Leichtathletik : Olympische Jugendspiele sind Hannemanns großes Ziel

Volle Pulle: Henrik Hannemann (grünes Shirt) von der LGN musste im Kraftlabor des Olympiastützpunktes Berlin alles geben.
Volle Pulle: Henrik Hannemann (grünes Shirt) von der LGN musste im Kraftlabor des Olympiastützpunktes Berlin alles geben.

Das große Talent der LGN ist nun im deutschen C-Kader vertreten. Der Neumünsteraner hat Wettkämpfe in Aserbaidschan und China vor Augen.

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09. November 2013, 08:00 Uhr

Leistung lohnt sich. Im Sommer machte der Nachwuchs-Leichtathlet Henrik Hannemann von der LG Neumünster mit glänzenden Zeiten auf sich aufmerksam. Er lief die 110 m Hürden in 13,64 Sek. und über 200 m 21,96 Sek. Mit beiden Leistungen stellte er neue Landesrekorde für den B-Jugend-Bereich auf. Bei den U 18-Weltmeisterschaften in der Ukraine stürmte er ins Halbfinale. Nun hat ihn der Deutsche Leichtathletik-Verband in den C-Kader berufen.

Der Neumünsteraner war jetzt zum ersten Lehrgangstermin eingeladen. Zunächst ging es nach Berlin. Dort kam es im Kraftlabor des Olympiastützpunktes zu einem ersten Leistungscheck. Ermittelt wurden die Zustände der wichtigsten Muskelgruppen hinsichtlich der Schnell- und Maximalkraft. Die wissenschaftliche Auswertung der Daten bestätigten die Trainingseindrücke seines Heimtrainers Peter Malinowski. „Henrik hat in allen Bereichen noch große Reserven. Er wird sich bei entsprechendem Training weiter verbessern“, beurteilte er die guten Perspektiven seines Schützlings.

Um das Training ging es dann auch in den folgenden beiden Tagen im Bundesleistungszentrum Kienbaum südöstlich von Berlin. In Zusammenarbeit mit einem Biomechaniker wurde schwerpunktmäßig an der Hürdentechnik gefeilt. Aber auch allgemeine Aspekte des Trainings standen auf der Tagesordnung. So vermittelte Bundestrainer Jan May, der sich viel in den USA aufhält und die Amerikaner beim Training beobachtet, unter anderem neue Formen des Aufwärmens vor dem Wettkampf. „Wir haben einige interessante Sachen kennen gelernt und werden sie behutsam in unser Trainingsprogramm aufnehmen“, verriet Malinowski.

Beeindruckt waren die Neumünsteraner auch von den Möglichkeiten, die das Bundesleistungszentrum Kienbaum bietet. Die Trainingsanlagen sind – natürlich – vom Feinsten, und die Athleten können jederzeit Physiotherapeuten, Chiropraktiker sowie Sportwissenschaftler in Anspruch nehmen. „Ich fand vor allem die Kältekammern interessant, die von den Athleten nach dem Training zur schnelleren Regeneration aufgesucht werden. Darin ist es bis zu 110 Grad Celsius kalt“, beschrieb Henrik Hannemann seine besonderen Eindrücke.

Der Neumünsteraner hat für das kommende Jahr vor allem ein Ziel vor Augen: die Olympischen Jugendspiele in Nanjing (China). Nur zwei Europäer können für die 110 m Hürden gemeldet werden. Der Qualifikationswettkampf dafür findet Anfang Juni 2014 in Baku (Aserbaidschan) statt.

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