreiche Kreuzungen verloren die Schwarz-Weißen immer wieder ihre Zuordnung oder wurden vom Einläufer überrascht (32:15/53.). „Wir haben die Esinger Rückraumvariante mit zwei Linkshändern gut im Griff gehabt. In unserem Mittelblock konnten wir nach Belieben rotieren und haben den TuS dadurch mürbe gemacht. Das war entscheidend“, analysierte Wift-Trainer Peter Bente nach der Begegnung.

SG Wittorf/FTN (Tore in Klammern): Hoffmann, Quednau - Plöhn (3), Kobs (8/davon 6 Siebenmeter), L. Bente (3), Fängler (4), Kreft (3), Lehmann (2), Stock (6), Koslowski (1), Binnewies (1), Schmidtke (5), Henrich.
Schiedsrichter: Dieckmann/Drews (DHG Sandesneben). – Zuschauer: 253. – Nächster Gegner: FC St. Pauli (A/Sonnabend, 16 Uhr).

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