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Fussball : Rumpf schlägt Rasensport: VfR muss zahlen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Neumünsters Traditionsclub verliert (s)einen Rechtsstreit und darf jetzt mehr als 4500 Euro an ein Nortorfer Unternehmen zahlen.

shz.de von
erstellt am 11.Jan.2014 | 11:00 Uhr

Nun muss der VfR doch tief in die Tasche greifen. Im Rechtsstreit mit der Garten- und Landschaftsbaufirma Rumpf aus Nortorf unterlag der Verein und muss für eine im Jahr 2010 erfolgte Sanierung des Sportplatzes den Restbetrag von 4555,90 Euro erstatten.

Der VfR hatte die Rechtmäßigkeit des Auftrages für die Platzsanierung durch den damaligen 1. Vorsitzenden Herbert Sander und seine Frau (zu der Zeit Schatzmeisterin des Vereins) bestritten und die Restzahlung verweigert. Sander und seine Gattin hätten eigenmächtig gehandelt. Ein der Vereinssatzung entsprechender Vorstandsbeschluss hätte nicht vorgelegen. Die Firma Rumpf reagierte mit einer Zivilklage. Gestern erfolgte nun die Urteilsverkündung, bei der die Richterin der Klage stattgab. Danach muss der VfR nicht nur die Restzahlung aufbringen, sondern auch acht Prozent aufgelaufene Zinsen sowie die Kosten des Verfahrens tragen.

Herbert Sander kommentierte die Entscheidung zwiegespalten: „Streit geht immer zu Lasten eines Vereins. Ich sehe schlechte Zeiten auf den VfR zukommen.“ Das sieht der jetzige Vorsitzende Detlef Klusemann ganz anders: „Das Urteil überrascht mich nicht. Wir nehmen es zur Kenntnis und müssen zunächst die Begründung abwarten. Moralisch gesehen ist es ja auch vollkommen richtig, dass die Firma Rumpf ihr Geld bekommt. Uns geht es vielmehr um unsere Forderungen gegenüber dem Altvorstand.“ Und diesbezüglich sei das Verfahren aus seiner Sicht erfolgreich gewesen, denn es habe inhaltlich gezeigt, dass damals unrechtmäßig gehandelt worden sei. Nun wird es wohl darauf hinauslaufen, dass der VfR finanzielle Forderungen an Ex-Vereinsboss Herbert Sander geltend machen wird.

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