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Handball-SH-Ligen : „Rudi Ratlos“ bei der SG Wift

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Wittorfs Frauen lassen Trainer Thorsten Möller verzweifeln. Die SGBB-Männer überraschen bei Henstedt-Ulzburg II.

shz.de von
erstellt am 03.Dez.2013 | 11:00 Uhr

Während die Handballer der SG Bordesholm/Brügge beim SV Henstedt-Ulzburg II einen 35:33-Sieg in der SH-Liga feierten, mussten sich die gleichklassigen Frauen der SG Wittorf/FTN gegen die HSG Hohn/Elsdorf mit 15:20 geschlagen geben. Wift hat als Vorletzter nun 2:16 Punkte auf dem Konto, die SGBB dagegen schippert mit 9:5 Zählern auf Rang 5 im sicheren Fahrwasser.

SH-Liga Frauen


SG Wittorf/FTN – HSG Hohn/Elsdorf 15:20 (9:12). Selten erlebt man Wift-Trainer Thorsten Möller ratlos. Nach dieser Partie war es jedoch der Fall. Zu groß war die Enttäuschung über den Spielverlauf und die vergebene Chance, wichtige Punkte zu sammeln. „Wir stehen unten drin und müssen die Ärmel hochkrempeln. Aber in den letzten zehn Minuten hatte ich nicht mehr den Eindruck, dass sich das Blatt noch für uns wenden könnte“, erklärte Möller. Dabei hatte seine Mannschaft bis dahin noch recht gut mitgehalten. Die 4:1-Führung (10.) wurde zwar hergegeben und mündete in einen 9:12-Rückstand zur Pause. Doch bis zur 48. Minute wurden nur noch zwei weitere Treffer des Tabellensechsten zugelassen. „Das war in der Phase eine tolle Leistung“, würdigte Möller diesen Einsatz, der einen 14:14-Zwischenstand ermöglichte. Doch fortan war die SG Wift auf dem Feld nicht mehr präsent, zeigte keinerlei Lebenszeichen und erzielte in den verbleibenden zwölf Minuten nur noch einen einzigen Treffer. „Auf einmal waren alle saft- und ideenlos, hatten keine Körpersprache mehr. Wir hätten punkten können, ja müssen. Denn der Gegner war nicht stark besetzt“, ärgerte sich Möller, dessen Team eine Annäherung an Platz 10 verpasste. „Einzig Rebecca Voigt hat eine sehr starke Leistung im Tor gezeigt, sie hat sich prima entwickelt. Der Rest der Mannschaft macht mich momentan zu ,Rudi Ratlos’“, musste Möller zugeben.


SG Wittorf/FTN (Tore in Klammern): Voigt, Grabowski - Lietzau (2), Schulze-Hildebrandt, Goniwiecha (1), Beckmann (3), J. Voßbeck, Rostock, J. Langowski (2), N. Langowski (4/davon 3 Siebenmeter), Wendt, Binnewies (3), Hoffmann.

Nächster Gegner: Bredstedter TSV (A/Sonntag, 15 Uhr).

SH-Liga Männer

SV Henstedt-Ulzburg II – SG Bordesholm/Brügge 33:35 (15:14). Mit dem Spielverlauf und dem Ergebnis zeigte sich Ole Brandt als Vertreter des krankheitsbedingt fehlenden SGBB-Trainers Torge Haß zufrieden. Immerhin triumphierte Bordesholm beim Tabellendritten. „Es wurde am Ende spannend, aber wir haben das Ding clever zu Ende gespielt“, berichtete Brandt. Am Anfang leistete sich die SGBB noch einige technische Fehler und geriet dadurch mit 5:9 in Rückstand. „Wir haben den Gegner immer wieder zu Tempogegenstößen eingeladen“, analysierte der SGBB-Co-Trainer. Bis zur Pause konnte der Rückstand jedoch auf ein Tor (14:15) minimiert werden, und im zweiten Durchgang kamen die Gäste dann endlich richtig an. Insbesondere Tim Fuhrmann drehte nun auf und erzielte in der zweiten Halbzeit acht seiner neun Treffer. „Fuhrmann war richtig stark. Ich wollte ihn eigentlich gar nicht so lange spielen lassen, aber dann musste ich ihn drauf lassen – und das hat sich gelohnt“, lobte Brandt. Nach dem 22:21 aus Gästesicht (40.) ging es für die SGBB fast nur noch vorwärts. Die Abwehr hatte alles im Griff, und am Ende war Bordesholm tempo- und kräftemäßig überlegen. „Wir hätten bei HU II von der Papierform her mit zehn Toren verlieren können. So schlecht spielt die Drittligareserve ja für gemeinhin nicht. Darum freut es mich umso mehr, dass unsere Mannschaft so weit zusammengewachsen ist, eine solche Partie auch ohne den Trainer für sich entscheiden zu können“, kommentierte Brandt abschließend.

SG Bordesholm/Brügge (Tore in Klammern): Fendt, Nielsen - Bäuning (5), Purrucker, Horstmeyer (1), Zittlau (2), Komischke (1), Krüger (5), Babenerde (1), Lau (4), Behnfeld (5), Fuhrmann (9), Pfaff (2).

Nächster Gegner: HSG Tills Löwen (H/Sonnabend, 18 Uhr).

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