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Pferdesport : Neuer Boden auch in der Wüste gefragt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Heute beginnt das 66. internationale Reitturnier in Neumünster. In den Holstenhallen und in Kuwait setzt man auf den Quarzsand aus der Ostsee.

Die Sitze auf den Rängen der Holstenhallen werden dieser Tage kaum richtig kalt. Denn nach dem Pferdestammbuch am vergangenen Wochenende steht ab heute das internationale Reitturnier VR Classics ins Haus. Bis zum Sonntag werden wieder mehr als 35 000 Zuschauer und Teilnehmer aus der ganzen Welt kommen. Bis zuletzt wurde am Aufbau der Großveranstaltung im Aufbau gearbeitet.

Viel zu tun hat in diesen Tagen auch Stallmeister Stephen Schumacher. Er ist für die Unterbringung der rund 300 erwarteten Spitzenpferde verantwortlich. „Reiter sehr sind anspruchsvoll, was die Unterbringung ihrer Tiere angeht. Praktisch für jedes Pferd gibt es eine Regieanweisung. Für den einen muss die Box mit Spänen eingestreut sein, für den anderen mit Stroh“, nennt er hierzu als Beispiel. Mehr als 600 Ballen Stroh und 1,5 Tonnen Späne werden für das Turnier gebraucht. Aber damit nicht genug: Auch das Futter ist präzise auf die einzelnen Pferde abgestimmt. „Einige dürfen kein Heu fressen, andere bekommen nur Trockenfutter. Und selbst einige Allergiker sind dabei. Also muss die Box besonders gut belüftet sein“, erzählt der Stallchef über die Feinheiten seiner Aufgabe. Und nicht zuletzt sorgt Schumacher auch noch dafür, dass, wenn einmal in einem Wohnwagen oder Transporter irgendetwas nicht funktioniert, fast postwendend Abhilfe geschaffen wird.

Ähnlich akribisch geht es auch in der Halle zu. In diesem Jahr wurde dort ein neuer Turnierboden aufgebracht. „Das sind 450 Tonnen feinster Quarzsand aus der Ostsee, der mit einem Anteil an Ton und Fließschnitzeln versetzt ist. Diese Mischung ist ein bisschen wie Knete. Sie gibt den Pferden besonders guten Halt“, weiß Bauleiter Kevin Dettmeier. Gerade hat seine Firma auch den Zuschlag für Turniere in Tokio und Kuwait bekommen. „Wenn man Sand in die Wüste liefern darf, ist das schon toll“, kommentiert er dies schmunzelnd.

Ebenfalls schon mächtig am Wirbeln sind die Mitarbeiter des Norddeutschen Rundfunks (NDR). Denn für die Live-Übertragungen wurden zehn Kameras installiert, für die mehr als 3000 Meter Kabel verlegt werden mussten. „Nach dem Umbau sind die Holstenhallen für uns um einiges komfortabler und vor allen Dingen unfallsicherer geworden, da die Kabelstränge nicht mehr frei rumliegen, sondern in Kanäle verlegt werden können“, erklärt der Technische Leiter Ole Clausen zufrieden.

Es sieht also alles danach aus, dass die Holstenhallen auch für die 66. Auflage des Traditionsturniers bestens vorbereitet sind. Davon dürfen sich auch 16 Courier-Leser zum Nulltarif überzeugen, hatte unsere Zeitung doch acht Mal zwei Tickets für verschiedene Prüfungen verlost. Mehr als 100 E-Mails gingen ein, fast alle wussten die richtige Antwort „Belgien“ (Herkunftsland der Springreiterin Gudrun Patteet, die im Vorjahr das vom Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag präsentierte Youngster-Cup-Finale gewonnen hatte). Über jeweils zwei Tickets freu(t)en sich Karin Brüggen, Rainer Goebel, Rüdiger Klupp, Peter Kollster, Jürgen Menz, Marco Wustmann (alle aus Neumünster), Mark Böckenholt (Süderlügum) und Andrea Reimers (Wasbek).

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