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Fussball-Kreisliga : Nortorf II: Tolle Moral, aber sieglos

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Aufsteiger lässt sich von Gadeland II nicht abschütteln. Auch Ruthenberg macht einen 0:2-Rückstand wett. Der SVT ist wieder Spitze.

shz.de von
erstellt am 08.Okt.2013 | 11:00 Uhr

Da mit dem FC Torpedo 76 der bisherige Spitzenreiter der Fußball-Kreisliga Neumünster in der zehnten Punktrunde spielfrei blieb, konnte der SV Tungendorf die Gunst der Stunde nutzen und dank eines 6:0-Kantersieges beim TSV Aukrug an die Poleposition zurückkehren. Dagegen kam die SG Padenstedt nicht über ein 1:1 gegen den SC Gut Heil hinaus, blieb zum dritten Mal hintereinander sieglos und verlor damit weiter an Boden. Der VfR II kommt hingegen immer besser in Tritt und feierte mit dem 4:0 gegen Türkspor bereits den dritten klaren Zu-null-Sieg in Serie. Eine tolle Moral zeigten derweil der Ruthenberger SV (2:2 gegen den PSV II) und der TuS Nortorf II (3:3 gegen Gadeland II), die jeweils einen 0:2-Rückstand aufholten.

VfR II – Türkspor 4:0 (1:0)

VfR Neumünster II: Amoako - Michalowski (46. Wahl), Seb. Fuhrmann, Akcicek, Gülbay, Visan, Si. Fuhrmann, Yilmaz, Yimele (69. Hartmann), Streubier (29. Dumitrica), Ju.

Neumünster Türkspor: Ceylan - Ensar Simsek (46. Yurtseven), Güngörenler, K. Aktas, Celik, K. Korkmaz (68. Kan), G. Aktas, Kuscu (66. Yagmur), Keser, Tas, Akyel.

SR: Uzun (Ruthenberg). – Zuschauer: 45. – Tore: 1:0 Visan (22.), 2:0 Seb. Fuhrmann (57.), 3:0 Yilmaz (78.), 4:0 Yilmaz (90.).

„Es war zwar ein hart erarbeiteter Sieg, aber dieser fiel dennoch verdient aus“, befand VfR II-Trainer Matthias Hansen, der seine Mannschaft als „tonangebend“ bezeichnete. Während seiner Meinung nach im Spiel nach vorne oft der entscheidende Pass fehlte, lobte er seine gute Defensive: „Wir haben kaum etwas zugelassen. Türkspor kam nur zu ein paar Schüssen und Flanken aus dem Halbfeld.“ Diese sollten den etatmäßigen Verteidiger Emmanuel Amoako im Tor der „Veilchen“-Reserve allerdings vor keine Probleme stellen. Der 24-Jährige hütet derzeit die Kiste der Rasensportler, auch weil der erst zu Saisonbeginn geholte Keeper Sven Westphal sich seit Wochen nicht mehr gemeldet hat. Gabriel-Andrei Dumitrica und Andrei-George Visan wiederum werden dem VfR II in den kommenden Wochen nicht zur Verfügung stehen. Aus privaten Gründen werden beide zunächst in ihre Heimat Rumänien zurückkehren. Anfang 2014 werden sie an der Geerdtsstraße zurückerwartet.


Ruthenberg – PSV II 2:2 (0:2)

Ruthenberger SV: Westphal - Eitner (46. Akischkin), Schilling, Schramm, Soybahceci, Brunst, Gerdt, Sienknecht, Garcia (48. Fischer), Maier, Bröcker.

Polizei-SV Union II: M. Schulz - Adrian, Zielinski, F. Schenzer, T. Valentin, Rehder, Puphal, Mercan, Seipt (60. Will), Schreiber (60. Hoffmann), Topcu (78. Reichow).

SR: Daniel (Gut Heil). – Zuschauer: 40. – Tore: 0:1 Rehder (31.), 0:2 Rehder (36.), 1:2 Gerdt (72.), 2:2 Gerdt (89.). – Gelb-Rote Karte: Soybahceci (Ruthenberg/36., Foulspiel). – Rote Karte: Mercan (PSV II/75., grobe Unsportlichkeit). – Bes. Vork.: Trainer Bröcker (Ruthenberg) wird wegen Reklamierens des Innenraumes verwiesen (46.).

Zwei in ihrer Entstehung für Ruthenbergs Vorsitzenden Helmut Röhrs zweifelhafte, aber letztlich exzellent ausgeführte Freistöße von Volker Rehder brachten den PSV II mit 2:0 in Führung (31./36.). Zu allem Überfluss musste beim RSV im Zusammenhang mit dem zweiten Standard – nach den vier Platzverweisen am Donnerstag zuvor – mit Hüseyin Soybahceci erneut ein Akteur vorzeitig duschen gehen. Doch damit war die Partie noch nicht gelaufen. „Unser Trainer Hans-Jürgen Bröcker scheint in der Pause die richtigen Worte gefunden zu haben, denn wir waren in der zweiten Halbzeit nicht wiederzuerkennen und haben eine tolle Moral gezeigt“, lobte Röhrs, der den Ausgleich durch einen Doppelpack von Vitali Gerdt als „mehr als verdient“ bezeichnete.

SG Padenstedt – SC Gut Heil 1:1 (1:1)

SG Padenstedt: Stichert - Scheider, Voels (46. Rückert), A. Wilk, Burow, Stöckhardt, Barck, Breiholz (70. Hinz), Ma. Klein, Callsen, Hartwich (76. Ramm).

SC Gut Heil: Reimer - Tosyali (70. Soldat), Matthes (90./+3 Ergel), Rüschmann, Babiak, G. Xhemajli, S. Bara, Hansen, Hyseni, Beha, Szyszkowski.

SR: Kupka (Bokhorst). – Zuschauer: 60. – Tore: 0:1 S. Bara (14., Foulelfmeter), 1:1 A. Wilk (17., Foulelfmeter).

„Bei uns lief gar nichts. Man muss sich eigentlich bei jedem einzelnen Zuschauer für unsere Leistung entschuldigen, denn schlechter geht es kaum“, sparte Padenstedts Obmann Hans-Georg Eckert keinesfalls mit kritischen Worten. Gegen die tief stehenden „Rothosen“ waren die Padenstedter nicht in der Lage, etwas zu unternehmen und sich Chancen zu erspielen. Der etatmäßige Offensivmann Patryk Babiak, der aufseiten der Gäste als Libero agierte, hatte keinerlei Probleme, die Situationen zu entschärfen. So verlief die Begegnung mit Ausnahme der zwei Strafstoßtore sehr höhepunktarm, wobei der Elfmeter für GHN laut Eckert „eine Lachnummer“ und jener für Padenstedt „kein Muss, aber der klarere“ gewesen sei. Dennoch vergaben Marc Stöckhardt für die „Orangen“ und Kushtrim Hyseni für Gut Heil in der Schlussphase noch Möglichkeiten zum Sieg.


Aukrug – Tungendorf 0:6 (0:5)

TSV Aukrug: Schmuck - Rickert, Michalke, Tietz, Baltruschat, Erfurt (60. Ralfs), H. Althaus, S. Althaus, Bringmann, Söth, A. Müller.

SV Tungendorf: Waldeck - Karagül (46. Tan), Arendt (72. Holzner), Voss, A. Stölting, C. Stölting, Beck, Möller, Nupnau, Czekay, J.-J. Künstler (58. Wuchinger).

SR: Z. Kurtoglu (Wittorf). – Zuschauer: 40. – Tore: 0:1 Czekay (10.), 0:2 Nupnau (14.), 0:3 Nupnau (18.), 0:4 Möller (36.), 0:5 Arendt (42.), 0:6 Tan (88.).

Weil die Hausherren mit dem letzten Aufgebot antraten, war Michael Steuermann klar, dass es für die Elf um das Spielertrainerduo Klaus Tietz/Sebastian Althaus wohl kaum etwas Zählbares geben würde. „Aber wir haben es den haushoch überlegenen Gästen insgesamt zu einfach gemacht. Ich hätte mir gewünscht, dass wir etwas mehr Beton anrühren“, fand es Aukrugs Pressesprecher schade, dass es nicht gelang, das Ergebnis in Grenzen zu halten. Allerdings sah er noch weitere „Hochkaräter“ für den SVT, bei denen sich Aukrugs Keeper Patrick Schmuck mehrfach auszeichnen konnte. „Die Tore der Tungendorfer fielen nach schönen Kombinationen, aber einfach mit zu wenig Gegenwehr“, bemängelte Steuermann.


Nortorf II – Gadeland II 3:3 (1:2)

TuS Nortorf II: Wettern - Storm, Bobsien, Grimm, Klammer, Dähn, Schwartz, Hülsen, von Rüschen, Reimers, Steen.

TSV Gadeland II: Macher - Teegen, Schlüter, Slotosz (83. Thiele), A. Törper, Knust (64. C. Lemke), Scholz, Kullick, Lenz, Begas, Zibell.

SR: Lühr (Krogaspe). – Zuschauer: 15. – Tore: 0:1 Knust (15.), 0:2 Begas (18.), 1:2 Hülsen (41.), 2:2 Dähn (60.), 2:3 Zibell (62.), 3:3 Hülsen (75.). – Gelb-Rote Karte: Reimers (Nortorf II/89., Unsportlichkeit).

Trotz eines verdienten 0:2-Rückstands nach 18 Minuten und des erneuten Rückschlags beim 2:3 kam die Nortorfer Reserve dank dreier Tore nach Standardsituationen noch zu einem Punkt. „Gadeland II hat uns anfangs die Grenzen aufgezeigt, dann aber den Aufwand heruntergefahren. Wir sind dank einer super Moral zwei Mal zum verdienten Ausgleich gekommen“, resümierte Nortorf II-Trainer Thorben Schulz, dessen Team personell am Stock ging, weshalb die Leistung für ihn nicht hoch genug zu bewerten ist. Nach dem 3:3-Ausgleich durch Lars Hülsen (75.) sah der Übungsleiter gar noch einige Möglichkeiten zum Siegtreffer für seine Blau-Weiß-Roten, die weiterhin auf ihren ersten „Dreier“ in dieser Saison warten müssen.

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