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Fussball : PSV in der Halle eine Klasse für sich

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Neumünsters SH-Ligist feiert in Boostedt mit einem 2:1-Finalerfolg über Reher/Puls seinen dritten Turniersieg in diesem Winter. Olympia wird Dritter.

Elf Spiele hatte er absolviert, dann stand der Gewinner des Tackmann-Cups in Boostedt fest: Polizei-SV Union Neumünster. Für den SH-Ligisten war es bereits der dritte Turniersieg in diesem Winter, hatten die „Polizisten“ doch auch in Großenaspe und der Holstenhalle Platz 1 belegt. Im gestrigen Finale bezwangen die Schützlinge von Trainer Patrick Nöhren den FC Reher/Puls und stockten ihre Mannschaftskasse um 400 Euro auf. Dem unterlegenen Süd-West-Verbandsligisten blieben 300 Euro.

„Wir freuen uns natürlich über den nächsten Sieg“, strahlte PSV-Coach Patrick Nöhren, der seinem Team besonders im Hauptrundenspiel gegen den Ruthenberger SV (7:0) „richtig guten Fußball“ attestierte und am Ende ein „intensives Finalduell mit einem verdienten Sieg für uns“ sah. Auch verriet Nöhren das Erfolgsgeheimnis seiner Equipe: „Wir sind beim Drumherum mit Spaß und auf dem Parkett mit dem nötigen Ernst bei der Sache.“

Bitter verlief das Event an der Twiete für den TSV Klausdorf. Der Spitzenreiter der Verbandsliga Nord-Ost gewann nicht nur alle sechs Vorrunden-, sondern auch noch alle drei Hauptrundenpartien. Unter anderem gab es einen 1:0-Erfolg über den Polizei-SV Union. Als es jedoch an die Fleischtöpfe ging, versagten dem Team von der Schwentine die Nerven. Klausdorf verriss erst das Halbfinale (2:3 gegen den FC Reher/Puls) und anschließend auch noch das Neunmeterschießen um Platz 3 (0:3 gegen den mit 200 Euro entlohnten MTSV Olympia). Und so fuhr der SH-Liga-Aufstiegsaspirant mit „nur“ 100 Euro nach Hause. Der ebenfalls mit 100 Euro dotierte Fairplay-Preis in Boostedt ging an den A-Klassisten TS Einfeld IV, der kurzfristig für seine personell total ausgeblutete „Erste“ eingesprungen war. Apropos eingesprungen: Auf die kurzfristige Absage des TSV Bordesholm reagierte die Turnierleitung prompt. Die betroffene Vorrundengruppe 3 wurde durch einen Mix aus Bordesholm (drei Akteure) und Olympia (sechs Spieler) komplettiert. Torschützenkönige in Boostedt wurden Gadelands Idris Alioua mit 14 Treffern (gesamt) und Timo Albers vom FC Reher/Puls (fünf Treffer in der Haupt- und K.o.-Runde). Zum besten Torwart wurde Klausdorfs Tobias Paulat gewählt.

Zunächst ging es in der Sigfried-Steffensen-Halle darum, in vier Siebenergruppen die zwölf Teams zu ermitteln, die in die Hauptrunde einziehen. Dort kam es zu der Konstellation, dass gleich drei Mal ein Staffelvierter ausschied, der mit dem Dritten punktgleich war. Und so blieben nacheinander die Kreisligisten VfR II, SV Wasbek und SV Tungendorf jeweils nur auf Grund des schlechteren Torverhältnisses draußen. Lediglich in Gruppe 3 wurde es etwas klarer, dort wies die drittplatzierte SG Padenstedt zwei Zähler mehr auf als ihr dahinter postierter Kreisligarivale Gut Heil. Den knapp ausgeschiedenen Teams blieb der Trost, nicht chancenlos in die Hauptrunde gehen zu müssen. Denn die Vorrundenergebnisse gegen die ebenfalls weitergekommenen Teams wurden mitgenommen. Und so hatten die Kreisligisten Türkspor, Padenstedt und Großenasper SV das nicht zu beseitigende Damoklesschwert in Form zweier Vorrundenniederlagen in der Hauptrunde über sich schweben. Immerhin gelangen der SGP und Türkspor dort zwei Siege, zum Erreichen des Halbfinals reichten die freilich nicht. Zudem nahm Padenstedt mit Chris Hildebrandt (Verdacht auf Kreuzbandriss) und Markus Steggewentze (blutige Nase) zwei Verletzte mit nach Hause.

An zwei Turniertagen pilgerten rund 700 Zuschauer in die Boostedter Halle, wo stolze 391 Tore fielen (ohne Neunmeterschießen) und zwei Rote Karten gegen Florian von Hülse (SV Boostedt II) und Nico Macher (TSV Gadeland II) gezückt wurden. 20 Zeitstrafen in 105 Spielen waren ebenfalls ein zu akzeptierender Wert. Im kommenden Jahr wird sich der Tackmann-Cup möglicherweise über drei Tage erstrecken. Dann hofft der SV Boostedt als Veranstalter auch darauf, einen neuen Boden und neue Türen nutzen zu können. Schließlich stehen an der Twiete Renovierungsmaßnahmen bevor. Vielleicht ist 2015 auch wieder die Belüftungsanlage in Ordnung. Diese versagte diesmal ihren Dienst, was gestern zu reichlich dicker Luft vor den Toren Neumünsters sorgte.

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erstellt am 06.Jan.2014 | 10:00 Uhr

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