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Fussball-Regionalliga Nord : Schöner Jahresabschluss für den VfR

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Rasensport stoppt mit einem 2:0-Erfolg die Serie des 13 Mal in Folge ungeschlagenen Tabellenzweiten VfB Oldenburg.

shz.de von
erstellt am 09.Dez.2013 | 18:00 Uhr

Der VfR Neumünster ist seinem Ruf als Favoritenschreck in der Fußball-Regionalliga Nord noch einmal gerecht geworden. Rasensport gewann am letzten Spieltag dieses Jahres vor 1243 Zuschauern beim Titelkandidaten VfB Oldenburg mit 2:0 (0:0), fügte dem Tabellenzweiten damit die erste Heimniederlage in der laufenden Saison zu und kletterte selbst – erstmals in dieser Serie überhaupt – mit jetzt 24 Zählern in die obere Tabellenhälfte (Platz 9). Für Lila-Weiß ist es nach einem katastrophalen Start mit null Punkten und 2:12 Toren aus den ersten vier Spielen ein echtes Happyend im Jahr 2013. Oldenburg hingegen verpasste es mit der ersten Niederlage nach 13 Partien, an Spitzenreiter VfL Wolfsburg II (0:2 gegen den Goslarer SC) vorbeizuziehen und auf Rang 1 zu überwintern.

VfR-Trainer Ervin Lamce vertraute den elf Akteuren, die zuvor auch beim ersten Heimsieg der Saison (2:1 gegen Hannover 96 II) die Startformation gebildet hatten. Der gegen Hannovers U 23 in den zweiten 45 Minuten überragende Ermir Zekjiri blieb zunächst erneut nur draußen. Gastgeber Oldenburg hatte den Regionalliga-Toptorjäger Addy-Waku Menga (14 Treffer) nach überstandener Zerrung wieder an Bord, außerdem spielte der quirlige Leo Baal auf links offensiv. Musa Karli (gestern nicht im 18er-Aufgebot) und Shaun Minns, die gut eine Woche zuvor beim 2:0-Sieg des VfB in Braunschweig noch begonnen hatten, fielen aus der Startelf.

Gegen die relativ tief stehenden und auf Konter lauernden Gäste taten sich die Oldenburger in der ersten Halbzeit sehr schwer. In der Anfangsphase sorgten zwar Kai Pröger und der aus dem Zentrum ausweichende Menga über die linke Seite mehrmals für Wirbel. Außer einem 15-Meter-Schuss von Pröger genau auf VfR-Keeper Marcus Hesse sprang aber nichts heraus (7.). Dass Peer-Bent Wegener 120 Sekunden darauf das Gästegehäuse klar verfehlte, passte zur phasenweise wirklich mauen Begegnung. Auf der anderen Seite prüfte Neumünsters Stürmer Christopher Kramer einmal den erneut für Stammtorwart Mansur Faqiryar (saß wegen Knieproblemen nur als Ersatz auf der Bank) zwischen den Pfosten stehenden Jannik Zohrabian. Dieser hielt aber den Schuss von Kramer, der zuvor von einer verunglückten Kopfballabwehr des VfB-Innenverteidigers Franko Uzelac profitiert hatte (18.). Ein von Hesse über die Latte gelenkter 27-Meter-Freistoß von Uzelac (24.) war der einzige weitere Höhepunkt eines zähen ersten Abschnitts, in dem Strafraumszenen die berühmte Mangelware darstellten.

Kurz nach dem Seitenwechsel hatte der VfR die bis dahin größte Chance des Spiels. Patrick Nagel setzte sich über die linke Seite im Strafraum stark durch, seinen Schuss hielt Zohrabian nicht fest, rettete aber gerade noch vor dem heranstürmenden Kramer, der anschließend aus spitzem Winkel am Oldenburger Pfosten scheiterte (52.). Kurz zuvor hatten die Hausherren vergeblich auf einen Strafstoßpfiff gehofft, nachdem Nils Laabs im 16-Meter-Raum des VfR zu Fall gekommen war. Nach mehreren Wechseln hüben wie drüben kam Neumünster durch einen Doppelschlag zur 2:0-Führung. Zunächst traf Kramer nach einem Patzer von Zohrabian, der einen harmlosen Ball nicht festgehalten hatte (75.), ehe der für Kevin Ingreso ins Spiel gekommene Zekjiri nur drei Minuten später bei einem herrlichen Konter und einer missglückten Abseitsfalle des VfB auf 2:0 erhöhte. Von diesem Schock erholten sich die Oldenburger bis zum Abpfiff nicht mehr. Erschwerend kam für sie in der Schlussphase hinzu, dass Hesse mit dem Fuß gegen Menga parierte und so den schönen Vorsprung der „Veilchen“ verteidigte (80.).


VfB Oldenburg – VfR 0:2 (0:0)

VfB Oldenburg: Zohrabian - Halke (82. Petersen), Uzelac, Wegener, Canizales - Großöhmichen (61. Höler), Aidara - Pröger, Menga, L. Baal (63. Minns) - Laabs.

VfR Neumünster: Hesse - Thomas, Jakubowski, Aust, Nagel - Christophersen, K. Schulz - Rave (54. Durak), Ingreso (72. Zekjiri), M. Schultz (90./+2 Bönigk) - Kramer.

Beste Spieler: Fehlanzeige - Jakubowski, Aust, M. Schultz, Kramer. – Schiedsrichter: Schönheit (Lüneburg). - Zuschauer: 1243. – Tore: 0:1 Kramer (75.), 0:2 Zekjiri (78.). – Gelbe Karten: Laabs (52., Unsportlichkeit) - Aust (35., Foulspiel), K. Schulz (69., Foulspiel). – Spielwertung: ausreichend. – Nächster VfR-Gegner: Hamburger SV II (A/Sonnabend, 8. Februar 2014, 14 Uhr).

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