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FUSSBALL-KREISLIGA NEUMÜNSTER : Platz 1: Torpedo geradezu sensationell

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die „Taubenträger“ grüßen nach einem 5:0 gegen Nortorf II von der Spitze. Husberg und VfR II entzaubern Tungendorf und Boostedt.

So schnell kann ein punktgleiches Spitzenquartett gesprengt werden: Von den ersten vier Teams der Fußball-Kreisliga gewann nur eins. Und das war mit dem FC Torpedo auch noch die Mannschaft, die im Titelrennen gar keiner auf dem Zettel hatte und die sich nun sensationell auf dem Platz an der Sonne aalt. Reichte es für den Tabellenzweiten SG Padenstedt wenigstens noch zu einem Remis (1:1 bei Türkspor), gingen der bisherige Spitzenreiter SV Tungendorf (1:2 gegen den SV Bönebüttel-Husberg) und auch der Tabellenvierte SV Boostedt (0:4 gegen den VfR II) sogar komplett leer aus.

FC Torpedo – TuS Nortorf II 5:0 (2:0)

FC Torpedo 76: Hagen - Harder, Fund, Juckel, Hein, Gülbay, Eggers, Uzun (63. Matthis), Berisha (63. Knoche), Willers (73. Schümann), Gläske.

TuS Nortorf II: Spilker - Bobsien, Grimm, Sielken, L. Redmann, Kurczinski, Steen, Schwartz, Nitsch, Hülsen, Thielbörger.

SR: Gastrock (Gut Heil). – Zuschauer: 30. – Tore: 1:0 Gläske (20.), 2:0 Eggers (36.), 3:0 Willers (56.), 4:0 Gülbay (67.), 5:0 Gläske (72.).

Zunächst plätscherte die Partie im Städtischen Stadion so dahin, ehe Torpedo spätestens mit dem 1:0 durch Kapitän Yannik Gläske (20.) besser ins Spiel kam und sich einer wehrlosen und unsicheren Nortorfer Reserve gegenübersah. „Ab Mitte der zweiten Halbzeit war Nortorf II platt, hat sich nur noch hinten reingestellt und nach der Pause nur einmal auf unser Tor geschossen“, berichtete Torpedos Co-Trainer Frank Hein, der insgesamt von „keinem besonders ansehnlichen Spiel“ sprach. Für ihn sei die Tabellenführung, die die Hausherren dank der Patzer von Tungendorf und Padenstedt übernahmen, ein verdienter Lohn für die gute Arbeit aller Beteiligten bei den „Taubenträgern“.

SC Gut Heil – Ruthenberg 4:2 (1:1)

SC Gut Heil: Reimer - Szyszkowski, Matthes, A. Xhemajli, Rüschmann, G. Xhemajli (83. Strietzel), S. Bara, Hansen (46. Henning), Beha, Hyseni, Babiak.

Ruthenberger SV: Kowalczyk - Eitner, Beisel, Maatoug, Schramm, Fischer, Brunst, Rall, Sienknecht, Maier, Acar (46. Akischkin).

SR: Sander (Padenstedt). – Zuschauer: 50. – Tore: 1:0 Hyseni (34.), 1:1 Sienknecht (45.), 2:1 Hyseni (46.), 2:2 Sienknecht (53.), 3:2 Hyseni (65.), 4:2 Hyseni (85., Foulelfmeter). – Gelb-Rote Karten: Schramm (75., wdh. Foulspiel), Maatoug (beide Ruthenberg/85., Foulspiel/Unsportlichkeit).

One-Man-Show an der Schillerstraße: Gut Heils Stürmer Kushtrim Hyseni führte seine „Rothosen“ mit vier Toren praktisch im Alleingang zum gerade einmal zweiten Sieg der laufenden Spielzeit. „Ruthenberg war spielerisch etwas stärker, aber wir haben mit einer tollen und geschlossenen Mannschaftsleistung dagegengehalten“, lobte GHN-Obmann Dennis Keyser das gesamte Team. Während er den ersten Durchgang als ausgeglichen bezeichnete, sah er seine „Ex-Eisenbahner“ nach dem Seitenwechsel grundsätzlich im Vorteil. Jedoch gestand Keyser ein: „Beim Stand von 3:2 war Ruthenberg zwischendurch nah am Ausgleich und hätte auch einen Foulelfmeter bekommen müssen.“ Den Sieg bezeichnete er dennoch als „verdient, wenn auch um ein Tor zu hoch ausgefallen“.


SV Wasbek – SV Bokhorst 1:2 (1:0)

SV Wasbek: Voigt - Gill, P. Rüdiger, von der Mehden (46. Sopjani), Slotosz, Lenz, Link, Braker (58. Schmuck), Lehnert (70. Woldt), Packhäuser, Wollny.

SV Bokhorst: Schnoor - Gressmann, Stange, Blöcker (84. Wittwer), Danker, Reese, Schliebitz, Quatfasel, Ingwersen (72. Thiesfeld), Möbius, Arndt.

SR: Schubring (Bad Segeberg). – Zuschauer: 55. – Tore: 1:0 Lehnert (30.), 1:1 Reese (52.), 1:2 Thiesfeld (90./+2).

Schlusslicht Wasbek schrammte nur haarscharf an seinem zweiten Punktgewinn vorbei. „Das späte 1:2 war sehr ärgerlich und unnötig“, zeigte sich Wasbeks spielender Ligaobmann Pasqual Rüdiger verdrossen. Denn in beiden Durchgängen sah er die klareren Chancen bei seinem Team, das „über das ganze Spiel eine kämpferisch starke Leistung bot“ (O-Ton). Doch in vielen Eins-gegen-eins-Situationen mit Gästekeeper Christian Schnoor scheiterten die Schwarz-Weißen an ihrem Unvermögen. In der Nachspielzeit fasste sich dann der eingewechselte Johannes Thiesfeld aus 22 Metern ein Herz und sicherte dem SV Bokhorst alle drei Zähler.

Gadeland II – Aukrug 6:2 (5:1)

TSV Gadeland II: Müller - Teegen (60. L. Lembke), Schlüter, A. Törper, Knust (75. C. Lemke), Slotosz, Hamann (46. Scholz), Kullick, Lenz, Schulz, Zibell.

TSV Aukrug: Hübner - Erfurt, Muhlack (60. S. Althaus), Michalke, Tietz, Müller, H. Althaus, C. Jacobs, Bringmann, Braun, Rickert.

SR: Tural (Einfeld). – Zuschauer: 60. – Tore: 1:0 Lenz (5.), 1:1 Erfurt (15.), 2:1 Zibell (17.), 3:1 Zibell (25.), 4:1 Zibell (26.), 5:1 Zibell (43.), 6:1 Schulz (48.), 6:2 S. Althaus (88.).

Nachdem es für Gadeland II mit dem schnellen 1:0 (5.) gut losgegangen war, stellte die „Kleeblatt“-Reserve kurzerhand das Fußballspielen ein und kassierte den Ausgleich (15.). „Danach waren wir aber hellwach und haben schließlich auch in der Höhe verdient gewonnen“, freute sich Gadeland II-Coach Björn Sehm, der in den ersten 45 Minuten sah, wie seine zahlreichen schnellen Akteure Aukrug immer wieder vor große Probleme stellten. Nach dem Seitenwechsel beschränkte sich seine Elf dann nur noch darauf, den komfortablen Vorsprung zu verwalten.

Boostedt – VfR II 0:4 (0:3)

SV Boostedt: Gaycken - Apler, Krämer, Lienhöft, Schröder, Plath, Schramm (20. Eckhardt), Kruse, D. Fanasch, Bohnhoff, T. Fanasch.

VfR Neumünster II: Amoako - Beckmann, Sebastian Fuhrmann, Visan (63. Dumitrica), Okyne (33. Gülbay), Akcicek, Simon Fuhrmann, Yilmaz, Yimele (82. Prühs), Streubier, Ju.

SR: Kupka (Bokhorst). – Zuschauer: 60. – Tore: 0:1 Yilmaz (13.), 0:2 Simon Fuhrmann (20.), 0:3 Yilmaz (34.), 0:4 Dumitrica (90./+3).

Beide Mannschaften begannen mit viel Tempo. Die erste große Torchance besaßen die Boostedter durch Pascal Plath (5.), ehe die Gäste das Kommando übernahmen. Durch drei Treffer vor dem Seitenwechsel sorgte der VfR dabei frühzeitig für klare Verhältnisse. „Wir waren ein ums andere Mal unsortiert“, bemängelte Boostedts Pressesprecher Lars Kröger den Auftritt seiner Defensive. Die Heimelf zeigte sich in der zweiten Halbzeit zwar bemüht, doch letztlich plätscherte das Spiel vor sich hin, sodass die Gäste zu einem mühelosen Auswärtssieg kamen. Kröger bilanzierte: „Das war eine starke Leistung der VfR-Reserve.“


Türkspor – Padenstedt 1:1 (1:0)

Neumünster Türkspor: Ceylan - Ensar Simsek, Korkmaz, G. Aktas, Erkam Simsek, F. Kuscu, Keser, Özdemir (71. Sari), Akyel, K. Aktas (58. Yagmur), Aydin.

SG Padenstedt: Stichert - Scheider (70. Voels), Burow, Steggewentze, Hartwich, Rückert, C. Wilk, Stöckhardt, Ma. Klein, Barck, Breiholz (46. A. Wilk).

SR: Ehlers (Boostedt). – Zuschauer: 40. – Tore: 1:0 F. Kuscu (16.), 1:1 Rückert (50., FE). – Gelb-Rote Karten: Erkam Simsek (80., wdh. Foulspiel)- C. Wilk (65., Handspiel).

Trotz des Punktgewinns gegen den Tabellenzweiten war Türkspor-Coach Cetin Bay nach dem Schlusspfiff nicht zufrieden: „Denn wir waren das ganze Spiel überlegen und hatten Torchancen für mehrere Partien.“ In der Tat verschliefen die Padenstedter die erste Halbzeit und lagen durch ein Tor von Fatih Kuscu auch zurück (16.). Die Führung hatte in der zweiten Halbzeit jedoch nicht lange Bestand, denn Danny Rückert verwandelte einen Foulelfmeter zum frühzeitigen 1:1-Endstand (50.). Insgesamt zeigten sich die Gäste im zweiten Durchgang verbessert, sodass SGP Betreuer Hans-Georg Eckert von einem „gerechten Unentschieden“ sprach. Kleiner Trost für Türkspors Bay: Seine Schützlinge bleiben weiterhin zu Hause ungeschlagen.

Tungendorf – Husberg 1:2 (0:0)

SV Tungendorf: Waldeck - Karagül, Schlotfeldt, Voss, A. Stölting, C. Stölting (69. Sarau), Nupnau, Beck, Möller, J.-J. Künstler, Czekay.

SV Bönebüttel-Husberg: Cakar - Wöbcke, Heinrich, Jeske, Marquardt (89. Dena), Dittmer (84. Siedler), Stoffers, Velovic, Fürst, von Ahrentschildt, Tas (73. Golland).

SR: Sternberg (Wasbek). – Zuschauer: 80. – Tore: 0:1 Tas (59.), 1:1 J.-J. Künstler (72.), 1:2 von Ahrentschildt (88.). – Gelb-Rote Karte: Jeske (Husberg/71., wdh. Foulspiel).

Die Tungendorfer waren zwar über 90 Minuten die spielbestimmende Mannschaft, konnten ihre Überlegenheit jedoch nicht in Tore ummünzen. „Wir haben mit zu vielen langen Bällen agiert. Das spielte Husberg natürlich in die Karten“, ärgerte sich SVT-Coach Torsten Sötje. Die Gäste lauerten derweil aus einer sicheren Defensive heraus auf Konter und kamen durch einen verwandelten Freistoß von Jan-Mathis von Ahrentschildt kurz vor dem Ende zum 2:1-Siegtreffer (88.). „Wir waren einfach nicht clever genug“, bilanzierte ein enttäuschter Sötje. Sein Gegenüber Andreas Evers hatte dagegen viele lobende Worte für seine Spieler über: „Alle haben herausragend und vor allem sehr diszipliniert agiert.“

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erstellt am 01.Okt.2013 | 08:00 Uhr

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