Fussball-Kreisliga Neumünster : Ruthenberg verschafft sich Luft

Die Sterne fest im Blick: Sowohl Nortorfs Torschütze Marc Nitsch (links) als auch Paul Akischkin vom Ruthenberger SV haben das Objekt der Begierde in dieser Szene ganz klar im Visier.
Die Sterne fest im Blick: Sowohl Nortorfs Torschütze Marc Nitsch (links) als auch Paul Akischkin vom Ruthenberger SV haben das Objekt der Begierde in dieser Szene ganz klar im Visier.

Der RSV gewinnt das Kellerduell mit Nortorf II deutlich, die Topteams SVT und Boostedt siegen nur knapp. Insgesamt fünf Spieler fliegen vom Platz.

shz.de von
26. November 2013, 18:00 Uhr

Das Schlusslicht SV Wasbek schrammte am 17. Spieltag der Fußball-Kreisliga nur knapp an einer Überraschung vorbei. Bei der 1:2-Niederlage gegen den Spitzenreiter SV Tungendorf wäre für die Elf von Trainer Roman Zmijak durchaus ein Punktgewinn drin gewesen. Während aus den Top Sechs des Klassements auch der SV Boostedt (2:1 gegen den TSV Gadeland II), die SG Padenstedt (6:2 gegen den TSV Aukrug) und der VfR II (2:0 gegen den SV Husberg) siegten, teilten sich Türkspor und der FC Torpedo mit einem 1:1 die Zähler. Keinen Sieger gab es auch zwischen dem SV Bokhorst und dem PSV II (2:2). Hingegen verschaffte sich der Ruthenberger SV durch einen 4:1-Erfolg über den TuS Nortorf II etwas Luft im Tabellenkeller.


Ruthenberg – Nortorf II 4:1 (2:1)

Ruthenberger SV: Westphal - Beisel, Schramm (81. Acar), Fischer (46. Akischkin), Albin (74. Pfeifer), Rall, Sienknecht, Maier, T. Bröcker, Eitner, Soybahceci.
TuS Nortorf II: Spilker - Grimm (76. Storm), Bobsien, Dähn, Hellberg, Sierck, Nitsch, Schwartz (46. Steen), Hülsen, Reimers (57. von Rüschen), Klammer.

SR: Kurtoglu (Wittorf). – Zuschauer: 10. – Tore: 1:0 Rall (10., Foulelfmeter), 1:1 Nitsch (23.), 2:1 Soybahceci (34.), 3:1 Rall (68.), 4:1 Pfeifer (75.). – Gelb-Rote Karte: Dähn (Nortorf II/10., Foulspiel/Unsportlichkeit). – Rote Karten: T. Bröcker (15., Handspiel), Soybahceci (beide Ruthenberg/70., grobes Foulspiel).

Vor dem Spiel nahm RSV-Coach „Hansi“ Bröcker seine Akteure in die Pflicht und forderte einen Sieg. Die Ruthenberger Equipe nahm es sich zu Herzen und lieferte ab. Nach einem elanvollen Beginn gingen die Gastgeber dann auch folgerichtig durch den abermals sehr starken Dieter Rall in Führung (10.), mussten aber bald darauf den etwas überraschenden Ausgleich durch Marc Nitsch hinnehmen (23.). Doch davon ließen sich die Ruthenberger nicht beirren. „Wir haben weiter das Spiel gemacht und wollten auch nach der erneuten Führung weiter nach vorne spielen, was das Team auch umgesetzt hat“, lobte RSV-Boss Helmut Röhrs, der befand: „Der Sieg ist vielleicht um ein Tor zu hoch ausgefallen, aber verdient.“


SV Bokhorst – PSV II 2:2 (1:0)

SV Bokhorst: Butenschön (75. Schnoor) - Fisse, Stange, Arndt, Danker, Ryll, Schliebitz, Reese, Ingwersen (69. Thiesfeld), Gressmann (64. Schmohl), Möbius.
Polizei-SV Union II: M. Schulz - Bethke, Adrian, F. Schenzer, Meyer, Zielinski, Reichow (76. Orff), Seipt, Nützel, Attard, P. Schenzer.

SR: Salz (Stein). – Zuschauer: 20. – Tore: 1:0 Schliebitz (21.), 1:1 Seipt (52., Foulelfmeter), 1:2 P. Schenzer (54.), 2:2 Reese (82.).

In einem laut Bokhorsts Obmann Andreas Delfs „nicht besonders ansehnlichen Spiel“ präsentierte sich Bokhorst in den ersten 45 Minuten etwas besser und verfügte auch über mehr Möglichkeiten als der Gast. Doch nach dem Seitenwechsel kamen die „Ordnungshüter“ auf und hätten – nachdem sie die Partie bereits mit zwei Toren gedreht hatten – durchaus weitere Treffer erzielen können. Dies taten sie aber auch wegen des gut parierenden SVB-Schlussmanns Torben Butenschön nicht, sodass die in der Schlussphase wieder drückenden Bokhorster noch zum verdienten Ausgleich kamen.


Wasbek – Tungendorf 1:2 (0:2)

SV Wasbek: Becker - Woldt, Blunk, Sarikaya (67. Dahmke), Krawtzow, P. Rüdiger, Sopjani (46. Holk), Link, Packhäuser, Schümann (61. Slotosz), Wollny.
SV Tungendorf: Waldeck - Schifter, Schlotfeldt, Voss (55. Schmahl), A. Stölting, Möller, Czekay (83. Peschank), Nupnau (59. Wuchinger), J. Künstler, Sarau, Beck.

SR: Paetau (Wasbek). – Zuschauer: 60. – Tore: 0:1 Czekay (40.), 0:2 Czekay (43.), 1:2 Holk (75.).

Wasbeks Ligaobmann Pasqual Rüdiger war nach der knappen Niederlage gegen den Spitzenreiter reichlich enttäuscht: „Das ist eine sehr unglückliche Niederlage. Ein Punkt wäre für uns verdient gewesen.“ Im ersten Durchgang hatten die Schwarz-Weißen zunächst die besseren Einschussmöglichkeiten, doch einmal mehr machte sich beim Schlusslicht das Fehlen eines richtigen „Knipsers“ bemerkbar. Über solch einen verfügt der SVT mit Torben Czekay, der seine Elf „wie aus dem Nichts“ (O-Ton Rüdiger) mit einem Doppelschlag (40., 43.) zum Sieg schoss. Denn den Wasbekern, die in der Schlussphase alles nach vorne warfen, sollte nicht mehr gelingen als der 1:2-Anschlusstreffer von Daniel Holk (75.).


Padenstedt – Aukrug 6:2 (5:0)

SG Padenstedt: Stichert - Scheider, Anlauf, Voels, Andres (76. C. Wilk), Barck, Breiholz, Ma. Klein (84. Ramm), Callsen, Rückert, Mi. Klein (63. Hartwich).

TSV Aukrug: Hübner - Ralfs (72. Hausberger), Erfurt (46. Braun), Michalke, Tietz, H. Althaus (84. Müller), F. Jacobs, C. Jacobs, Bringmann, Baltruschat, Rickert.

SR: Ehlers (Boostedt). – Zuschauer: 70. – Tore: 1:0 Breiholz (4.), 2:0 Breiholz (18.), 3:0 Barck (25.), 4:0 Barck (28.), 5:0 Ma. Klein (30.), 5:1 Braun (60.), 5:2 C. Jacobs (62.), 6:2 Breiholz (73.). – Gelb-Rote Karte: Michalke (Aukrug/78., Foulspiel/Unsportlichkeit). – Bes. Vork.: C. Jacobs (Aukrug) scheitert per Foulelfmeter an Stichert, trifft aber im Nachschuss (62.).

Padenstedts Obmann Hans-Georg Eckert war sehr erfreut, dass er die SGP-Offensive mal wieder loben konnte: „Was wir in der ersten Halbzeit geboten haben, war teilweise richtig sehenswert. Die Tore waren gut herausgespielt. Da hat unsere Offensive mal gezeigt, was sie drauf hat.“ Das frühe 1:0 spielte den „Orangen“ dabei sehr in die Karten, schließlich musste Aukrug dadurch seine defensive Haltung aufgeben, wodurch sich wiederum Räume für Padenstedt ergaben, was die Gastgeber dann auch erstklassig ausnutzten. Für Eckert war der Sieg „in der Höhe verdient“.


VfR II – SV Böneb.-Husberg 2:0 (1:0)

VfR Neumünster II: Gabrielides - Seb. Fuhrmann, Okyne, Akcicek, Gülbay, Bönigk, Si. Fuhrmann, Schlagelambers, Wahl (74. Hartmann), Yimele, Ju.

SV Bönebüttel-Husberg: Schmidt - Jeske (49. Golland), Marquardt, Buhrmester, Fürst, Dittmer (77. Dena), Kröger, Stoffers, F. Witt (77. Greier), Tas, Velovic.

SR: Kupka (Bokhorst). – Zuschauer: 45. – Tore: 1:0 Schlagelambers (29., Foulelfmeter), 2:0 Yimele (63.). – Gelb-Rote Karte: Schlagelambers (VfR II, 90./+2, Unsportlichkeit).

VfR II-Trainer Matthias Hansen war nach dem 2:0-Erfolg der „Veilchen“-Reserve voll des Lobes: „Wir haben völlig verdient gewonnen und dabei eine sehr gute Mannschaftsleistung gezeigt.“ Die spielbestimmenden Hausherren hätten laut Hansen schon zur Halbzeit höher führen können oder gar müssen als 1:0, ließen aber noch gute Gelegenheiten liegen. Nach der Pause kam Husberg kurzzeitig besser ins Spiel, doch ab der 60. Minute übernahm der VfR II wieder das Zepter, erzielte das 2:0 und kam noch zu einigen Kontermöglichkeiten. „Husberg hatte im ganzen Spiel nur drei, vier Schüsse aus der zweiten Reihe“, sah Hansen keinerlei Gefahr für sein Team.


Türkspor – FC Torpedo 76 1:1 (0:1)

Neumünster Türkspor: Ceylan - A. Celik, Akyel, Güngörenler, K. Aktas, Tas, Yagmur (75. Kuscu), G. Aktas, Erkam Simsek (59. K. Korkmaz), Keser, Kan.

FC Torpedo 76: Hagen - Fund (67. Matthis), Knoche, Juckel, Hein, Eggers, Uzun, Borgert, Gläske (80. Berisha), Gülbay (46. Willers), Reichelt.

SR: G. Kessler (Husberg). – Zuschauer: 100. – Tore: 0:1 Fund (35.), 1:1 Tas (50.).

Mit Ausnahme des Treffers zum 0:1 durch Christoph Fund, der nach einer Ecke erfolgreich war (35.), blieben gefährliche Strafraumsituationen im ersten Durchgang, welcher nach Aussage von Türkspor-Trainer Cetin Bay ausgeglichen verlief, eher eine Seltenheit. Das sollte sich in der zweiten Halbzeit ändern. „Wir waren dann klar besser und hatten nach dem 1:1 beinahe im Minutentakt Großchancen, während Torpedo überhaupt nicht mehr gefährlich war“, berichtete Bay und haderte mit der Chancenverwertung seines Teams, mit dessen spielerischer Leistung er allerdings „absolut zufrieden“ war.


Boostedt – Gadeland II 2:1 (0:0)

SV Boostedt: Gaycken - Krämer, Lienhöft, Schröder, Plath, Kruse, Wehde, Lehmann (46. Schümann), D. Fanasch (50. Tabert), Bohnhoff (46. Kairies), T. Fanasch.

TSV Gadeland II: Macher - Slotosz, A. Törper, Begas, Scholz, Hinrichsen, Dose (75. Lenz), Hamann, Teegen (75. C. Lemke), Schulz, Zibell.

SR: Tural (Einfeld). – Zuschauer: 60. – Tore: 1:0 Wehde (60.), 2:0 Tabert (89.), 2:1 Zibell (90., Handelfmeter). – Bes. Vork.: Boostedts Trainer Thomas Hinrichsen wird wegen Reklamierens des Innenraumes verwiesen (70.).

Nach zehn starken Minuten seitens der Boostedter, die dabei durchaus in Führung hätten gehen können, machte sich im Boostedter Waldstadion Langeweile breit. „In so mancher Altherrenpartie ist mehr Tempo drin als in diesem Spiel“, sah Boostedts Sprecher Lars Kröger zunächst kein wirklich mitreißendes Derby. Doch mit dem 1:0 durch Christian Wehde (60.) kam schließlich Leben in die Bude. Nun waren beide Teams engagiert und erspielten sich einige Möglichkeiten, wobei der SVB ein Chancenplus verzeichnete. „Daher ist unser Sieg auch nicht unverdient, wenngleich es eine enge Kiste war“, befand Kröger.

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