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Ehemalige Sportler treffen sich : PSV: Wasserball-„Familie“ feiert Wiedersehen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der frühere Trainer Manfred Bruhn freut sich über den Besuch von 56 einstigen Schützlingen.

shz.de von
erstellt am 31.Okt.2013 | 13:00 Uhr

Anlässlich des 40jährigen Vereinsjubiläums des „alten“ PSV Neumünster – der Polizei-SV wurde 1973 gegründet und verschmolz 1996 mit dem FC Union zum Polizei-SV Union – trafen sich die Mitglieder der früheren Wasserballsparte zum Wiedersehen. 56 „Ehemalige“ folgten der Einladung ihres damaligen Coaches Manfred Bruhn. „Es ist immer noch wie früher: Bruhn pfeift, alle kommen“, erklärte Bernd Hanewacker das zahlreiche Erscheinen.

Die meisten leben heute noch in Neumünster. Einige, unter ihnen auch die Paralympics-Siegerin Kirsten Bruhn, waren von weither angereist. Marc Steiner aus Belgien verband das Event mit einem Heimaturlaub mit seiner ganzen Familie. Und man hatte sich viel zu erzählen, konnte man doch auf eine glorreiche Vergangenheit zurückblicken. Ende der 1980er- und Anfang der 90er-Jahre dominierten die PSV-Wasserballer ihren Sport in Schleswig-Holstein. Die Männer spielten in der Regionalliga, die Frauen stellten die komplette Landesauswahl und qualifizierten sich sogar für ein Endrundenturnier um die deutsche Meisterschaft. Mithilfe von Fotos, Dias, Filmen und Video-Clips wurden bis in die späte Nacht hinein die Erinnerungen an diese alten Zeiten wieder ins Leben gerufen. Aber nicht nur die sportlichen Erfolge waren Thema der Gespräche. „Es herrschte ein großer Zusammenhalt in unserer Abteilung, wir waren wie eine große Familie. Und Manfred Bruhn war unser Vater“, beschrieb Michael Hamann das damalige Klima.

Vor dem Beisammensein hatte „Vater“ Bruhn nach dem Motto „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“ seine Schützlinge zu einem Wasserballturnier ins Bad am Stadtwald eingeladen. In gemischten Teams wurde eine Stunde lang gekrault und geworfen. Und die Oldies zeigten alles: trickreiche Kombinationen, spritzige Alleingänge, engagierte Zweikämpfe und Tore wie am Fließband. Letztlich war das Spiel tatsächlich ein nostalgisches Ereignis, denn Wasserball gibt es beim PSV schon lange nicht mehr. „Wir mussten 1998 den Spiel- und Trainingsbetrieb einstellen, da uns von den Stadtwerken nur noch Trainingszeiten nach 21 Uhr zugestanden worden waren. Das konnten wir unseren meist jugendlichen Spielern nicht zumuten“, erklärte Manfred Bruhn das jähe Ende seiner Sportart in Neumünster.

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