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FUSSBALL-VERBANDSLIGA SÜD-WEST : Olympia gelingt ein Husarenstreich

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die „59er“ aus Neumünster bezwingen den SV Henstedt-Ulzburg. Nortorf sucht die Leichtigkeit, während Wankendorf das Derby gegen Gadeland gewinnt.

shz.de von
erstellt am 30.Sep.2013 | 07:00 Uhr

Am neunten Spieltag der Fußball-Verbandsliga Süd-West verpasste es der TuS Nortorf mit einem 2:2 gegen Rot-Weiß Kiebitzreihe, zum Spitzentrio aufzuschließen. Die Blau-Weiß-Roten sind Vierter. Der TSV Wankendorf kletterte dank des 2:0-Derbysieges gegen den TSV Gadeland auf Platz 9, die „Kleeblätter“ stagnieren auf Rang 11. Der MTSV Olympia feierte einen überraschenden 4:2-Auswärtssieg beim SV Henstedt-Ulzburg und ist nun Zehnter. Dunkel wird es langsam, aber sicher am Roschdohler Weg. Denn der TS Einfeld bleibt nach einem blamablen 3:9 beim SV Todesfelde II abgeschlagenes Schlusslicht.


TSV Wankendorf – TSV Gadeland 2:0 (1:0)

 

TSV Wankendorf: Ebsen - Jantzen, Bobzien, Latendorf (46. D. Schiffer), Weick (90. Müller) - A. Usbek, Block, M. Schiffer, P. Schnoor (77. Heinrich), Dittkuhn - A. Duggen.

TSV Gadeland: Holstein - Tomaschewski (79. Schönhoff), Hamann, Tambalque, Christophersen - Rychlowski, Hildebrandt, Maliszewski, Dzierzawa (65. Siegel), I. Alioua - Röder.

SR: Woock (Sereetz). – Z: 100. – Tore: 1:0 A. Duggen (8.), 2:0 Weick (76., Foulelfmeter). – Gelb-Rote Karte: M. Schiffer (Wankendorf/80., Unsportlichkeit). – Nächster Wankendorf-Gegner: SV Schackendorf (H/12.10.2013, 16 Uhr). – Nächster Gadeland-Gegner: TuS Nortorf (H/Sonntag, 15 Uhr).

 

„Heute ist der Gaul nur so hoch gesprungen, wie er musste“, bediente sich Wankendorfs Trainer Henning Theen dem Volksmund, um ein über weite Strecken unaufgeregtes Derby zu analysieren. Dabei kam seine Elf gut ins Spiel. Arne Duggen behauptete sich in der achten Minute im Strafraum und grätschte die Kugel mit dem langen Bein an Gadelands Torwart Dennis Holstein vorbei zum 1:0 ins Netz. Doch Wankendorf verpasste es, den Schwung mitzunehmen, und ließ die Gäste ins Spiel und zu Chancen kommen. „In dieser Phase haben wir ordentlich gespielt, aber es verpasst, den Ausgleich zu erzielen“, sah Gadelands Coach Marco Frauenstein „eine ordentliche erste Halbzeit“, um dann nach der Pause einzugestehen, „dass wir uns zu wenig klare Möglichkeiten erspielt haben“. Die Heimelf legte den Fokus nun darauf, die knappe Führung zu verwalten – mit Erfolg: Denn in der 76. Minute drang Alexander Usbek über die linke Seite in den Strafraum der „Kleeblätter“ ein und wurde von Yannik Hamann gefoult. Den fälligen Strafstoß verwandelte Olaf Weick zum 2:0-Endstand. Daran änderte auch die Ampelkarte gegen Wankendorfs Marcel Schiffer wegen Ballwegschlagens nichts (80.). Denn Gadeland hatte keine Einfälle mehr, um sich vor dem Kreispokalfinale am kommenden Donnerstag gegen Olympia noch etwas Selbstvertrauen zuzulegen.

 

SV Henstedt-Ulzburg – MTSV Olympia Neumünster 2:4 (0:1)

 

SV Henstedt-Ulzburg: Zick - Hermberg (61. Nzuakue), Niedermeyer, Schauer (67. Meyerfeldt), Brackelmann (70. Höche), Halle, Kabashi, Gretsov, Tiedemann, Wittke, Mäkelmann.

MTSV Olympia: Wendt (18. Boll) - Justin (51. Khomkhonsu), S. Reichow, Mester (72. M. Reichow), Grantzow - Weidemann, Hanka, Muhs, T. Alioua, Ocak - Barck.

SR: Schmidt (Todenbüttel). – Zuschauer: 120. – Tore: 0:1 Barck (18.), 0:2 Ocak (47.), 1:2 Mäkelmann (81., Foulelfmeter), 1:3 Hanka (84.), 2:3 Mäkelmann (87.), 2:4 Barck (90.). – Nächster Olympia-Gegner: Kaltenkirchener TS (H/Sonnabend, 15 Uhr).

 

Dank einer taktischen Meisterleistung zwangen die „59er“, den Titelfavoriten SV Henstedt-Ulzburg in die Knie. Interimstrainer Ralf Hartmann bot Marc Barck als hängende Spitze auf, und Olympia schaffte es speziell über die schnellen Außen Tarik Alioua und Jan Olaf Muhs, immer wieder für Gefahr zu sorgen. So auch beim 1:0 für die Forstweg-Elf in der 18. Minute, als Muhs flankte, Alioua abtropfen ließ und Barck abstaubte. Kurz nach der Pause erhöhte der ballsichere Murat Ocak auf 2:0. Einen Kopfball von Patrick Hanka ans Gebälk drückte er im Nachsetzen über die Linie (47.). Die Gäste paarten spielerische Akzente mit kämpferischer Leidenschaft und ließen bis zur Schlussphase nichts zu. Erst ein von Sascha Reichow an Timo Mäkelmann verursachter Strafstoß sorgte für etwas Spannung. Der Gefoulte verwandelte selbst (81.), musste aber nur drei Minuten später mit ansehen, wie Patrick Hanka nach einem Freistoß des eingewechselten Marco Reichow per Kopf auf 3:1 für Olympia erhöhte. Abermals Mäkelmann verkürzte mit einem Freistoß durch die Mauer nochmals auf 2:3 (87.), doch quasi dem Schlusspfiff erlöste Barck seine Farben auf Zuspiel von Ocak endgültig. „Wir haben vollauf und auch in der Höhe verdient gewonnen“, freute sich Hartmann, der damit vor dem Kreispokalfinale dem genesenen Trainer Holger Mischke ein bestelltes Feld übergibt – die zweite schöne Nachricht des Tages.

 

SV Todesfelde II – TS Einfeld 9:3 (6:1)

 

SV Todesfelde II: Reimers - Mathias Rückert, Uhlenbrock, Holz, Jocham, Hess (65. Martin Rückert), Broers, Zimmer, Evers, Reining, Grandt (69. Kröger).

TS Einfeld: Wilhelmsen - K. Tegge, Robold, Hinz, Joers - Yildirim, Peters (73. Günther), M. Milbradt, Mömmert, Hoeck - Scheel.

SR: Meyer (Bad Schwartau). – Zuschauer: 50. – Tore: 1:0, 2:0 Uhlenbrock (2., 4.), 3:0 Jocham (20.), 3:1 M. Milbradt (28.), 4:1 Grandt (40.), 5:1 Jocham (42.), 6:1 Uhlenbrock (45., Handelfmeter), 6:2 K. Tegge (49.), 7:2 Zimmer (53.), 8:2 Uhlenbrock (60.), 9:2 Zimmer (70., Foulelfmeter), 9:3 M. Milbradt (78.). – Gelb-Rote Karte: Hoeck (Einfeld/nach Spielschluss, Unsportlichkeit). – Nächster Einfeld-Gegner: SV Henstedt-Ulzburg (H/Sonnabend, 15 Uhr).

 


Einen rabenschwarzen Freitagabend erlebte der ohnehin arg gebeutelte TS Einfeld beim neuen Tabellenführer SV Todesfelde II. Den „Männern vom See“ schien die späte Anstoßzeit die Müdigkeit in die Beine zu treiben, anders ist die verschlafene Anfangsphase kaum zu erklären. Schon nach 20 Minuten war die Partie entschieden, denn die Todesfelder Reserve führte da bereits mit 3:0. TSE-Torwart René Wilhelmsen sah gleich bei zwei Gegentoren nicht gut aus. Naiv war auch die Reaktion des Schlusslichts nach dem Treffer von Mirko Milbradt zum 3:1 (28.). Statt eine mögliche Aufholjagd seriös zu planen, lief die Elf von Trainer „Hansi“ Neelsen den Gastgebern ins offene Messer. Bis zur Pause demontierte der Aufsteiger die überforderten Gäste – 6:1. Auch nach der Pause änderte sich das Bild nicht. Fast mitleidig ließen die Einheimischen zahlreiche Großchancen ungenutzt und versäumten einen zweistelligen Erfolg. Drei weitere Tore bedeuteten für den TSE dennoch die höchste Saisonniederlage, sodass man kein Prophet sein muss, um dem Traditionsclub eine nahe Zukunft in der Kreisliga vorherzusagen.

 

TuS Nortorf – Rot-Weiß Kiebitzreihe 2:2 (2:1)

 

TuS Nortorf: Maaß - Kortum (60. Jensen), Döring, Doege, Reuter - Lampe, Butenschön, Hülsen, Klotzbücher (46. Arndt), D. Schlotfeldt (70. Huneke) - Viergutz.

Rot-Weiß Kiebitzreihe: Niebuhr - Balfanz, Jermies, Turkat (46. Horn), Guelck, Clasen, Griehl, Hansen, Strauer (46. Scheppmann), Duwensee (67. Blume), Hatje-Fötsch.

SR: Aust (Süderbrarup). – Zuschauer: 100. – Tore: 1:0 Hülsen (10.), 2:0 D. Schlotfeldt (32.), 2:1 Clasen (39., Foulelfmeter), 2:2 Blume (73., Foulelfmeter). – Gelb-Rote Karten: Döring (88./wdh. Foulspiel) - Scheppmann (70./wdh. Foulspiel). – Nächster Nortorf-Gegner: TSV Gadeland (A/Sonntag, 15 Uhr).

 


Dem TuS Nortorf ist die Leichtigkeit der ersten sechs Spieltage abhanden gekommen. Nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge reichte es für die Mittelholsteiner gegen den Aufsteiger Kiebitzreihe nur zu einem 2:2. Dabei startete Blau-Weiß-Rot furios, Kim Hülsen nutzte ein Missverständnis zwischen Gästetorwart Timm Niebuhr und seiner Innenverteidigung zum frühen 1:0 (10.). Und als Daniel Schlotfeldt nach fast siebeneinhalb Jahren wieder ein Tor gelang, wurde dem Nortorfer Anhang warm ums Herz. Der 28-Jährige traf zuletzt am Ostermontag 2006 beim 4:0-Heimsieg gegen den TSV Lütjenwestedt und musste auf Grund einer langwierigen Rückenverletzung rund sechs Jahre pausieren. Nun traf er zum 2:0 (32.), der TuS schien alle Signale auf Sieg zu stellen. Doch ein zweifelhafter Foulelfmeter brachte die Gäste zurück ins Spiel. Lasse Hatje-Fötsch spielte den Ball zunächst gleich zwei Mal aus TuS-Sicht klar mit der Hand, ehe er im Zweikampf mit Finn-Lasse Döring zu Boden sank. Bastian Clasen verkürzte auf 1:2 (39.). Nach der Pause agierte der TuS dann zu ängstlich. Ein Fallrückzieher von Schlotfeldt hätte dennoch die Entscheidung bringen können, doch Niebuhr parierte (68.). Die 73. Minute brachte dann Nortorfs Trainer Thomas Arndt endgültig auf die Palme. Abermals Fötsch fiel aus Nortorfer Sicht, überdies in klarer Abseitsposition, wie vom Blitz getroffen zu Boden. Schiedsrichter Michael Aust machte in unmittelbarer Nähe der Aktion keine Anstalten zu pfeifen, doch sein Assistent winkte aus sicherer Entfernung mit der Fahne. Zur Überraschung aller entschied Aust sodann nicht auf Abseits, sondern erneut auf Strafstoß. Sogar der „Gefoulte“ selbst konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen. Michael Blume traf zum 2:2. „Trotzdem müssen wir das Spiel gewinnen, aber wir finden momentan den Dreh nicht“, sah Arndt die Schuld nicht allein beim Schiedsrichtergespann.

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