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Boule : Reges Treiben mit mehr als 100 Spielern in Einfeld

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Das Turnier für Minimannschaften findet großen Anklang. Ein Ex-Bundesligateam landet auf Platz 1.

Der Andrang war groß auf dem (ehemaligen) Tennisplatz des TS Einfeld. 108 Spieler in 36 Mannschaften aus Hamburg und ganz Schleswig-Holstein traten beim Mini-Mannschaftsturnier der „Zauberbouler“ an. Unter ihnen befand sich auch einige Prominenz dieser Sportart. Denn der Jugendreferent des Pétanqueverbandes Nord, Gerd Schulz, hatte mit Quentin Nitsch (11 Jahre) sowie Daryn (17) und Melvyn Lange (15) drei seiner mit einer offiziellen Spieler-Lizenz ausgestatteten 16 Jugendlichen nach Neumünster mitgebracht.

Die drei gehören dem Idstedter Pétanque-Club (IPC) „smiet weg“ an, den Quentins Vater Burkhard Nitsch 1992 gründete. Wie ernst die Familie Nitsch den Boulesport nimmt, zeigt die Tatsache, dass sie sich in ihrem Garten einen Bouleplatz angelegt hat, auf dem Quentin und sein Bruder Cosmo täglich trainieren. Beide gehören zu der Mannschaft, die im Vorjahr deutscher Vizemeister wurde. Der von den Veranstaltern angekündigte Cosmo Nitsch konnte am Wettkampf in Einfeld nicht teilnehmen, da er zum Konfirmationsunterricht musste. Seine Familie infizierte sich einst mit dem Boule-Bazillus in Frankreich, wo sie in jedem Jahr Ferien macht.

Burkhard Nitsch, der natürlich auch selbst spielt, ist gleichzeitig Stützpunkttrainer für die Jugendlichen, mit denen er sich einmal in der Woche trifft. Während Quentin bereits drei seiner Klassenkameraden zum Mitspielen animieren konnte und nebenbei auch noch Fußball spielt und schwimmt, haben sich Daryn (17 Jahre) und Melvyn Lange (15 Jahre) ganz dem Boulesport verschrieben. Sie sind durch ein Projekt an ihrer Schule, das Gerd Schulz anbot, an die Sportart gekommen. Boule ist die einzige Sportart für die Brüder, die sie ernsthaft betreiben. Für alle drei ist das Jugend-Länder-Masters, an dem die besten Spieler aller Bundesländer teilnehmen, ein großes Ziel für die bevorstehende Saison.

Dass man in jungen Jahren bei einem Bouleturnier auch mit den Erwachsenen mithalten kann, zeigte Quentin Nitsch in Einfeld. Mit seinem Vater Burkhard und Trainer Schulz (alle IPC) belegte er im Finale des A-Turniers den zweiten Platz hinter dem ehemaligen Bundesligateam vom HRC aus Hamburg (Felix Irurozqui, David Gietkowski, Tarek Iben Lahouel). Gemeinsam auf den dritten Platz kamen die Neumünsteraner Volker Schneider, Klaus Hoffmann (beide FC Torpedo „Rote Sau“) und Lasse Brosowski (Lübecker BC) sowie die Mannschaft vom Lübecker BC mit Reinhard Schwertfeger, Ralf Wegner und Martin Seibold. Die Endspiele fanden unter Flutlicht statt, da sich das Turnier bis 21.30 Uhr hinzog. „Es war rundum ein gelungenes Turnier, bei dem alle Mannschaften nach der Winterpause auf den vom Untergrund unterschiedlichen Bouleplätzen einiges ausprobieren konnten“, zog Heiko Flader als Mitorganisator ein positives Fazit.

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