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Handball-Landesligen Mitte : Nun ist die SGBB heiß auf den Tabellenführer

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Bordesholm/Brügge freut sich auf das Duell mit Fockbek/Nübbel. Wifts Frauen patzen in ihrer Königsdisziplin, Nortorf ist derweil ohne Chance.

Jetzt wird es spannend: Die Landesligahandballerinnen der SG Bordesholm/Brügge fordern nach ihrem jüngsten Sieg, einem 29:15 gegen die HSG Eider Harde II, mit nunmehr 16:2 Zählern am kommenden Sonnabend den verlustpunktfreien Tabellenführer HSG Fockbek/Nübbel zum direkten Duell. Gegen den Spitzenreiter war für die HSG 91 Nortorf erwartungsgemäß nichts zu holen (15:30). Mario Schlüter, der neue Mann auf der Nortorfer Bank, machte sich erst mal ein Bild von seiner Mannschaft. Die SG Wift patzte in ihrer Königsdisziplin vom Siebenmeterpunkt gleich fünf Mal und vergab bei der HSG Kremperheide/Münsterdorf neben der Chance auf den Sieg am Ende mit Pech auch die auf einen Punkt (24:26). Die gleichklassigen Wift II-Männer machten indes mit ihrem 34:24-Erfolg beim Preetzer TSV II zwei wichtige Punkte klar und nehmen weiter Abstand von den Kellerplätzen. Die Reserve der SGBB hingegen findet sich nach ihrem Traumstart mittlerweile im Liga-Alltag wieder, ist nach dem 33:36 beim Kieler MTV aber trotzdem als Aufsteiger mit 8:10 Punkten im Mittelblock der Tabelle positioniert.

Landesliga Frauen

HSG 91 Nortorf – HSG Fockbek/Nübbel 15:30 (7:17). „Man kann nicht behaupten, dass es ein Einstand nach Maß war“, fasste der neue Nortorfer Trainer Mario Schlüter sein erstes Spiel zusammen. Der Tabellenführer ließ nichts anbrennen. Von Beginn an wurde jeder Nortorfer Fehler gnadenlos ausgenutzt (1:8/10.), bereits beim 4:12 (18.) war streng genommen die Begegnung entschieden. „Ich habe den Spielfluss immer wieder bewusst unterbrochen“, sagte Schlüter, der viel wechselte, um seine Spielerinnen auch unter Wettkampfbedingungen kennen zu lernen. In der zweiten Hälfte hielten die Einheimischen bis zur 48. Minute den Zehn-Tore-Rückstand, ehe zusätzlich zu den vielen technischen Fehlern auch noch die Kondition nachließ. „Mein Team hat häufig gute Ansätze gezeigt, leider aber auch immer wieder sehr viele Dinge, die zeigen, warum wir im Keller der Tabelle stehen. Mit ein wenig mehr Konzentration und dem Mut zur eigenen Stärke verliert man solche Spiele wahrscheinlich immer noch, aber nicht so deutlich“, resümierte Schlüter.

HSG 91 Nortorf (Tore in Klammern): Strebelow, Bruhn - Böhmfeldt (6/3 davon Siebenmeter), Albrecht (3), Wettzel (2), Voß, Hildebrandt (2), K. Fock, N. Fock (1), Clausen, Stoffers (1).

Nächster Gegner: Preetzer TSV (A/Sonntag, 15 Uhr).

SG Bordesholm/Brügge – HSG Eider Harde II 29:15 (13:9). Das Bordesholmer Team von Trainer Eike Rix kompensierte gegen das Schlusslicht die Ausfälle von Jennifer Haß und Ina-Lena Elwardt mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung, aus der Lena Bülck noch herausragte. Zusätzlich fiel Torhüterin Ulla Kern beim Aufwärmen aus, sie war umgeknickt. Unter diesen schlechten Voraussetzungen hatten die Gastgeberinnen einige Anlaufschwierigkeiten (5:4/12.). „Wir haben unsere Chancen im Angriff nicht entschlossen genug gesucht“, analysierte Rix den ersten Durchgang. Trotzdem reichte es zu einem Vier-Tore-Vorsprung (11:7/20.). Diesen baute sein Team in der zweiten Halbzeit stetig aus (20:13/40.) und verschnürte das Paket in der Schlussphase endgültig mit einem 5:0-Lauf (25:13/50.). Trotzdem überzeugte Rix die Chancenverwertung seiner Mannschaft nicht, sodass er im Hinblick auf das folgende Spitzenspiel gegen Fockbek/Nübbel nach eigenem Bekunden noch „Steigerungspotenzial“ sah.

SG Bordesholm/Brügge: Kern, Saamen - Möller, Schwardt (2), Klinke (3), Sinn, Reinert (3), Petersen (4), Miskic (2), Wurr (1), Lütt (2), Bülck (9), Bruhn (3).

Nächster Gegner: HSG Fockbek/Nübbel (A/Sonnabend, 17 Uhr).

Kremperheide/Münsterdorf – SG Wift 26:24 (13:13). In einer intensiven Partie bestimmten die Gäste in der ersten Hälfte frühzeitig über eine offensive 6:0-Abwehr das Geschehen (5:2 aus Gästesicht/10.) und hielten einen Vorsprung (8:6/16.), ehe die Steinburgerinnen kurz vor der Pause besser ins Spiel fanden und den Ausgleich erzielten (13:13/30.). Nach dem Wechsel vergab Wift vier Chancen aus erster und zweiter Welle. Die HSG ging zum ersten Mal in Führung (14:13/35.) und baute diese aus, weil die Blau-Weißen vom Siebenmeterpunkt schwächelten (21:17/43.). Aber dank einer starken Sarah Grabowski im Tor stand die SG wieder auf (21:21/47.). In der 50. Minute allerdings musste Wift-Trainer Thorsten Möller fassungslos mit ansehen, wie Nina Langowski im Luftduell um den Ball mit Kremperheides Jule Eggers wegen eines angeblichen Schlags disqualifiziert wurde. Trotzdem – oder gerade deshalb – biss sich sein Team fest (24:24/58.), vergab aber erneut vom Punkt und geriet durch einen erweiterten Gegenstoß in Rückstand. „Danach haben wir alles auf ein gerechtfertigtes Unentschieden gesetzt, scheiterten aber an der Torfrau“, beschrieb Möller den letzten Angriff seiner Truppe.

SG Wittorf/FTN: Voigt, Grabowski - Voßbeck (3/3), Hein (1/1), Meyer, Mundt (6), Goniwiecha (4), Schulz-Hildebrandt, N. Langowski (4/3), Haberland (1), J.  Langowski (3), Rostock, Bermbach, Hoffmann (2).

Nächster Gegner: SG Lütjenburg/Dannau (H/Sonnabend, 19 Uhr).

Landesliga Männer

Kieler MTV – SG Bordesholm/Brügge II 36:33 (20:15). „Wir sind wohl in der Landesliga-Realität angekommen und müssen schleunigst an der Konzentration und Einstellung arbeiten“, lautete das Fazit von SGBB II-Pressesprecher Hendrik Roßmann. Den Gästen fehlte von Anfang an die Zuordnung in der Abwehr. Das nutzte der spielstarke KMTV durch druckvolles Stoßen auf die Nahtstellen. Immer wieder kamen die Hausherren über den Rückraum oder die Außen zu Torerfolgen (10:6/14.). Vorne agierte die SGBB II zu ungefährlich, um dem Rückstand zu entkommen. Nach dem Wiederanpfiff deutete sich bei den Angereisten weiterhin das Bild der ersten 30 Minuten ab, und der KMTV zog unablässig davon (30:23/44.). Erst eine Viertelstunde vor dem Ende legten die Bordesholmer den Schalter um, nun spielten sie, wie sie es eigentlich wollten. Sie stabilisierten ihre Deckung, trafen im Angriff und holten Tor um Tor auf (32:28/52.). Aber insgesamt reichte die Zeit nicht mehr, um die Partie zu drehen. „Wir haben uns wieder selbst in diese Lage gebracht, weil wir es nicht schaffen, uns über 60 Minuten zu konzentrieren“, ärgerte sich Roßmann.

SG Bordesholm/Brügge II: Sternberg, Kühtz, Schrammböhmer - Zittlau (14/3), Molzow (4), Freese (5/1), Glumm, Roßmann (1), Riefel (2), Reese (1), Schaumann (6), Welz, Röscheisen.

Nächster Gegner: Preetzer TSV II (H/Sonnabend, 18 Uhr).

Preetzer TSV II – SG Wittorf/FTN II 24:34 (12:13). Im Duell der Reserven hatte, anders als bei den „Großen“ in der Oberliga (31:24 für Preetz/wir berichteten), am Schluss deutlich die SG Wift die Nase vorne. Dabei erwischten die Gäste einen schwierigen Start. In der Abwehr zeigten sie keine Agilität, und ihr Angriffsspiel war zu statisch und drucklos. Die Blau-Weißen überließen den Hausherren das Parkett (9:6/19.). Wift II-Coach Martin Glaubitz nahm ein Team-Time-Out und wechselte die halbe Mannschaft aus. Er schickte nun Lasse Schulz-Hildebrandt auf links außen, Malte Kopp an den Kreis und Sven Steffen in den linken Rückraum. Für Letzteren übernahm Youngster Jasper Glaubitz die Mittelposition. Die Entscheidungen zahlten sich sogleich durch zunehmenden Zug im Angriff aus. Zusätzlich stellte Martin Glaubitz die Abwehr von einer 6:0- auf die offensive 3:2:1-Variante um. In der zweiten Hälfte kam das Gästespiel richtig ins Rollen, und mit einem sich steigernden Lars Hübner zwischen den Pfosten setzten sich die Wittorfer kontinuierlich und entscheidend ab (18:24/47.).

SG Wittorf/FTN II: Hübner, Feldmann - Steffen (9/5), Wilken (6), Woop (2), Schmidt, Kopp (1), Schmidtke (3), Lehmann (2), Aust (2), Pohl (2), Schulz-Hildebrandt (3), J. Glaubitz (4), Schilling.

Nächster Gegner: HSG Horst/Kiebitzreihe (H/Sonnabend, 17 Uhr).

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