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Handball : SC Gut Heil bejubelt doppelten Pokal-Triumph

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Beide Kreispokale gehen an die Schillerstraße. Die GHN-Frauen machen dabei einen Zwei-Klassen-Unterschied wett.

Schöner Doppelerfolg für die aufstrebende Handballsparte des SC Gut Heil: Sowohl die Männer- als auch die Frauenmannschaft sicherten sich vor vollen Rängen in der KSV-Halle den Kreispokal. Beide Teams haben nun die Möglichkeit, auf Landesebene weiterzuspielen – in welcher Form der Pokalwettbewerb dort über die Bühne gehen wird, steht aktuell noch nicht fest.


Kreispokalfinale Männer
SV Tungendorf – SC Gut Heil Neumünster 24:27 (15:16). In dem bis zum Ende umkämpften Spiel sicherte sich der favorisierte Kreisoberligist Gut Heil erst in den letzten Minuten den Sieg. Denn erst als der Kreisliga-Vizemeister SVT nichts mehr zu verlieren hatte und auf offene Deckung setzte, machte GHN vor rund 300 Zuschauern den Sack zu. Gut Heil gewann schnell mit 4:2 (5.) und 7:4 (11.) Oberwasser. Nach einer Auszeit des SVT in der elften Minute spielte das Team von Trainer Lars Lemsky sich aber nach vorn und bot den Gut-Heilern Paroli. Die Pausenführung des Kreisoberligisten fiel mit 16:15 dann auch knapp aus. „Ich habe meinen Jungs in der Kabine gesagt, dass es nicht sein kann, dass wir 80 Prozent geben, während der SVT mit 130 Prozent bei der Sache ist“, verriet GHN-Trainer Mark Stammler. Die Tungendorfer tankten in der Pause noch weitere Motivation, warfen sich beim 18:17 (36.) erstmals in Führung und bauten diese auf 19:17 (38.) aus. Auch der 21:21-Ausgleich von Gut Heil in der 44. Minute brachte noch keine Wende. Diese sollte erst später einsetzen. Die Tungendorfer verspielten eine 23:21-Führung (47.), neun Minuten vor Schluss hieß es 23:23 (51.). 150 Sekunden vor Spielende gab es eine Zwei-Minuten-Strafe für SVT-Akteur Nils Deutschmann wegen einer Schwalbe. „Es ging mit dem Ball für Gut Heil weiter, also hat der Schiedsrichter offensichtlich ein Foul gepfiffen. Dazu passt die Schwalbe als Begründung aber nicht“, zeigte SVT-Trainer Lemsky sich verwundert. Nach dem 24:24 (57.) riskierte der SVT dann alles. „Auch mit offener Deckung war nichts mehr zu holen“, bemerkte Lemsky. Gut Heil warf in der Folge drei Treffer zum 27:24-Sieg. „Unser Torwart Juri Kandzora hat am Ende den Sieg festgehalten und überhaupt viele Hundertprozentige rausgeholt“, wusste Stammler, bei wem er sich zu bedanken hatte.

SV Tungendorf (Tore in Klammern): Korten, Nielsen - Henkel (1), Schwenck, Mittendorfer (1), Bottke, Horst (4), M. Kraft (1), P. Schmidt-Holländer (8), Deutschmann (4), C. Schmidt-Holländer, D. Kraft (1), N. Dose (4), B. Dose.

SC Gut Heil: Kandzora, Mannke, Müller - Theen (6), Tietgen (7), Bock (2), C. Haupt (9), Rohwedder (1), Knapp (1), Fleischer, Roggow, Velovic (1), Mannke, Neumann, Didwischus.


Kreispokalfinale Frauen
SC Gut Heil Neumünster – HSG WaBo 30:24 (15:11). Was angesichts des Zwei-Klassen-Unterschiedes als Sensation anmutet, war mühsam vorbereitet, am Ende verdient und kam nicht von ungefähr. Denn mit Gut Heil traf der souveräne Meister der Kreisklasse A auf einen Kreisoberligisten, der sich in der Tabelle im unteren Bereich angesiedelt hatte. „Die Gut-Heilerinnen haben das wirklich gut gemacht und schönen, schnellen Handball gespielt“, zeigte WaBo-Trainer Roland Knöchel fair seine Anerkennung. Bei GHN wusste man indes, was möglich war. „Wir haben uns vor zwei Wochen das Spiel von WaBo bei Wift angeguckt und dann zwei Wochen ganz genau auf das Finale hin trainiert“, erklärte Trainer Thies Kroll und betonte: „Klar waren wir der Außenseiter, aber wir hatten uns schon eine reelle Chance ausgerechnet.“ Es war vor allem eine riesige Portion Kampfgeist, mit der die zehn einsatzfähigen Spielerinnen des Kreisklassenmeisters über die gesamte Zeit die Führung behaupteten. Schnell vorne liegend (4:1/3.), setzte das unterklassige Team sich bis auf 11:5 (19.) ab und ging mit einem 15:11 in die Halbzeit. Und auch nach der Pause geriet der Vorsprung nicht in Gefahr. „Wir konnten uns auf eine geschlossene, kämpferische und aggressive Abwehr verlassen, die man braucht, um WaBo zu stoppen“, erklärte Kroll. Im Angriff punktete GHN mit einem individuellen Eins-gegen-eins-Spiel. „Wir hatten in der Abwehr große Löcher und konnten mit einer 6:0-Defensive nicht dagegenhalten“, gab WaBo-Coach Knöchel zu. Während Knöchel von einer „langen Saison“ sprach, nach der sein Team „nichts dagegenzusetzen“ hatte, war für die Gut-Heilerinnen auch der Klassenunterschied „gerade ein Anreiz“, so Kroll. „Das Team wollte unbedingt gewinnen“, lobte der Coach. Denn als neu zusammengewürfelte Truppe aus verschiedenen Vereinen musste die leistungsstarke GHN-Mannschaft in ihrer ersten Saison „unten“ anfangen, hat als Meister aber gerade den Aufstieg geschafft und diesen nun mit dem Sahnehäubchen in Form des Kreispokal-Triumphes versehen.


SC Gut Heil: Habermann - Ebbesen, Leitzke, B. Kroll (6), Rathjen (12), Hochberg, C. Seidel (6), Westphal, J. Seidel, I. Kroll (6), Suhr.

HSG WaBo 2011: Gundlach - Könnecke (5), Schultz (4), Witten (2), Harder (4), Dräger, Baer, Knauft (2), Griese (1), Grulich, Jürgensen, Bass (1), Heisch (4), Lietzau (1).

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