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Handball-Oberliga HH/SH Männer : Rote Karte setzt bei Wift Kräfte frei

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Neumünsters Männerhandball-Oberligist gewinnt dank bissiger Schlussphase ein lange Zeit enges Spiel gegen Preetz noch recht deutlich mit 35:29.

Mit einem 35:29 (19:18)-Sieg gegen den Preetzer TSV verabschiedeten sich die Handballer der SG Wittorf/FTN für diese Saison von den Zuschauern in der KSV-Halle. Auch wenn die zwei Punkte im vorerst letzten Oberliga-Heimspiel nichts mehr an der mit Rang 4 bereits feststehenden Abschlussplatzierung der SG Wift änderten, bewiesen die Neumünsteraner damit, dass sie am Hansaring „bärenstark“ sind. Gerade im Hinblick auf die in der Vergangenheit andauernd dünne Kaderdecke ist die Heimbilanz von 21:5 Punkten eine beachtliche Ausbeute.

In der Startsieben bekamen mit den Rückraumspielern Christian Drecke und Jannek Brown, Kreisläufer Tim Kreft und Linksaußen Bernd Lehmann sowie Steffen Bahr im Tor gleich fünf zuvor verabschiedete Wift-Akteure die Möglichkeit, sich ein letztes Mal in der „Bärenhöhle“ im blau-weißen Dress zu präsentieren. Thies-Jakob Volquardsen blieb das auf Grund von Knieproblemen verwehrt, während Fridtjof Koslowski, die Nummer sieben im Bunde der Scheidenden, vor nur 110 Zuschauern etwas später auch noch zum Einsatz kam.

Beide Mannschaften begannen temporeich, verzichteten auf ihre Defensive und suchten die Entscheidung im Angriff. Zur Halbzeit war beim 19:18 bereits fast die komplette Torausbeute aus dem Hinspiel (22:22) erreicht. Nach dem 2:0 (3.) scheiterten die Hausherren gleich drei Mal in Folge an PTSV-Schlussmann Jascha Fehlberg, der dadurch den ersten Führungswechsel einleitete (3:4/8.). Immer wieder lösten die Preetzer auf zwei Kreisläufer auf, um die offensive 5:1-Deckung der Schwalestädter, an deren Spitze Wifts Spielertrainer Yannik Stock auf Ballgewinne lauerte, in die Defensive zu drängen. Nach einem Zusammenprall von Fehlberg und Brown musste die Begegnung unterbrochen werden. Während der Preetzer Torhüter behandelt werden musste, eroberten die „Bären“ die Führung zurück (11:9/19.). Ohne seinen quirligen Regisseur Luca Fabrizio, der seine erste Zeitstrafe auf der Bank verbüßte, fehlten dem PTSV die spielerischen Lösungen gegen den Abwehrverbund der SG Wift. Bahr parierte zwei Strafwürfe, woraufhin seine Farben den Vorsprung auf 16:13 erhöhten (26.). Wie schon im ersten Aufeinandertreffen rächte sich bis zu Pause eine schlechte Wittorfer Chancenverwertung, prompt wurde es wieder spannend (20:20/33.). Entscheidend für einen Leistungsanstieg aufseiten der Einheimischen waren dann zwei Aktionen: Der Ausfall von Fabrizio, der bei einer Offensivaktion auf der Hüfte landete und nicht mehr weiterspielen konnte, sowie die glatte Rote Karte für Fridtjof Koslowki. Letzterer hatte den Preetzer Torwart Fehlberg vom Siebenmeterpunkt aus am Kopf getroffen (23:24/46.). Das setzte bei den Hausherren den entscheidenden Kampfeswillen frei. Die rechte Seite mit dem für Drecke im Angriff eingewechselten Bennet Kretschmer und Florian Schmidtke, der für Moritz Haß auf Außen übernahm, kippte die Partie erneut und letztlich final (von 25:26/49. auf 30:26/55.). Auf eine fruchtlose Preetzer Auszeit antwortete die SG Wift mit einem vorentscheidenden 4:1-Lauf.

„Wir waren eine ganze Zeit lang in einem Verabschiedungs-Trainingsspiel-Modus. Erst nach der doppelten Zeitstrafe gegen Moritz Haß und Thorben Plöhn haben wir in den letzten 20 Minuten eine aggressivere und bissigere Abwehr stellen können und dadurch das Spiel gewonnen“, fasste Wift-Trainer Michael Haß zusammen.

SG Wift: Bahr, Quednau - Schmidtke (1), Kretschmer (5), Drecke (2), Plöhn (1), M. Koslowski, F. Koslowski (3/davon 2 Siebenmeter), Kreft (6/1), Stock (6), Lehmann (5), Brown (4), Haß (2).

SR: Bachmann/Wingeleit (Hamburg). – Zuschauer: 110. – Letzter Gegner 2016/17: VfL Bad Schwartau II (A/Sonnabend, 6. Mai, 18 Uhr).

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