Handball-Landesligen Süd : SG Wift kündigt Einspruch an

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Umstrittene Entscheidung beim Spiel der Neumünsteranerinnen gegen den TuS Lübeck 93 sorgt für Unmut bei Trainer Fredenhagen.

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25. März 2019, 16:10 Uhr

Zwei knappe Niederlagen, bei denen es in den Schlusssekunden turbulent wurde, gab es für Neumünsters Handball-Landesligisten. Die SGBB-Männer rangen Spitzenreiter HSG Tills Löwen beinahe einen Zähler ab, auch Wifts Frauen schnupperten an einem Punkt. Wifts Ligarivale Wattenbek II ist erst heute wieder im Einsatz (20.15 Uhr gegen Horst/Kiebitzreihe).

Landesliga Frauen
SG Wift – TuS Lübeck 93 22:23 (9:10). SG-Coach Gerrit Fredenhagen zürnte: „Ich habe gleich nach Spielende Einspruch angekündigt.“ Was war geschehen? Alexandra Beckmann wurde fünf Sekunden vor Schluss bei einem Wurfversuch unsanft aus der Luft geholt und musste behandelt werden. Die Referees entschieden auf Zwei-Minuten-Strafe und Freiwurf, der nicht mehr das erhoffte 23:23 brachte. „Laut meiner Auslegung der Regel der letzten 30 Sekunden hätte es eine Rote Karte für Lübeck und Strafwurf für uns geben müssen. Denn das Foul sorgte bei Alexandra für einen Verlust der Körperkontrolle im Sprung und wäre somit nach Regel 8:5 zu bewerten gewesen“, verdeutlichte Fredenhagen. Da es sich jedoch um eine Tatsachenentscheidung handelt, wird der Einspruch vermutlich nicht von Erfolg gekrönt sein. „Es kommt darauf an, wie die Schiedsrichter das Foul in ihrem Bericht darstellen“, sagte der Wift-Trainer, dem es nach eigenen Angaben auch um das Prinzip geht: „Das ist schon die dritte Benachteiligung in den Schlusssekunden für uns in dieser Saison. Ich habe langsam keinen Bock mehr.“ Bemerkenswert: Nach einer 22:20-Führung gelang Wift in den restlichen 14 Minuten kein Treffer mehr.

SG Wift: von Manger, Voßbeck – Möllner (3 Tore/davon 2 Siebenmeter), Tapkenhinrichs, F. Beckmann, A. Beckmann (6), Meyer (1), Reinert (2), Haberland (3), Wehde, Mundt (6), Lütt (1). – Nächster Gegner: ATSV Stockelsdorf II (A/Sonnabend, 15.30 Uhr).

Landesliga Männer

HSG Tills Löwen – Bordesholm/Brügge 30:29 (17:11). Was wäre für die SGBB bloß möglich, wenn sie ihr Leistungsvermögen mal über die gesamten 60 Minuten abrufen würde?! Die jüngste Auswärtsaufgabe beim Tabellenführer hätte sie wohl gewonnen. Insbesondere auf Grund einer guten Offensivleistung war die SGBB nach 15 Minuten auf Augenhöhe (10:10). „In den zweiten 15 Minuten der ersten Halbzeit haben wir aber Bockmist gebaut. Wir haben uns Würfe aus dem Stand genommen, schlechte Anspiele an den Kreis gemacht und den Gegner zu Tempogegenstößen eingeladen“, ärgerte sich Gästecoach Jan Horstmeyer, dessen Team bis zur Pause einen 7:1-Lauf des Gegners zuließ. Erst nach einem Acht-Tore-Rückstand (11:19/32.) ging es bei der SGBB rund. „Die zweite Halbzeit war dann genau so, wie wir es uns vorstellen. Die Einstellung war vorbildlich, kämpferisch war es einwandfrei. In der Abwehr haben wir cleverer agiert und nur 13 Gegentore zugelassen, dazu selbst 18 Treffer erzielt. Das ist gegen so einen Kontrahenten schon eine Hausnummer“, lobte Horstmeyer. Stück für Stück arbeitete sich seine Truppe heran (21:16/38., 26:23/48.) und glich schließlich knapp 90 Sekunden vor der Schlusssirene zum 29:29 aus. Nachdem die Löwen eine halbe Minute vor dem Abpfiff das 30:29 erzielt hatten, nahm Horstmeyer eine Auszeit und setzte mit sieben Feldspielern, darunter zwei Kreisläufer, alles auf eine Karte. Nach einem abgewehrten ersten Versuch hatte Bordesholm sechs Sekunden vor Schluss einen Einwurf, nach welchem der an diesem Tag ebenso wie Fabian Kühtz überragende Jonas Mertineit zum Abschluss kam. Aber der Rechtsaußen traf nur den Innenpfosten, von dem der Ball wieder ins Feld sprang. „Das war einfach nur Pech“, meinte Horstmeyer, der mit der Niederlage leben konnte, „schließlich hatten wir den Spitzenreiter am Rande der Verzweiflung“.

SG Bordesholm/Brügge: Fendt, Jansen – Kühtz (3), Meister (3/2), Lang (4), Großklags (1), Komischke, Bahr, Mertineit (5), Ruf (4), Riefel (1), Bäuning (2), Riesenberg (6). – Nächster Gegner: HSG Ostsee N/G II (H/Sonntag, 14.30 Uhr).


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