Handball-Oberliga HH/SH Männer : SG Wift Neumünster ist zum Siegen verdammt

Schöne Erinnerungen: Nach dem überdeutlichen 36:18-Hinspielsieg gegen den TSV Weddingstedt tanzten die Spieler der SG Wift fröhlich und ausgelassen. Nun steht das Rückspiel an.
Schöne Erinnerungen: Nach dem überdeutlichen 36:18-Hinspielsieg gegen den TSV Weddingstedt tanzten die Spieler der SG Wift fröhlich und ausgelassen. Nun steht das Rückspiel an.

Beim einen Rang besser postierten Tabellennachbarn TSV Weddingstedt muss zwingend gewonnen werden.

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13. Februar 2020, 19:21 Uhr

Die Lunte brennt unaufhaltsam. Ein weiteres Knistern der Zündschnur lässt sich am besten mit Siegen in der Handball-Oberliga der Männer aufhalten. Der Vorletzte SG Wift (7:27 Punkte/453:504 Tore) braucht am Sonnabend (Anwurf 20 Uhr) beim auf Rang 12 platzierten TSV Weddingstedt (9:27/417:532) gleich mehrere neue Feuerlöscher.

Ohne die Toptorschützen Fin Lorenzen (56 Treffer) und Fridtjof Koslowski (84) sowie Lars Bente (45) muss Spielertrainer Yannik Stock mit anderen Akteuren für Rauchzeichen in der Weddingstedter Abwehr sorgen. „Wir haben noch zweieinhalb bis drei Rückraumspieler“, weiß Stock. Bennet Kretschmer hat den Belastungstest nach seiner Muskelverletzung nicht bestanden.

Joker fallen zu 100 Prozent aus

Im Tor scheint es, als habe nur Erik Quednau 100-prozentige Oberligaform. Der 26-Jährige ist angeschlagen, ließ seine Handverletzung nach der Partie gegen Hürup sogar im Krankenhaus untersuchen. André Hoffmann und Oliver Titze müssen Körper sowie Hände und Füße ins Fegefeuer werfen.

Von den Aushilfen aus der zweiten Mannschaft ist wegen des zeitgleichen Einsatzes ebenfalls niemand abkömmlich. „Wir müssen im Training noch ein bisschen basteln, aber es gibt schönere Aufgaben eines Trainers“, sagt Stock. Von den Jokern Tim Kreft und Reiner Kobs fällt Kreft ganz sicher aus.

Hinspiel ist kein Maßstab

Wift muss beim Tabellennachbarn auf Teufel komm raus gewinnen, um ein Fünkchen Hoffnung auf den Klassenverbleib zu erhalten. Der Angriff kommt bislang im Schnitt nicht über 23 Tore hinaus. „Wir müssen eine gute Abwehr stellen“, fordert Stock. Im Hinspiel erwischte die SG den Kontrahenten auf dem falschen Fuß und siegte haushoch (36:18). „Die Jungs aus Weddingstedt haben sich weiterentwickelt“, erwartet Stock andere Maßstäbe. Die Gastgeber werden im Schnitt von 297 Zuschauern unterstützt. „Wir müssen uns früh Luft verschaffen, Weddingstedt gibt nie auf“, weiß Stock.

Info am Rande: Das verschobene Heimspiel gegen die HSG Eider Harde wird nun am Mittwoch, 4. März (20.15 Uhr), in der KSV-Halle gespielt. Für die Partie gegen den TSV Ellerbek, die wegen des Amateur-Pokalviertelfinals bei der SG VTB/Altjührden am 22. Februar verschoben werden muss, ist noch kein neuer Termin gefunden.

Es fehlen: Bente, F. Koslowski (beide berufliche Gründe), Ehrig (Aufbautraining), Kretschmer (Muskelverletzung), Lorenzen und eventuell Quednau (beide Handverletzung). – Hinspiel: Wift siegte mit 36:18. – Außerdem spielen: Freitag, 19.45 Uhr: THW Kiel II – HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg; Sonnabend, 17 Uhr: TSV Hürup – SG Hamburg-Nord; Sonnabend, 19.15 Uhr: HSG Eider Harde – TV Fischbek; Sonntag, 14 Uhr: SG Flensburg-Handewitt II – AMTV Hamburg; Sonntag, 17 Uhr: DHK Flensborg – TSV Ellerbek.
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