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Fussball-SH-Liga : PSV siegt trotz mauer Leistung klar

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die „Ordnungshüter“ aus Neumünster schlagen das Schlusslicht Heikendorfer SV mit 3:0 und klettern auf den dritten Rang.

Viel mehr als die drei Punkte, die der Polizei-SV Union in der Fußball-SH-Liga durch den 3:0-Heimsieg gegen das Schlusslicht vom Heikendorfer SV einfuhr, konnte PSV-Trainer Patrick Nöhren dem Spiel nicht abgewinnen. „Außer Felix Schulz, Yahya Sucu und Christoph Pfützenreuter hat niemand Normalform erreicht“, sah er ein PSV-Team, das zu selten über bloße Pflichterfüllung hinauszugehen bereit war.

Die längst sicher abgestiegenen Gäste erwischten den besseren Start in die Partie. Mit dem ersten Angriff entsendete Eric Everding einen ersten Warnschuss in Richtung des von Dennis Spantig gehüteten PSV-Tores, doch der Versuch war deutlich zu hoch angesetzt (1.). Der schläfrige Start seines Teams sorgte für hörbare Unruhe bei Nöhren, der vor allem die lasche Zweikampfführung und die mangelnde Laufbereitschaft im Spiel ohne Ball bemängelte. Auch dass seine Schützlinge bei einer Ecke von Thomas Borreck Gästestürmer Samet Aydemir völlig aus den Augen verloren, kann dem Trainer nicht gefallen haben – doch der Mittelstürmer setzte seinen Kopfball neben das Tor (10.). Fortan wirkten die Hausherren ein wenig wacher, immerhin setzten sie sich nun für einige Minuten tief in der gegnerischen Hälfte fest und gingen prompt in Führung: Christian Scheinpflug kombinierte sich mit einem Doppelpass mit Patrick Fürst auf der linken Seite durch, seine Hereingabe wehrte Heikendorfs Torwart David Krause zu Issam Khemiri ab, der im ersten Versuch noch am stark parierenden Schlussmann scheiterte, aber den Nachschuss zum 1:0 ins Tor bugsierte (14.). Mitte der ersten Hälfte zappelte die Kugel zwei Mal im Neumünsteraner Netz, doch beide Treffer von Semih Aydemir, der jeweils nach Borreck-Freistößen zuletzt am Ball war, fanden wegen Abseitsstellungen zu Recht keine Anerkennung (23./25.). Die Hausherren bekamen das Spiel in der Folgezeit etwas besser in den Griff, setzten den Tabellenletzten häufiger unter Druck und schafften noch vor der Pause das 2:0, als André Bock eine der zahlreichen gut geschlagenen Ecken Pfützenreuters unbedrängt in die Maschen köpfte (38.).

Die zweite Hälfte bot dann nur noch wenig Erhellendes. Heikendorf fehlten der Glaube und die Effektivität, um dem Spiel noch eine Wende geben zu können, dem PSV fehlte der unbedingte Wille, das Ergebnis deutlicher ausfallen zu lassen. Das gelang zwar, weil Fürst ein gutes Anspiel Burhan Gülbays zum 3:0 verwertete (61.), doch mehr Tore fielen nicht – auch weil Keeper Krause gegen Fürst (63.) und Schulz (72.) gut parierte sowie der eingewechselte André Eggers das nahezu verwaiste Tor nicht traf (87.).

„Wir haben uns heute wirklich nicht mit Ruhm bekleckert“, meinte Nöhren. Immerhin hatte der Coach eine Erklärung für den blutleeren Auftritt seines Teams parat: „Der Fußballer an sich macht halt nicht mehr, als er muss.“

PSV – Heikendorf 3:0 (2:0)

Polizei-SV Union Neumünster: Spantig - P. Schenzer, F. Schulz, Sucu, Bock - Gülbay (77. Eggers), Pfützenreuter - Khemiri, Ruzic, Scheinpflug (64. Tinney) - Fürst.
Heikendorfer SV: Krause - Rex, Azemi, Se. Aydemir, Hörhold - von Levern, J. Wieland - Borreck, Everding (67. Celik), Philipowski - Sa. Aydemir.

Beste Spieler: F. Schulz - J. Wieland. – SR: A. Hahn (Kellenhusen). – Zuschauer: 104 zahlende. – Tore: 1:0 Khemiri (14.), 2:0 Bock (38.), 3:0 Fürst (61.). – Nächster PSV-Gegner: SV Todesfelde (H/Sonnabend, 15 Uhr).

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