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Fussball-SH-Liga : „Polizisten“ verpassen den Sprung auf Tabellenplatz 2

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Im Spitzenspiel zwischen den Neumünsteranern und Holstein Kiel II heißt es 1:1. Schiedsrichter Göttsch sorgt für Unmut beim PSV.

Der Polizei-SV Union bleibt ein Kandidat für den Vizemeistertitel. Neumünsters Fußball-SH-Ligist hat allerdings in der gestrigen Nachholpartie gegen den bisherigen Tabellendritten Holstein Kiel II einen wichtigen Stich verpasst. Nach einer 1:0-Pausenführung reichte es für die „Ordnungshüter“ nur zu einem 1:1. Während sich die Gäste am Preetzer TSV auf Platz 2 vorarbeiteten, bleibt der PSV mit einem Punkt Rückstand auf die beiden direkt vor ihm stehenden Teams Tabellenvierter.

Bereits nach fünf Minuten erlebten die Besucher des Topspiels den ersten Aufreger: Als PSV-Angreifer Patrick Fürst im Begriff war, alleine aufs Gästetor zuzulaufen, wurde er vom Kieler Kjell Gonda umgerempelt. Doch Referee Malte Göttsch entschied auf Weiterspielen – dies hätte er aus Sicht der Hausherren lieber sechs Minuten später machen sollen. Denn in einer weiteren strittigen Szene luchste Fürst Holsteins Omar Shindy die Kugel ab und wollte gerade per Sololauf aufs Gästegehäuse zusteuern, als Göttsch ihn zurückpfiff – Freistoß für die „Störche“. Fürst verstand die Welt nicht mehr.

Inmitten dieser Aktionen lag eine druckvolle Anfangsphase der Kieler, die es durch Rezan Acer (6./Dennis Spantig parierte im Nachfassen) und Timo Nath (9./Faustabwehr Spantig) zwei Mal aus spitzem Winkel versuchten. Nach knapp einer Viertelstunde hatte sich der PSV akklimatisiert, ohne zunächst einen Hochkaräter zu verbuchen. Dies änderte sich in Minute 32: Felix Schulz eroberte den Ball und bediente Christoph Pfützenreuter, der wiederum frei vor Torwart Yannik Wuttke auf Fürst querlegte – 1:0. Holstein II verzeichnete in der Folge zwar wieder mehr Ballbesitz, konnte sich aber in der ruppiger werdenden Partie bis zur Pause nicht mehr in Szene setzen.

Nach dem Wiederbeginn ereignete sich zunächst kaum etwas Spektakuläres. Und so bedurfte es des glücklichen Händchens von Gästecoach Christian Riecks. Er wechselte in der 62. Minute Darryl Geurts ein, und nur 180 Sekunden später bedankte sich der von Tom Warncke auf die Reise geschickte Kieler Joker mit dem 1:1. Beim Flachschuss von Geurts hatte Spantig keine Chance. Dass der PSV auf Abseits reklamierte, dabei aber kein Gehör fand, passte zur „Beziehung“ zwischen ihm und dem Unparteiischen Göttsch, der den Grün-Weißen nicht gerade wohlgesonnen war. Angesichts der Spielanteile war der Ausgleich freilich verdient.

Die „Polizisten“ brauchten nach ihrem Erfolgserlebnis eine halbe Ewigkeit, um erstmals wieder auf ein Tor hoffen zu dürfen: Issam Khemiri scheiterte aber an Wuttke (71.). In der Schlussphase spielten beide Teams auf Sieg, dabei war der Gast deutlich zwingender. In der dritten Minute der Nachspielzeit hielt Spantig einen Freistoß von René Guder nicht fest, doch Gonda zielte aus wenigen Metern ans Außennetz des PSV. Die auf der Tribüne bereits jubelnden Gästeanhänger verstummten. Im Gegenzug sorgte Referee Göttsch noch einmal für Unmut bei Grün-Weiß, als er nach einem Duell zwischen Fürst und Nath keinen Elfmeter für die Platzherren verhängte.

PSV – Holstein Kiel II 1:1 (1:0)

Polizei-SV Union Neumünster: Spantig - Siedschlag (54. P. Schenzer), F. Schulz, Sucu, Bock - Hasler (74. Tinney), Gülbay - Khemiri (73. Ruzic), Pfützenreuter, Zmijak - Fürst.

Holstein Kiel II: Wuttke - Okada, Gonda, Shindy, Bräunling - Nath, Acer (74. Schubert) - Gürntke (62. Geurts), Warncke, Gutzeit (68. Borchardt) - Guder.

Beste Spieler: F. Schulz, Pfützenreuter, Fürst - Nath, Acer, Guder. – SR: M. Göttsch (Hartenholm). – Zuschauer: 186 zahlende. – Tore: 1:0 Fürst (32.), 1:1 Geurts (65.). – Nächster PSV-Gegner: Heikendorfer SV (H/Sonnabend, 15 Uhr).

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