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Tennis : Mona Barthel vor völligem Neuanfang

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Profi-Spielerin aus Neumünster will bei den French Open wieder zum Schläger greifen.

Tennisprofi Mona Barthel greift wieder zum Schläger. Nach fast viermonatiger Krankheitspause plant die 25-Jährige ein Comeback bei den French Open in Paris. Das zweite Grand-Slam-Turnier des Jahres beginnt am 22. Mai. Nicht mehr an der Seite der Neumünsteranerin ist jedoch Trainer Sönke Capell.

Beide Seiten haben sich letztlich gemeinsam auf das Ende ihrer Zusammenarbeit geeinigt. „Das kam für mich sehr plötzlich und total überraschend, aber natürlich möchte ich Capell nicht im Weg stehen“, sagte Barthel. Der 45-Jährige kann in Kopenhagen (Dänemark) bei einem langfristig angelegten Aufbau eines Trainingszentrums helfen. „Das ist ein tolles Angebot mit der Chance, sich eine neue berufliche Perspektive aufzubauen“, erklärte Capell.

Barthel klopft derweil alle Kontakte ab und sucht einen Trainer, der möglichst schon im Stade Roland Garros zur Verfügung steht. „Zurzeit habe ich niemanden, aber ich unternehme jetzt einen völligen Neuanfang“, verriet sie. Schließlich wusste sie nach der Rückkehr von den Australian Open im Januar gar nicht, ob sie jemals wieder ein neues Leben würde führen könne. Auch an Tennisspielen, geschweige denn Leistungssport, war überhaupt nicht zu denken. Nach sorgenvollen Wochen im Krankenbett mit völlig diffusen Symptomen fühlt sich Barthel nun zunehmend besser. „Natürlich fehlt mir noch Kondition, aber der augenblickliche Level ist ganz okay“, sagte die Rechtshänderin. Der Virus, der sich auf einer der Reisen um die Welt in ihren Körper geschlichen hatte, schlägt keinen Alarm mehr. Trotzdem will die gebürtige Segebergerin noch den Trainingsprozess intensivieren und verzichtet auf einen Start beim internationalen WTA-Damen-Tennisturnier von Nürnberg, das morgen beginnt. Punktetechnisch kann die Weltranglisten-63. ihr Comeback gelassen angehen. Bis Wimbledon sind auf Grund des wechselhaften Vorjahres keine Zähler zu verteidigen. „Wenn ich am Jahresende noch unter den Top 100 stehe, bin ich zufrieden“, sagte Barthel. Sie möchte zunächst kleine Brötchen backen.

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