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Handball-Oberliga HH/SH Männer : Offensive Deckung bringt’s

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die SG Wift hält den Preetzer TSV beim 31:23 erst in der Schlussviertelstunde auf Distanz.

Die Handballer der SG Wittorf/FTN beglichen vor eigenen Rängen die noch offene Rechnung aus der Hinrunde der vergangenen Oberligasaison und zeigten, wo der Schuster seine Leisten hat. Mit 31:23 (15:12) wiesen die „Bären“ vor 268 Zuschauern den Preetzer TSV in die Schranken. Mit nun 8:2 Punkten nistet sich Wift in der Spitzengruppe ein.

Von Anfang an war die blau-weiße Startsieben auf Betriebstemperatur (2:0/2.). Dabei setzte das Trainergespann der SG Wift mit Peter Bente und Yannik Stock, ebenso wie zuvor bei der SG Hamburg-Nord, auf einen reinen Rechtshänder-Rückraum. „Dadurch konnten wir eine stabilere Abwehrformation stellen“, begründete Peter Bente den Schachzug. Auf der rechten Außenbahn war mit seinem Sohn Lars Bente ebenfalls ein etatmäßiger Halber im Einsatz, was den Einheimischen im Angriff zusätzliche taktische Möglichkeiten eröffnete. Aber zuvor meldete sich der Preetzer TSV in der Schwalestadt kurzzeitig zu Wort – Ausgleich (3:3/7.). Doch in der Folgezeit rannten die Gäste permanent einem Rückstand hinterher. Binnen drei Minuten bauten die Hausherren ihren Vorsprung auf drei Zähler aus (9:6/18.). In der anschließenden Unterzahl behielt die SG Wift neben einem kühlen Kopf auch die Kontrolle über das Spiel (10:7/20.). Darauf reagierten die Preetzer mit einem Wechsel zwischen den Pfosten. Für den bis dahin glücklosen PTSV-Schlussmann Andreas Koll übernahm Christopher Berg. Doch der Grund für das Wiedererstarken der Schusterstädter lag vielmehr in der zunehmenden Nachlässigkeit der Einheimischen. Es hatte den Anschein, als wollten die Hausherren eine Vorentscheidung regelrecht erzwingen. Die „Bären“ verließen ihr Konzept, spielten risikoreich und schlossen überhastet ab (11:9/23.). Auch wenn sich das bis dahin noch nicht rächte, zog Peter Bente fünf Minuten vor der Pause die Grüne Karte und rief seine Mannschaft vorsorglich wieder zur Ordnung.

Die Blau-Weißen verrieten allerdings weiterhin Schwächen in der Defensive, führten zehn Minuten nach dem Wechsel immer noch mit nur zwei Treffern (19:17/40.). „Wir haben den Gegner in dieser Phase zu viel laufen lassen und uns dadurch selbst unter Druck gesetzt“, ärgerte sich Peter Bente über den unnötigen Stress. Aber in den entscheidenden Momenten wusste schließlich jeder, was zu tun ist. Beispielhaft dafür war die 40. Minute: In doppelter Unterzahl wurde Tim Kreft am Kreis freigespielt und traf. Auf der anderen Seite zog Reiner Kobs clever ein Stürmerfoul, ehe Thorben Plöhn nach optimalem Umschaltspiel ein weiterer Wift-Treffer glückte. Eine Viertelstunde vor dem Ende stellten die Neumünsteraner auf eine offensivere 5:1-Deckungsvariante mit Stock an der Spitze um (23:20/46.) und zwangen die Gäste in schlechte Wurfpositionen. 15 Minuten Tempospiel ermöglichten 8:3 Tore bis zum Abpfiff und ein deutliches 31:23-Endergebnis. Auch wenn dieses für Peter Bente zufrieden stellend war, sah er gerade in der Wurfausbeute seines Teams noch Potenzial nach oben: „Wir spielen uns die Chancen wunderschön heraus, aber machen die Dinger dann nicht rein.“

SG Wittorf/FTN (Tore in Klammern): Quednau, Hoffmann - L. Bente (4), Plöhn (3), Kobs (10/davon 4 Siebenmeter), Fängler (4), Kreft (4), Schmidtke, Lehmann (2), Stock (4), Koslowski.

SR: Laß/Schütze (HC Treia/Jübek). – Zuschauer: 268. – Nächster Gegner: TSV Hürup (A/Sonnabend, 17. Oktober, 17 Uhr).

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