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Handball-Landesligen Mitte : Personalnot bei SGBB immer größer

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

A-Jugendliche müssen bei Bordesholms Frauen aushelfen. Wifts Männer-Reserve bezwingt den Dritten Wellingdorf.

Während die Männer der SG Bordesholm/Brügge ihren Negativtrend in der Handball-Landesliga mit einem 35:27 über den Kieler MTV stoppten, geht die Talfahrt der personell gebeutelten SGBB-Frauen weiter. Gegen die zuvor nur einen Punkt besser dastehende „Zweite“ des THW Kiel kassierten die Bordesholmerinnen eine deutliche 17:26-Heimniederlage. Ausnahmslos positive Schlagzeilen schrieb einmal mehr das Lager der SG Wift. Die Frauen lösten die Pflichtaufgabe beim Suchsdorfer SV (27:21), die zwischenzeitlich bereits abgeschriebene Männer-Reserve stellte durch ein 25:22 über den Tabellendritten Wellingdorfer TV den Anschluss ans Tabellenmittelfeld her. Wift II hat aus den vergangenen fünf Partien stolze 9:1 Punkte geholt.

Landesliga Männer
SG Bordesholm/Brügge – Kieler MTV 35:27 (18:13). Nach zuletzt drei Niederlagen am Stück konnte die SGBB wieder eine Partie für sich entscheiden. „Die Begegnung war enorm wichtig für uns. Wir haben endlich mal wieder 60 Minuten konzentriert und mit der richtigen Einstellung durchgespielt. Das war zuletzt nicht immer der Fall“, erklärte SGBB-Sprecher Hendrik Roßmann das Erfolgsrezept. Von Beginn an zeigte sich das Heimteam überlegen, spielte aggressiv in der Deckung und mit nur wenigen Fehlern im Angriff. Dementsprechend setzten sich die Hausherren im Verlauf der erste Hälfte mehr und mehr ab (11:7/20.). Lediglich zu Beginn des zweiten Durchgangs gönnten sich die Bordesholmer eine kleine Schwächephase. Näher als drei Treffer Differenz kamen die Kieler jedoch nicht mehr heran (23:20/41.). Die starke Abwehrleistung der SGBB inklusive einem überzeugenden Torwart Jan Sternberg ermöglichte viele Tempogegenstöße, von denen vor allem die Außenspieler profitierten. Spätestens beim 31:23-Zwischenstand war die Partie entschieden (53.).

SG Bordesholm/Brügge: Kühtz, Sternberg - Trede, Purrucker (1 Tor), Soboll (6), Roßmann (1), Böge (1), Komischke (8), Mertineit (5), Ruf (3), Riefel, Stange (3), Horstmeyer (3), Khotsakit (4).

Nächster Gegner: TSV Kronshagen II (A/Sonnabend, 17.30 Uhr).

SG Wittorf/FTN II – Wellingdorfer TV 25:22 (12:11). Auch der Tabellendritte aus dem Kieler Stadtteil Wellingdorf konnte den Lauf der SG-Reserve nicht stoppen. Grundlage für den nächsten Erfolg der Wittorfer war erneut eine starke Abwehr- und Torhüterleistung. Die offensive 5:1-Abwehr des Heimteams gestattete den Gästen lediglich 17 Treffer aus dem Feld und fünf Siebenmetertore. Da sich aber auch die Wellingdorfer auf eine gute Abwehrreihe verlassen konnten, entwickelte sich logischerweise eine eher torarme Partie. Vor allem dem Wift II-Rückraum gelangen kaum erfolgreiche Aktionen. Der Start in die Partie glückte trotzdem (6:3/13.), ehe die Gäste sich heranarbeiteten und zur Halbzeit wieder in Schlagdistanz lagen. Nach dem Seitenwechsel gelang es lange Zeit keinem Team, sich nennenswert abzusetzen. Der Ausgang der Partie war völlig offen. Ein 3:0-Lauf der SG vom 20:20-Zwischenstand auf 23:20 (54.) sorgte letztlich für die Entscheidung. „Viele von uns haben nicht zur Normalform gefunden. In der Hinrunde hätten wir dieses Spiel noch verloren“, meinte Wift II-Coach Ingo Schmich, der mit seiner Mannschaft nun bereits seit fünf Partien ungeschlagen ist und spätestens jetzt den voraussichtlich rettenden sechsten Tabellenplatz – aus drei Landesligen werden zwei – wieder vor Augen hat. Die Aufholjagd der Wittorfer geht munter weiter.

SG Wittorf/FTN II: Mittendorfer, Wegner - Sellmer (3), Schmidtke (7), Büchler (1), Dohm (5), Massannek, Schulz-Hildebrandt (4), O. Pohl, Wilken (4), Petersen, D. Pohl (1), Bühring.

Nächster Gegner: HSG Eider Harde II (H/Sonnabend, 19 Uhr).

Landesliga Frauen

SG Bordesholm/Brügge – THW Kiel II 17:26 (8:13). „Der Schock auf Grund der nächsten schweren Verletzung in unseren Reihen war meiner Mannschaft deutlich anzumerken“, berichtete SGBB-Coach Helgo Winger. Rechtsaußen Sarah Wurr hatte sich unter der Woche einen Bänderriss zugezogen, zusätzlich fiel die erkrankte Kim Schwardt aus. „Erst zwei Stunden vor dem Anpfiff wurden wir durch die kurzfristigen Zusagen der beiden A-Jugend-Spielerinnen Lea-Marie Glüsing und Kristin Lalla überhaupt sinnvoll spielfähig“, erklärte Winger weiter. Zwar konnten die Einheimischen die Partie bis zur zwölften Minute offen gestalten (4:4), mussten aber dafür auch einen deutlich höheren Aufwand betreiben als der Gegner – und das zehrte an den Kräften der Einheimischen. Bis zur Pause setzten sich die Gäste auf fünf Tore ab und nutzten den Bordesholmer Fehlstart nach dem Wiederanpfiff zur Vorentscheidung (8:17/38.). Die Gäste spielten über 60 Minuten sowohl konsequenter in der Defensive als auch effektiver im Abschluss. „Dennoch hat sich meine Mannschaft sowohl kämpferisch als auch spielerisch überhaupt nichts vorzuwerfen. Wir hoffen, uns mit den gerade genesenen Patricia Miskic und Julia Sinn bald wieder als eingespieltes Team präsentieren zu können“, gab sich Winger auch nach der dritten Niederlage beziehungsweise dem sechsten sieglosen Spiel in Folge optimistisch.

SG Bordesholm/Brügge: Pahlisch, Kern - Howe (2), Petersen (6/davon 2 Siebenmeter), Wielert (2), Lütt (3), Lalla (2), Miskic, Lau (2), Glüsing, Sinn.

Nächster Gegner: TSV Alt Duvenstedt (A/Sonnabend, 17.15 Uhr).


Suchsdorfer SV – SG Wittorf/FTN 21:27 (10:11). Wift war mit 13 Spielerinnen nominell besser aufgestellt als der Tabellenletzte, der nur acht Akteurinnen auf den Spielberichtsbogen brachte. Doch in den Reihen der klar favorisierten Gäste waren viele angeschlagen, was sich sich auf dem Feld widerspiegelte (2:2/5.). Und es kam noch ärger für die SG. „Wir hatten erneut auf beiden Außenpositionen Ladehemmung und bekamen gleichzeitig die gegnerischen Flügelflitzer nicht in den Griff“, ärgerte sich Wift-Trainer Uwe Janzen über den 4:7-Rückstand nach einer Viertelstunde. Fortan kämpften beide Mannschaften energisch um jeden Ball. Trotz diverser vor dem SSV-Tor gelöster „Fahrkarten“ drehten die Blau-Weißen das Spiel bis zur Pause (von 8:8/25. auf 11:10 aus Gästesicht/30.). „Aber diese knappe Führung war eher ein wenig glücklich und brachte uns deshalb kaum Selbstvertrauen“, bilanzierte Janzen. Die Einheimischen agierten weiterhin mit viel Kampf und Körpereinsatz und störten den Spielfluss der SG Wift. „Wir wiederum konnten die Anspiele auf die gegnerischen Außen nicht unterbinden“, erklärte Janzen die bis zum Abpfiff insgesamt zwölf Gegentore von diesen Positionen. Dennoch schaffte es sein Team, stets die knappe Führung zu behaupten (16:14/40., 20:18/55. jeweils aus Wift-Sicht). Plötzlich häuften sich die Fehler im Suchsdorfer Angriff, was die letztlich dann doch frischere SG für sich zu nutzen verstand.


SG Wittorf/FTN: Voigt, Peters - Voßbeck (5), Goniwiecha (3), Beckmann (3), Ce. Hoffmann, Bermbach (1), N. Langowski (9/8), J. Langowski (2), Meyer (1), Haberland (2), Ketelhut (1), Mundt.

Nächster Gegner: HSG Eider Harde (H/Sonnabend, 17 Uhr).

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