zur Navigation springen

Handball-Oberliga HH/SH Männer : SG Wift ergreift gleich die Initiative

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Neumünsteraner überzeugen vor rund 300 Zuschauern beim souveränen 35:27-Sieg gegen Hamburg-Nord von Beginn an.

Serie läuft: Gut 300 Zuschauer verfolgten in der KSV-Halle die Oberligabegegnung zwischen den Handballern der SG Wittorf/FTN und der SG Hamburg-Nord und bejubelten am Ende den souveränen 35:27 (18:11)-Erfolg der Einheimischen. Für Wift war es der vierte Sieg hintereinander, der zweite Tabellenplatz ist weiterhin fest in Händen der Neumünsteraner.

Auch wenn sich das Publikum wegen der defekten Hallenanzeige auf die Zwischenstände und Zeitangaben des Hallensprechers verlassen musste, konnte es nach der fünften Minute (3:2) nur noch Unklarheit über die Höhe der „Bären“-Führung geben. Die Blau-Weißen knüpften an die Leistung aus dem Hinspiel (29:18) an und erfüllten die Hoffnungen von Spielertrainer Yannik Stock „endlich mal wieder eine Partie von vorne weg zu dominieren“. Nach den ersten beiden Gästetreffern über die Außenbahnen verschob die Wift-Defensive insgesamt besser und nahm ihre Gegenspieler im eins gegen eins frühzeitig und konsequent an. Damit unterbrachen sie ständig das Angriffsspiel der Gäste und verhinderten, dass diese in ihren Spielfluss kamen, während die SG Wift vorne ihren Kreisläufer Tim Kreft nach Belieben bediente. Als Kapitän Thorben Plöhn die erste Drei-Tore-Führung markierte (6:3/9.), suchten die Hamburger in ihrer folgenden Auszeit nach einem geeigneten Mittel – vergebens. Wift-Coach Peter Bente setzte mit dem Regisseurwechsel von Reiner Kobs auf Stock neue Akzente im Ballvortrag, und mit ihrem raschen Rückzugsverhalten ließ seine Mannschaft den Gäste keine Chance, selbst ins Tempospiel zu kommen (14:9/23.). Dazu kamen 15 Paraden von „Bären“-Schlussmann Erik Quednau, folgerichtig ging es mit sieben Toren Vorsprung in die Kabine. Im zweiten Durchgang starteten die Gäste überraschend mit einer 4+2-Deckungsvariante mit einer Manndeckung gegen Tommy Fängler und Stock. Letztlich blieb das bis zur 43. Minute aber nicht mehr als ein Versuch, denn das spielte vor allem einem auf dem Feld in die Karten: Moritz Haß. Der Wift-Youngster nutzte die offenbarten Räume, suchte immer wieder die Eins-gegen-Eins-Situationen und netzte mit einem Doppelschlag zur ersten Zehn-Tore-Führung der SG Wift ein (25:15/39.). In der Defensive zwangen die Hausherren die Hamburger immer wieder zu technischen Fehlern und drohendem Zeitspiel. Peter Bente wechselte munter durch und gönnte seinen „Wurfmaschinen“ im Rückraum eine Verschnaufpause. „Wir wollten den Ball in der zweiten Hälfte einfach bis zur Lücke durchlaufen lassen, weil wir jedes Tor von der Sechs-Meter-Linie erzielen konnten“, erklärte Peter Bente. Doch die zum Teil ungewohnten Konstellationen auf dem Parkett führten auch zu Absprachefehlern und Fehlpässen, die der Gegner zwar gnadenlos mit Tempogegenstößen bestrafte. Jedoch waren es in der Summe zu wenige Möglichkeiten, um etwas an der Differenz ändern zu können (29:19/46.). Denn zu keiner Zeit schafften es Hamburg-Nord, die Wittorfer Kreisanspiele zu verhindern – auch nicht, als in der 43. Minute Torben Binnewies für Kreft übernahm und sich sogleich mit einem Treffer für die Entscheidung seines Trainergespanns bedankte. In den verbliebenen fünf Minuten verwalteten die Hausherren mit langen Angriffen das Ergebnis, sodass die SG Hamburg-Nord nicht über eine leichte Korrektur hinauskam.

„Es war eine solide Vorstellung der gesamten Mannschaft mit dem nötigen Rückhalt zwischen den Pfosten“, resümierte Trainer Peter Bente und blickte bereits der bevorstehenden Aufgabe bei einem zuletzt zwei Mal siegreichen Landesrivalen entgegen: „Am kommenden Sonntag wartet mit dem Preetzer TSV ein unangenehmer Gegner auf uns. Da gilt es über unsere Physis zu kommen.“

SG Wittorf/FTN (Tore in Klammern): Quednau - Plöhn (5), Kobs (5/davon 3 Siebenmeter), Fängler (4), Kreft (7), Schmidtke, Lehmann (1), Binnewies (2), Henrich, L. Bente (6/2), Stock (1), Haß (4).

Schiedsrichter: Laß/Schütze (HC Treia/Jübek) – Zuschauer: 302. – Nächster Gegner: Preetzer TSV (A/Sonntag, 17 Uhr).

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert