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Handball-Oberliga HH/SH Männer : SG Wift lässt sich auch von Fischbek nicht beeindrucken

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Neumünsteraner werfen bereits vor der Pause einen Zehn-Tore-Vorsprung heraus.

shz.de von
erstellt am 22.Sep.2014 | 08:00 Uhr

Dieser Saisonstart ist als „gelungen“ zu bezeichnen: Männerhandball-Oberligist SG Wittorf/FTN verdiente sich die nächsten zwei Punkte und den Applaus der Zuschauer. Wift setzte den TV Fischbek mit 30:20 (17:8) vor die Tür und hielt sich somit auch im dritten Spiel schadlos. Beim starken Auftritt konnte besonders die jüngere Garde des Wittorfer Teams ihr Potenzial zeigen.

Sechs Minuten brauchten die „Bären“, um sich auf die 5:1-Abwehr des Aufsteigers aus der Hamburg-Liga einzustellen. Durch viel Bewegung ohne Ball sprengten die Blau-weißen die Zuordnung in der Deckung der Gäste. Begünstigt durch eine Überzahl, setzten sich die Einheimischen mit einem 6:0-Lauf ab (8:2/12.), ehe der ehemalige polnische Nationalspieler Roman Judycki auf der Fischbeker Trainerbank mit einem Team-Time-Out die Notbremse zog. Zwar stoppte das den Neumünsteraner Zwischenspurt, konnte aber das stetige Enteilen der Schwalestädter nicht verhindern (13:6/20.). Der TV Fischbek fand einfach kein Mittel gegen die kompakte und aggressive 6:0-Deckung der Hausherren (17:7/27.). Die Gäste versuchten es über Tempospiel aus der ersten Wellen heraus. Doch auch das adaptierten die Wittorfer und drückten ihrerseits auf das Gaspedal – bisweilen etwas zu doll. Mehrere Fehlpässe im Tempogegenstoß waren die Folge, aber Fischbek patzte ebenso und konnte deshalb keinen Vorteil für sich herausschlagen.

Nach dem Wechsel fehlte der SG Wift im Angriffsspiel das Konzept gegen die auf 6:0 umgestellte Abwehrreihe. Das Wittorfer Trainergespann setzte Paul Schroedter in die Mitte, und diese Entscheidung zahlte sich sofort aus. Der Youngster brachte energischen Zug und ein gutes Auge mit. Gerade seine individuelle Stärke im eins gegen eins ließ die Blau-Weißen auch in der turbulenten Mitte der zweiten Hälfte den Ton angeben. In dieser Phase wurde für die Gastgeber immer wieder aus einer Überzahl eine eigene Unterzahl, woraufhin der schöne Vorsprung zwischenzeitlich schmolz (21:16/44.). In den letzten zehn Minuten fanden die Gäste durch zahlreiche Fehlpässe und technische Fehler allerdings nicht mehr zurück ins Spiel. Wittorf spielte den klaren Heimerfolg somit solide über die Zeit.

6:0 Punkte nach drei Spielen bezeichnete Wift-Coach Peter Schäfke mit Recht als „einen geglückten Saisonstart“. Er bilanzierte: „Fischbek war wie erwartet ein unbequem zu bespielender Gegner. Aber wir haben über die gesamte Zeit gut in der Abwehr gearbeitet und die Räume eng gemacht.“ Schäfke analysierte weiter als zu verbessernden Punkt die ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit: „Ich kann mir nicht erklären, warum wir wieder einmal den Faden verloren haben. Das gilt es abzustellen.“

SG Wittorf/FTN (Tore in Klammern): Titze, Hoffmann, Quednau - Binnewies (1), Sellmer (1), L. Bente (9/davon 2 Siebenmeter), Henrich (4), Stock (3), Kobs (7/1), Rahn, B. Schroedter (1), P. Schroedter (2), Rostock(2).

SR: Doose/Erichsen (HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg). – Zuschauer: 360. – Nächster Gegner: HG Hamburg/Barmbek (A/Sonnabend, 18 Uhr).

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