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Fussball : Neumünsters Verbandsligisten enttäuschen in ihren Testspielen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Eine Woche vor dem Saisonstart weiß keiner der Vertreter wirklich zu überzeugen.

Während der SV Tungendorf sein Testspiel bei der SpVg Eidertal Molfsee aus personellen Gründen absagte, waren die vier anderen Neumünsteraner Fußball-Verbandsligisten allesamt im Einsatz. Die Zufriedenheit hielt sich dabei in Grenzen.

SC Gut Heil – FC Torpedo 0:1 (0:0). Zwar gewannen die „Taubenträger“, doch wollte Trainer Thomas Michalowski die Erinnerungen daran lieber schleunigst streichen: „Das war ein Test, den wir schnell abhaken sollten. Wenn wir annähernd so in der Verbandsliga auftreten sollten, würden wir die Hucke voll kriegen.“ Tatsächlich hätte sich Torpedo nicht beschweren können, wenn Gut Heil als Sieger vom Platz gegangen wäre. Denn die „Rothosen“ wirkten spritziger, und der Verbandsligist war mit seinem schwerbeinigen Mittelfeld kaum in der Lage, sich Chancen zu erarbeiten. Entschuldigend sagte Thomas Michalowski aber: „Wir haben praktisch anderthalb Wochen durchgehend trainiert und gespielt. Außerdem hat sich das Fehlen von Daniel Michalowski und Enes Gülbay im Kreativspiel bemerkbar gemacht.“


SC Gut Heil: A. Reichow - Matthes, Abdullah, Berger, M. Reichow, Teye, A. Xhemajli (87. Reimer), Hansen, Lenz, Hinrichsen, Bara.

FC Torpedo 76: Hagen (46. Rasch) - Andresen (46. Eggers), Hauberg (46. Simsek), Justin (46. Hinrichs), Borgert (40. Oelze) - Grümmer (46. Attia), Korkmaz - Reiss (46. Baumann), Gläske, Knoche - Tas.

Tor: 0:1 Berger (71., Eigentor).

TS Einfeld – FC Torpedo 3:2 (0:1). Die Gäste brachten den nächsten Test über die Bühne, bei dem sie nicht wirklich überzeugten. Zwar fand Torpedos Co-Trainer Frank Hein, dass seine „Taubenträger“ bis zum 2:0 aus ihrer Sicht ganz ordentlich, streckenweise sogar gut agierten, doch ausreichend war der Auftritt insgesamt nicht. „In einer Partie gegen einen Kreisligisten erwartet man von einem Verbandsligisten mehr. Das Spiel war alles andere als überzeugend“, sagte Hein. Insbesondere das Zusammenspiel der Viererkette passte nicht. Durch zahlreiche Fehlpässe hätten es sich die Torpedo-Mannen zudem unnötig schwer gemacht, weil sie dann immer wieder hinterherlaufen mussten.

Info am Rande: Nico Rantzsch, der jüngst sein Karriereende bekannt gegeben hatte, ist nun doch in die Reihen der „Taubenträger“ zurückgekehrt und will weiterspielen – eine Stimmungsumkehr, für die er bereits zu Jugendzeiten bekannt war.

TS Einfeld: Wilhelmsen - Neelsen (75. Gill), Pyko, Biedermann, Hinz, Bredfeldt, Althausen (83. Jöhnk), Wulf, Appel (53. Zimmermann), Schnoor, Gerken.

FC Torpedo 76: Rasch - Rantzsch, Juckel, Tas, Borgert - Eggers, Korkmaz - Hartmann (66. Reiss), Gläske (46. Attia), Knoche - Gülbay.

Tore: 0:1 Gülbay (17.), 0:2 Gülbay (53.), 1:2 Biedermann (62.), 2:2 Hinz (67.), 3:2 Bredfeldt (83.).

TSV Selent – MTSV Olympia 1:4 (1:2). Olympia ließ sich wider Erwarten von Beginn an auf das Niveau des Plöner Kreisligisten herunter und hatte dabei auch so seine Probleme mit den Verhältnissen. „Das war der schlechteste Platz, auf dem ich je gespielt habe. Der war komplett vertrocknet“, sagte MTSV-Verteidiger Fabio Walther, der bemängelte, dass trotz viel Ballbesitzes gegen den tief stehenden Gegner spielerisch nicht viel zu Stande kam. Die anderen Tests seien in dieser Hinsicht deutlich besser gewesen.

MTSV Olympia: Schulz - Stephan, Walther (46. Jablonski), Schmidt, Mester (46. Hamzian) - Khomkhonsu (46. Maliszewski), Aktas - Jace, Muhs, Aksoy (46. Reichow) - Hasanovic.
Tore: 0:1 Jace (27.), 1:1 (32., Handelfmeter), 1:2 Aksoy (33.), 1:3 Muhs (60.), 1:4 (75., Eigentor).

Preetzer TSV II – TSV Wankendorf 3:2 (2:1). Der Gast hat die Pleite bei der SH-Liga-Reserve teuer bezahlt. Denn mit Arne Duggen verletzte sich der Wankendorfer Torgarant und droht für den Punktspielstart auszufallen. „Er hat sich auf dem Weg zum Tor eine Zerrung zugezogen. Das ist sehr ärgerlich“, zeigte sich Wankendorf-Coach Torsten Block betroffen. Hinzu kommt, dass sich Mathias Gerndt auf kuriose Weise beim Aussteigen aus dem Auto eine Wadenverletzung zuzog. Ansonsten waren Block und sein Trainerkollege Henning Theen zufrieden: „Es haben fünf Stammspieler sowie die Langzeitverletzten gefehlt. Dafür haben wir gut agiert – das lässt hoffen“, sagte Block, der zwei Dinge aber dennoch bemängelte: „Wir haben wieder unsere Schwächen bei Standards gezeigt, und auch unsere Chancenverwertung war schlecht.“

TSV Wankendorf: Balzer (20. F. Hamann) - Jahnke, Hübner, Bobzien, Weick - Gerndt (7. S. Hamann), G. Usbek - Hopp, Block, D. Schiffer - A. Duggen (28. H. Müller).

Tore: 0:1 Weick (20.), 1:1 (35.), 2:1 (41.), 2:2 Hopp (59.), 3:2 (78., Foulelfmeter).

Raisdorfer TSV – TuS Nortorf 0:3 (0:1). Nortorfs Trainer Thomas Arndt konnte mit dem Test nur partiell zufrieden sein: „Wir haben gegen einen ambitionierten Kreisligisten in den ersten und den letzten 20 Minuten guten Fußball gespielt und dabei Ball und Gegner gut laufen lassen. Zwischendurch ging bei uns aber die Ordnung verloren, und es fehlte die Laufbereitschaft.“ Auch wenn der TuS insgesamt nur wenig zuließ, hätten die 50 Minuten, die zwischen den guten Phasen lagen, laut Arndt gegen einen anderen Gegner schlimmere Konsequenzen haben können. Ein Wermutstropfen ist zudem die Verletzung von Muhammed Yildirm, der nach einem Schlag auf den Knöchel umknickte und sich wohl einen Bänderriss zuzog.

TuS Nortorf: B. Maaß - Kortum, Döge (60. Haas), Stolley, Schuster - Klucke, Seb. Fuhrmann, Yildirim (46. Hülsen), Arndt (46. J. Fuhrmann) - Si. Fuhrmann, Struve (46. Bracker).

Tore: 0:1 Si. Fuhrmann (17.), 0:2 Si. Fuhrmann (52.), 0:3 Stolley (81.).

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