Handball-Oberliga HH/SH Männer : SG Wift lässt keine Zweifel aufkommen

„Erfreute“ sich einer Manndeckung: Wifts Yannik Stock (li.), hier bedrängt von Jörg Gosch.
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„Erfreute“ sich einer Manndeckung: Wifts Yannik Stock (li.), hier bedrängt von Jörg Gosch.

Die Neumünsteraner bezwingen den Landesrivalen HSG Eider Harde mit 34:24.

shz.de von
26. Januar 2015, 09:00 Uhr

Der 36:19-Kantersieg der DHB-Auswahl gegen Saudi-Arabien bei der Handball-WM in Katar schien den Männern der SG Wittorf/FTN im Spiel gegen die HSG Eider Harde als Vorbild zu dienen. Gleich mit 34:24 (17:10) schossen die Blau-Weißen ihren Gegner vor knapp 300 Zuschauern aus der KSV-Halle und stockten ihr Konto auf 22:8 Punkte auf. Dabei bemerkte man zu keiner Zeit das Fehlen des bisherigen Haupttorschützen Lars Bente. Der rotgesperrte Linkshänder konnte sich entspannt im Publikum zurücklehnen und zuschauen, wie sein Team bereits nach 25 Minuten den Grundstein für den Erfolg gelegt hatte.

Von Beginn an boten die Gäste der SG Wift durch die Manndeckung für deren Spielmacher Yannik Stock zu viel Raum. Immer wieder schafften die Hausherren auf der Mitte oder den Außenpositionen eine Überzahl und belohnten ihre Laufwege (6:2/9.). HSG-Trainer Christian Gosch zückte umgehend die Grüne Karte und streute damit den Wift-Akteuren scheinbar Sand in die Augen. Denn diese verzweifelten in den folgenden Minuten am HSG-Schlussmann Simon Treziak und ließen Chancen wie am laufenden Band liegen. Auch wenn die Torquote bei den Gästen nur unwesentlich höher war, reichte jene, um zum Anschluss zu kommen (7:8/20. aus Gästesicht). Dann gab Wift-Coach Peter Bente seiner Mannschaft und Spielmacher Yannik Stock mit der Einwechselung von Moritz Haß das Zeichen zum Aufdrehen. Über eine aggressive auf Balleroberungen hinarbeitende Wittorfer Abwehr fanden die Gastgeber zu ihrem Faden zurück und ließen mit einem 5:0-Lauf binnen fünf Minuten keinen Zweifel daran, wer die spielbestimmende Mannschaft ist (13:7/25.). „Das Tempo von Haß gefällt mir gut“, lobte Peter Bente den Youngster.

Auch nach dem Wechsel änderte sich das Bild nicht. Eider Harde konnte nach einem Treffer weder auf- noch durchatmen und wurde noch während des Rückzugs von der Wittorfer Maschinerie überrollt. Das Wift-Trainergespann Peter Schäfke/Peter Bente gab jedem seine Zeit und tauschte immer mehr „Bären“-Routiniers gegen ungewohnte Gesichter ohne erkennbaren Leistungsabfall. In der 37. Minute betrat nach mehrmonatiger Verletzungspause erstmals wieder Philipp Henrich unter tosendem Applaus das Spielfeld und zeigte mit einem abgefangenen Tempogegenstoß sogleich, dass er wieder da ist. Spätestens nach 43 gespielten Minuten war für alle offensichtlich, dass am Hansaring nichts mehr anbrennen würde (26:17/43.). Der Rest war dann ein Schaulaufen bis hin zum 34:24-Endstand.

„Es war wider Erwarten leicht, wir haben es in der ersten Hälfte klargemacht“, lautete Peter Bentes Fazit.

SG Wittorf/FTN (Tore in Klammern): Hoffmann, Quednau - Sellmer, Henrich (2), Stock (7), Plöhn (2), Kobs (6/davon 3 Siebenmeter), Rahn (2), B. Schroedter (5), Rostock (4), Haß, (2), Lehmann (3), Koslowski (1).

SR: Voß/Voß (Heide) – Zuschauer: 287. – Nächster Gegner: TV Fischbek (A/Sonnabend, 18.30 Uhr).

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