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Handball-Landesligen Mitte : Schmerzvolle Heimpleiten für Wift-Teams

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Vertreter der SG Wittorf/FTN verfehlen die zum Greifen nahen Pluspunkte. Auch die SGBB II und Nortorfs Frauen gehen leer aus.

Das war ein Satz mit X: Keinen einzigen Punkt gab es am vergangenen Spieltag für Neumünsters Handball-Landesligisten. Besonders bitter war bei den Männern die 25:27-Niederlage der SG Wift II gegen das Schlusslicht Preetzer TSV II. Die SGBB II zog gegen den neuen Tabellenzweiten Kieler MTV mit 26:31 den Kürzeren. Die Frauen der SG Wift scheiterten beim 24:25 gegen die HSG Kremperheide/Münsterdorf buchstäblich in der letzten Sekunde, während die HSG 91 Nortorf standesgemäß beim Tabellenführer HSG Fockbek/Nübbel unterlag (22:31). Spielfrei waren die SGBB-Frauen, die morgen um 20.30 Uhr in Hamdorf klar favorisiert auf die HSG Eider Harde II treffen werden.

Landesliga Frauen

SG Wittorf/FTN – HSG Kremperheide/Münsterdorf 24:25 (10:11). Die Gastgeberinnen spielten von Anfang an eine 5:1-Manndeckung gegen die HSG-Rückraumschützin Jule Eggers. Dahinter bewiesen die restlichen Wift-Spielerinnen schnelle Beine. Die Vorgaben von Trainer Thorsten Möller wurden umgesetzt, die Taktik ging auf (6:3/14.). Doch ab Mitte des ersten Durchgangs wurde das Spiel der Einheimischen zunehmend unsauberer, woraufhin es den Gästen gelang, ihnen die Führung abzunehmen (7:10/24.). Aber dank einer starken Rebecca Voigt zwischen den blau-weißen Pfosten (insgesamt 17 Paraden) schloss die SG wieder auf. Anschließend erkämpfte sich Wift leidenschaftlich den ursprünglichen Vorsprung zurück (15:12/38.) und baute selbst in dreifacher Unterzahl diesen aus (18:14/43.). Doch mit riskanten Pässen und technischen Fehlern machte sie selbst wieder alles zunichte (18:19/50.). „Das war Nervenkitzel pur“, beschrieb Möller den folgenden Schlagabtausch. In der letzen Minute beim Stand von 23:24 entschärfte Voigt einen Siebenmeter, und die SG Wift erzielte auf der anderen Seite den Ausgleich. Aber zwei Sekunden vor dem Abpfiff machte eine aus Sicht der Gastgeberinnen fragwürdige Siebenmeterentscheidung den Einheimischen alles kaputt.

SG Wift: Voigt, Grabowski - Voßbeck (7 Tore), Mundt (7), Rostock (2), J. Langowski (3), Haberland (3), N. Langowski (2), Bermbach, Meyer, Hein, Ca. Hoffmann, Goniwiecha.
Nächster Gegner: Lütjenburg/Dannau (A/Sonntag, 15. März, 15 Uhr).

HSG Fockbek/Nübbel – HSG 91 31:22 (17:11). Nortorfs Trainer Mario Schlüter versuchte den Wirkungskreis der Fockbeker Halbspielerinnen per 5:1-Deckung einzuschränken und somit deutlich weniger Tore aus dem wurfstarken Rückraum des Tabellenführers zu kassieren. „Dies ist uns auch relativ gut gelungen“, kommentierte Schlüter die anfangs ungewohnt vielen technischen Fehler der Gastgeberinnen. Allerdings schlug seine Mannschaft daraus kein Kapital. „Wir haben bei sechs Tempogegenstößen alleine vor dem Tor nicht ein einziges Mal eingenetzt“, stöhnte Schlüter ob der mangelnden Chancenverwertung. Stattdessen gerieten die Gäste mit 6:8 in Rückstand (15.) und bekamen einen Treffer nach dem anderen eingeschenkt. Die Fockbekerinnen gewannen an Selbstsicherheit und bauten die Führung bis zur Pause aus (17:11). Im zweiten Abschnitt änderte sich nichts. Die HSG 91 war konfus und teilweise zu langsam, dadurch kamen die Einheimischen über die erste und zweite Welle zu einfachen Toren (24:16/42.). „Mein Team hat bis zuletzt gekämpft. Aber um einen Aufstiegsaspiranten zu schlagen, darf man sich keine Fehler erlauben. Und wir haben zu viele gemacht“, analysierte Schlüter.

HSG 91 Nortorf: Strebelow, Bruhn - Clausen, Hildebrandt (3), Reese (2), N. Fock (2), Albrecht (5), Wettzel (2), Stoffers (2), Wittmaack (1), Böhmfeldt (4/4), Voß, K. Fock (1), Wollny.

Nächster Gegner: Preetzer TSV (H/Sonntag, 15. März, 16 Uhr).

Landesliga Männer

SG Bordesholm/Brügge II – Kieler MTV 26:31 (13:15). „40 starke Minuten reichten nicht, fasste SGBB II-Pressesprecher Hendrik Roßmann zusammen. Nach ausgeglichener Anfangsphase (5:5/10.) wurde die Bordesholmer Abwehr nachlässiger und arbeitete nicht mehr im Verbund. Dazu kamen zu viele überhastete Abschlüsse im Angriff, prompt zogen die Gäste auf sechs Tore davon (8:14/20.). Darauf reagierte SGBB II-Torwarttrainer Arnd Tewes, der den verhinderten Thorsten Meier vertrat, unverzüglich mit einer Auszeit. Anschließend kämpfte sich seine Mannschaft mit Einsatz und Willen bis zur Pause wieder heran (13:15). Auch direkt danach knüpfte die SGBB-Reserve an die gute Leistung an und übernahm gar die Führung (18:17/35.). Nicht zuletzt durch die Glanzparaden von Jan Sternberg im Tor hielten sie diese bis zur Mitte der zweiten Hälfte (24:23/45.). Fortan wurde die Partie zunehmend hektischer, und die Hausherren mussten häufiger in Unterzahl agieren. „Leider verfielen wir wieder in das Muster aus Durchgang eins. Der KMTV war keinesfalls stärker, aber nutzte unsere Schwächephasen mit leichten Toren zu seinen Gunsten“, erklärte Roßmann. Eine offene Manndeckung in den letzten Minuten half nicht mehr.

SG Bordesholm/Brügge II: Sternberg, Kühtz - Zittlau (15), Molzow (3), Glumm (3), Roßmann, Schaumann (3), Riefel (1), Welz, Soboll (1), Röscheisen, Reese, Stange.

Nächster Gegner: Preetzer TSV II (A/Sonntag, 15. März, 17 Uhr).

SG Wittorf/FTN II – Preetzer TSV II 25:27 (13:12). Nach einer Fehlzündung (0:2/5.) fanden die Hausherren zu ihrem Spiel (6:5/12.). Der Erfolg im Angriff spiegelte sich auch in der Abwehr wider. Wift II bot den Gästen selten den nötigen Platz und erhöhte auf 10:6 (21.). Plötzlich lief bei den Blau-Weißen nichts mehr zusammen. Die technischen Fehler häuften sich so sehr, dass Preetz II bis zur Pause auf ein Tor verkürzte. Mit starken sechs Minuten nach dem Wiederanpfiff setzte sich Wift II erneut ab (18:14/36.), ehe die Schusterstädter zum Zug kamen und die Partie drehten (20:20/46., 20:23/49.). Bis zum Schluss kämpften sich die Einheimischen nochmals heran (25:26/59.), konnten ihren Willen aber nicht mehr in Punkte verwandeln. „Von sechs Siebenmetern haben wir nur zwei verwandelt, dazu diverse freie Bälle vergeben und somit zu Recht verloren“, ärgerte sich Wift II-Coach Martin Glaubitz angesichts der greifbaren und doch nicht erreichten zwei Punkte.

SG Wift II: Hübner, Mittendorfer, Wegner - Ehlers, Schmitt (2), Aust (7/1), Schilling, Kopp (3), J. Glaubitz, Pohl (2), Schmidtke (3), Wilken (5), Korten (3).

Nächster Gegner: Horst/Kiebitzreihe (A/Sonnabend, 14. März, 19.30 Uhr).

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