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handball-Oberliga HH/SH Männer : SG Wift leistet sich zu viele „Fahrkarten“

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Neumünsteraner verlieren nach einer schwachen Angriffsleistung mit 26:28 gegen den TSV Hürup.

Mit einer letztlich verdienten 26:28 (13:14)-Niederlage gegen den TSV Hürup haben die Oberligahandballer der SG Wift am Sonnabend die vierte Pleite in fünf Spielen eingefahren (gewonnen wurde in dieser Phase lediglich kampflos gegen den VfL Bad Schwartau II). Da fast alle Abstiegskonkurrenten jedoch auch leer ausgingen, blieb den auf Rang 9 postierten Neumünsteranern der Trost, dass sich die Tabellenlage nicht verschlechtert hat.

Auch wenn es die gesamte erste Halbzeit so aussah, als halte Wift gegen den Tabellensechsten gut mit, fehlte doch stets die nötige taktische Disziplin, um sich abzusetzen. Über 6:6 (11.)und 7:7 (16.) gingen die Einheimischen mit 8:7 (17.) einmal kurz in Führung, liefen ab dem 8:9 (19.) der Führung der Gäste aber bis zur Halbzeit (13:14) stets hinterher.

Nach der Pause zeigten die „Bären“ mit dem Angriff quasi direkt aus der Kabine und schließlich dem 14:14-Ausgleich (34.) noch einmal eine viel versprechende Leistung. Danach war dann endgültig nichts mehr zu holen. Auch wenn die Gastgeber bis zum 18:18 (41.) immer wieder egalisierten, kamen die Neumünsteraner mit viel zu vielen Versuchen für ihre Tore auf keinen grünen Zweig mehr. In der Folge lag Wift permanent im Hintertreffen. „Ich habe es nicht einmal ausgesprochen bekommen, ,schön gespielt’ zu sagen, da haben wir schon wieder einen reinbekommen“, klagte Wift-Trainer Peter Bente. Dabei hätten 28 Gegentore gar keinen Grund zum Kummer gegeben, aber es seien viel zu viele Chancen eben liegen gelassen worden, so Bente. „Wir machen die Tür einfach nicht zu. Wir gehen nach vorne, versemmeln den Angriff, es geht wieder nach vorne, es kommt ein Fehlpass – und das ein ums andere Mal“, fasste Bentes Trainerkollege Peter Schäfke das Kernproblem der SG zusammen und sprach von „Totalausfällen“ im Angriff. „Es wurde oft viel zu früh geworfen, außerdem nicht über außen gespielt“, analysierte Peter Bente.

Am Ende gesellte sich zu der mangelnden taktischen Leistung noch offensichtlich eine gewisse Müdigkeit. Mehrere Würfe gingen weit übers Tor, und der Biss fehlte jetzt endgültig. Über 24:28 (57.) ging das Spiel letztlich mit 26:28 verloren. Zudem handelte sich noch Torben Binnewies wegen dreier Zeitstrafen eine Disqualifikation ein (59.). Zum Vergleich: Hürup kassierte in 60 Minuten insgesamt nur ganze zwei Zeitstrafen. Fazit aus Wift-Sicht: Die vielen starken Paraden von Torwart André Hoffmann waren letztlich nichts wert – ebenso wie so manch gute Aktion der Wittorfer Defensivformation.

„In der ersten Halbzeit ist gar nichts los. Es steht 7:7, und unsere Spieler fangen an, mit sich zu hadern, und vergessen dabei das Geschehen. Ich kann hier an der Seite reden, wie ich will – und muss die Spieler am besten noch bei Laune halten. Da komm ich mir vor wie eine Marionette“, verstand Bente sein Team nicht, zumal im Training lange Angriffe gespielt werden und alles wunderbar umgesetzt wird. Das einzig Positive sei für Bente der direkte Vergleich mit Hürup gewesen, den Wift mit einem Tor für sich entschieden hatte. Das erste Treffen war mit 26:23 an Wittorf/FTN gegangen.


SG Wift (Tore in Klammern): Hoffmann - F. Schmidtke (1), Kretschmer (4), Steffen, Schilling, Binnewies, Rahn (2), Petersen (3), Aust, Plöhn (5), Plähn (3), Rostock (3), L. Bente (5).

SR: Butzmann/Meyer (Barmstedt). – Zuschauer: 250. – Nächster Gegner: TSV Alt Duvenstedt (A/Freitag, 20.30 Uhr).

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erstellt am 03.Feb.2014 | 10:00 Uhr

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