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Booling : Schwaleliga sorgt für Hochbetrieb

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Mehr als 100 Aktive gehen auf der Bbahn in Neumünster organisiert ihrem Sport nach. Nicolas Gripp gilt als die gute Seele.

Hochbetrieb auf der Bowlingbahn im Kinocenter, 15. Spieltag der Schwaleliga, zehn Mannschaften kämpfen auf zehn Bahnen um die Punkte. Bälle knallen auf die Bretter, rutschen und rollen ins Pindeck, Kegel scheppern in die Rinne, es wird abgeklatscht, gejubelt, gefrotzelt. Dort wird eine Sportart betrieben, die Neumünster in den vergangenen Jahren als „tot“ galt. „Tot“? Von wegen!

Die Schwaleliga ist eine so genannte Hausliga, die nach einem Konzept des Deutschen Bowling-Verbandes ausschließlich auf der örtlichen Bahn betrieben wird. Die Neumünsteraner Ausgabe wurde vor acht Jahren gegründet, als einige „Lifestyle-Bowler“ sich mehr Wettbewerb wünschten. Sie bildeten Mannschaften von durchschnittlich fünf bis sechs Spielerinnen und Spielern, gaben sich Fantasienamen wie „Thunderbirds“, „Diabowlica“, „The Pinbusters“, „Die Wilden Kerle“ oder „The Rocket“, und spielten von da an um Punkte. Anfangs waren es acht Teams, die an sieben Spieltagen „jeder gegen jeden“ antraten. Heute spielen über 100 Aktive in 22 Teams, 18 in zwei Donnerstags-Runden, vier am Sonntag. Die Mannschaften sind bunt zusammengesetzt. Die Spielerinnen und Spieler – gemischte Mannschaften sind die Regel – rekrutieren sich aus allen Bevölkerungsschichten und Altersgruppen. Es gibt auch Familien- und Betriebsteams. An jedem Spieltag kommen drei Akteure eines jeden Teams zum Einsatz und kämpfen in vier Runden gegeneinander. Es kann aber ausgewechselt werden. Um die Chancen für die schwächeren Teilnehmer zu erhöhen, werden nach jedem Spieltag neue Handicaps vergeben.

Die Schwaleliga ist breitensportlich aufgestellt. „Sportlicher Ehrgeiz ist natürlich dabei“, meint Ligaobmann Nicolas Gripp, „aber es geht nicht um Auf- und Abstieg. An erster Stelle rangiert das Miteinander, auch über die Mannschaftsgrenzen hinweg“. Wer sportliche Ambitionen über die Schwaleliga hinaus hegt, startet, wie Karsten Schulz oder das Nachwuchstalent Anton Kuptz, für den BV Harksheide, der auf der Neumünsteraner Bowlingbahn eine Dependance unterhält. Außerdem gibt es einmal im Jahr ein Europa-Championat der Hausligen. 2010 errang das Allstar-Team der Schwaleliga dabei sensationell den vierten Platz.

Nicolas Gripp ist die gute Seele der Schwaleliga. „Sie liegt mir am Herzen“, erklärt der angehende Groß- und Außenhandelskaufmann. Er hat den Verein vor acht Jahren mit gegründet und fungiert nicht nur als Ligaobmann, sondern auch als 1. Vorsitzender. Er organisiert die Bildung der Teams, entwirft den Terminplan und kümmert sich um die Auswertung der Wettkämpfe. Tagesresultate, Saisonauswertung, höchste Team-Spiele und -Serien, Ergebnisse der Einzelspieler und -spielerinnen oder Handicaps werden auf der von ihm gepflegten Homepage zügig veröffentlicht. Unterstützt wird Gripp von seiner Lebensgefährtin und 2. Vorsitzenden Alexandra Sundermann, die auch Betriebsleiterin der Bowlingbahn in Neumünster ist, sowie der Kassenwartin Martina Witt. Organisatorische Hilfe erhält das Team vom Bowlingverband, der unter anderem die Software für die Erstellung der komplexen Statistiken liefert. Am Ende der Saison gibt es Pokale für die besten Einzel- und Mannschaftsleistungen sowie Andenken für alle Teilnehmer. Und gefeiert wird dann auch; neuerdings nicht mehr auf der Bowlingbahn, sondern im Garten – natürlich beim 1. Vorsitzenden.

Trotz des anhaltenden Booms wirbt Gripp um weitere Mitglieder. „Wir suchen noch neue Mannschaften. Vor allem sind die Damen bei uns bisher unterrepräsentiert.“ Interessenten können sich unter www.schwaleliga.de über die Spielmöglichkeiten informieren oder einfach donnerstags auf die Bowlingbahn kommen.




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