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Handball : Pöbelnde Gaffer bei Gut Heil

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Beim Jugendhandball am Lensterstrand sorgt ein Rettungseinsatz für unglaubliche Szenen.

Das war mal wieder großer Sport der Kinder. Beim 28. Handball-Pfingstjugendturnier des SC Gut Heil der Altersklassen D- und C-Jugend in der Jugendbegegnungsstätte des Kreissportverbandes Neumünster am Lensterstrand fielen in 190 Spielen Tore satt. Darüber hinaus zeigte sich GHN sogar bei einem Notfall bestens gerüstet.

Während eines Spiels der weiblichen Jugend D hatte sich Fabienne Campana (HSG Ostsee N/G) am Rücken verletzt. Weil zunächst von einer schweren Verletzung auszugehen war, wurde ein Arzt angefordert. Dieser landete per Helikopter der Luftrettung auf dem nahen Parkplatz. Das zog Gaffer an. „Uns wurde vom Piloten und der ebenfalls vor Ort erschienenen Polizei ein großes Lob ausgestellt, weil wir ohne große Absprache alle nötigen Maßnahmen getroffen haben“, sagte Dana Westphal aus dem GHN-Organisationsteam. Sie stellte allerdings fest, dass sich fremde Kurgäste am Unglück ergötzen wollten und Helfer bepöbelten. „Das war unglaublich“, sagte Westphal. Unterdessen kam Campana mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus. Während der Finalspiele konnte Entwarnung gegeben werden. Die Akteurin sei nicht an der Wirbelsäule verletzt, sondern habe sich eine schmerzhafte Stauchung des Rückens zugezogen, hieß es.

Sportlich zeigten die Holsteiner Teams ihren Gästen aus sieben Bundesländern die berühmte Harke. Alle Titel blieben im Land. Die WJD-Mädchen von Gut Heils Trainerin Katja Meyer schafften den Sprung aufs Treppchen. Im Spiel um Platz 3 siegte das Team mit 11:5 gegen Lübeck 1876. Im Halbfinale gab es zuvor ein 7:13 gegen den späteren Sieger HSG Störtal Hummeln. Ihre Vereinskameraden von der MJD landeten auf Platz 10, die MJC wurde Achter, die WJC Neunter.

Zu den Highlights zählten neben den vielen strahlenden Gesichtern die guten Leistungen der Schiedsrichter. Diese wurden von den Gästen im Durchschnitt mit der Schulnote „2“ bewertet. Die Feuertaufe bestand indes das Maskottchen „Lensti“ glänzend. Linda Kühl (Torhüterin beim Drittligisten HSG Jörl) schlüpfte in den blauen Einteiler, hüpfte, turnte, sprang und lief während der Veranstaltung über den Platz. Außerdem sorgte sie bei der abendlichen Disko für gute Laune. Bei der Siegerehrung zeigten sich übrigens die Schiedsrichter in bester Stimmung und trugen eine Hymne zum Lenste-Cup gemeinsam vor. „Das hat uns berührt, wir fühlten uns damit sehr geehrt“, sagte Westphal.

Endstand 28. Lenste-Cup:

Männliche Jugend C: 1. HSG Kremperheide/Münsterdorf, 2. HSG Horst/Kiebitzreihe, 3. TuS Brake, 4. THW Kiel. – Männliche Jugend D: 1. HG Norderstedt, 2. MTV Lübeck, 3. HSG Ostsee N/G, 4. Mettmann Sport. – Weibliche Jugend C: 1. Lübeck 1876, 2. Mettmann Sport, 3. KA Oberhavel, 4. HC TuRa Bergkamen. – Weibliche Jugend D: 1. HSG Störtal Hummeln, 2. HSG Kremperheide/Münsterdorf, 3. SC Gut Heil Neumünster, 4. Lübeck 1876.


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