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Handball-Landesligen Mitte : SG Wift II sonnt sich gleich an der Spitze

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Beide Neumünsteraner Vertreter bei den Männern gewinnen ihre Auftaktspiele. Nortorfs Frauen zahlen Lehrgeld.

Nur gut, dass es die SG Wift gibt. Die hielt nämlich zum Saisonstart in den Handball-Landesligen die Fahne für Neumünster besonders hoch. Sowohl die Frauenmannschaft als auch die Männer-Reserve gewannen. Auch die zweite Männermannschaft der SG Bordesholm/Brügge gestaltete ihre Auftaktpartie siegreich.

Landesliga Männer

SG Wittorf/FTN II – HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg II 32:26 (15:16). Die SG-Reserve war von Beginn an die spielbestimmende Mannschaft. Bereits in der ersten Halbzeit erspielten sich die Hausherren zwei Mal eine Drei-Tore-Führung. Doch Schülp II nutzte die phasenweisen Abschlussschwächen der Wittorfer, um den Vorsprung immer wieder zu egalisieren. Zur Pause gerieten die Einheimischen sogar ins Hintertreffen. Erst als SG-Coach Martin Glaubitz in der zweiten Hälfte seine Deckung von der defensiven 6:0- auf die offensivere 5:1-Formation umstellte, konnte sich seine Mannschaft lösen. Die Blau-Weißen zogen über die Station 20:19 auf 26:20 und 31:22 davon und sicherte sich damit einen erfolgreichen Saisonstart. „Auf diese Leistung kann man aufbauen. Meine Vorgaben wurden umgesetzt, und es war wenig Chaoten-Handball dabei. Besonders Sven Steffen hat mit seiner Spielgestaltung überzeugt“, lautete das Fazit von Wift II-Trainer Glaubitz. Sein Team ist mit diesem Sieg im Übrigen erster Tabellenführer.

SG Wittorf/FTN II (Tore in Klammern): Wegner, Mittendorfer - Hoops, Korten, Glaubitz, Wilken (7), Woop (2), Schilling (2), Schulz-Hildebrandt (2), Steffen (3), Koop (3), Schmidtke (4/davon 1 Siebenmeter), Pohl (4), Aust (5/1).

Nächster Gegner: THW Kiel III (A/Sonnabend, 19 Uhr).

SG Bordesholm/Brügge II – TSV Kronshagen II 30:26 (13:12). „Einsatz, Kampf und Wille stimmten zu 100 Prozent“, bilanzierte der begeisterte SGBB II-Pressesprecher Hendrik Roßmann. Der hochmotivierte Aufsteiger aus Bordesholm griff in der Abwehr beherzt zu und verteidigte geschlossen im Verbund. Dahinter stand mit Fabian Kühtz ein kurzfristiger Zugang aus der „Ersten“ im Kasten, und die Harmonie stimmte. Nach 20 Minuten führten die Einheimischen mit vier Toren (11:7). In der zweiten Halbzeit setzte das Team die Pausenansage von Trainer Thorsten Meier um und spielte fortan vorne mutiger gegen die defensive Kronshagener Abwehr. Dadurch kam die SGBB II in der 45. Minute erneut zu einer Vier-Tore-Führung (26:22). Der TSV Kronshagen II hatte in der Schlussphase mit seiner Kondition zu kämpfen und war ideenlos. So trugen die Einheimischen den Vorsprung – auch dank ihres 13 Mal erfolgreichen Regisseurs Yannick Zittlau – sicher über die Ziellinie. „Hier und da war noch Nervosität bemerkbar, aber wir wollten diesen Sieg um jeden Preis“, erklärte Roßmann.

SG Bordesholm/Brügge II: Kühtz, Sternberg - Soboll (3), Freese (3), Molzow (3), Pohl (3), Reese (1), Riefel (1), Roßmann (1), Schaumann (1), Scherwinski (1), Zittlau (13/2), Röscheisen.

Nächster Gegner: HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg II (A/Sonnabend, 16.45 Uhr).

Landesliga Frauen

TSV Alt Duvenstedt – HSG 91 Nortorf 21:10 (8:2). „In den ersten 25 Minuten war unser Angriffsverhalten wie in Trance“, beschrieb HSG-Trainer Jochen Uhlemann das Szenario. Häufige halbgare Torabschlüsse und vergebene Chancen nach erarbeiteten Lücken prägten den ersten Durchgang. Zum ersten Mal flatterte das gegnerische Netz erst in der 23. Minute (7:1). In der Nortorfer Abwehr erlebten die Besucher das Gegenteil: Die Deckung hatte die wurfgewaltigen Rückraumschützen der Gastgeberinnen gut im Griff, sodass Alt Duvenstedt in den ersten 30 Minuten auch nur acht Treffer gelangen. Nach dem Wechsel fand die HSG besser ins Spiel. Uhlemann stellte das Abwehrsystem um, ferner wurde Torfrau Heike Strebelow stärker. Doch die Torausbeute der Gäste war – trotz mehrerer Balleroberungen – einfach zu gering, um Alt Duvenstedt noch gefährlich werden zu können (15:5/43.). „Wir befinden uns noch in der Lernphase und nehmen aus dieser Partie viele Impulse mit. Die Mannschaft wird sich von Spiel zu Spiel weiterentwickeln“, prophezeite Jochen Uhlemann.

HSG 91 Nortorf: Strebelow, Bruhn - Böhmfeldt, Wittmaack, Hoffmann, Wettzel, N. Fock, Reese (3/2), Delfs (1), Stoffers (1), Voß (1), Uhlemann (1), K. Fock (1), Hildebrandt (2).

Nächster Gegner: Wellingdorfer TV (H/Sonnabend, 15.50 Uhr).

HSG Mönkeberg/Schönkirchen – SG Bordesholm/Brügge 25:19 (10:8). Beide Mannschaften hatten ihre Probleme, in die Partie zu finden. Trotzdem erwischte die SGBB-Truppe von Trainer Eike Rix den besseren Start und legte vor (3:7/10.). In der Folge entglitt den Gästen allmählich die Kontrolle über das Spiel. Zehn Minuten Torflaute aufseiten der SGBB gab den Einheimischen Aufwind. Die HSG schloss bis auf ein Tor auf (7:8/20.), um in der 27. Minute sogar erstmals in Führung zu gehen. In der zweiten Hälfte waren die Gäste nicht energisch genug (15:14/40.). Die Mönkebergerinnen kamen dadurch zu leichten Toren aus dem Rückraum und im eins gegen eins. „Unsere Abwehr packte nicht mehr zu, wir konnten oft nur hinterherlaufen“, analysierte Rix. Der SGBB-Angriff wurde wiederum zunehmend statischer und agierte zu ungefährlich. Der Fünf-Tore-Rückstand in der 50. Minute (21:16) konnte so bis zum Abpfiff nicht mehr aufgeholt werden. „Wir müssen unsere Fehler erkennen und abstellen“, sagte Rix mit Blick auf das kommende Wochenende.

SG Bordesholm/Brügge: Kern, Saamen - Möller (1), Sinn, Klinke (2), Haß (1), Petersen (2), Bruhn (3/1), Wurr, Miskic (1), Bülck, Elwardt (5), Schwardt (3), Lütt (1).

Nächster Gegner: TSV Alt Duvenstedt (H/Sonnabend, 16 Uhr).

Wellingdorfer TV – SG Wittorf/FTN 15:16 (8:11). „Wellingdorf spielte frech auf, wir dagegen hatten Probleme mit dem Nervenkostüm“, erklärte SG-Coach Thorsten Möller die Fehlzündung seiner jungen Mannschaft, die nach neun Minuten mit 0:5 hinten lag. Darauf reagierte Möller mit einem Team-Time-Out, das Wirkung zeigte. In den folgenden neun Minuten übernahmen die Blau-Weißen mit einem 6:0-Lauf die Führung und schienen damit ihren Rhythmus gefunden zu haben (6:10/25.). Doch die langen zermürbenden Angriffe der Gastgeberinnen lockten ein ums andere Mal eine Wittorfer Spielerin aus dem Abwehrverbund. Die Begegnung drohte zu kippen, zumal Wellingdorf zwei Treffer vorlegte (15:13/50.). Ein erneutes Team-Time-Out, Fingerspitzengefühl beim Torwartwechsel und eine aggressive Deckung bescherten Wift aber die zwei Punkte. „Wir haben die erste Hürde erfolgreich genommen, die Aufregung legt sich langsam. Jetzt geht es mit Rückenwind weiter“, meinte Möller.

SG Wittorf/FTN: Voigt, Grabowski - Bermbach, Hoffmann (3), Redmer, Hein, Meyer, Mundt, Voßbeck (1), Rostock, Goniwiecha (4), Schulz-Hildebrandt, N. Langowski (7/4), Haberland (1).

Nächster Gegner: HSG Eider Harde II (H/Sonnabend, 17 Uhr).

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