Schwimmen : Modernisiertes Bad am Stadtwald könnte zum Olympia-Thema werden

Alexander Fuchs erläuterte das Konzept für Olympische Spiele in Hamburg und mögliche Effekte für Neumünster.
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Alexander Fuchs erläuterte das Konzept für Olympische Spiele in Hamburg und mögliche Effekte für Neumünster.

Neumünsteraner Vereine segnen einstimmig den Vertrag mit der Stadt ab.

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17. Juli 2015, 12:00 Uhr

„Das ist ein tolles Signal“, freute sich Tim Ramsl, 2. Vorsitzender des Kreissportverbandes (KSV), nachdem auf einem außerordentlichen Verbandstag des KSV die Vereinsvertreter dem Vertrag mit der Stadt über die Nutzung der Schwimmhalle durch den Sport zugestimmt hatten. In der Ratsversammlung war zuvor für das Konzept, das nach der Modernisierung des Schwimmbads 2017 gelten soll, einstimmig grünes Licht gegeben und damit die finanziellen Voraussetzungen für den Umbau des Bads geschaffen worden. Nun zog der Sport gleich, indem er ebenfalls einstimmig für das Abkommen votierte.

Nachdem Tom Keidel, Leiter des Bads am Stadtwald, die Umbaupläne vorgestellt hatte, erläuterte Ramsl den Delegierten den Inhalt des Vertragsentwurfs. In ihm sind die Bedingungen für das Vereinsschwimmen sowohl hinsichtlich der Nutzungszeiten als auch der Kosten für 20 Jahre langfristig festgelegt. Basis der Verabredung waren die bisherigen Abmachungen, wonach die Sportvereine 25 Prozent der Nutzungsgebühren zu tragen haben. „Mehr konnten wir den Clubs nicht zumuten, zumal sie erst kürzlich eine Erhöhung von 21 auf 25 Prozent verkraften mussten“, betonte Ramsl. Auch die Schwimmvereine, allen voran die Startgemeinschaft (FTN und Olympia), wiesen eindringlich auf die hohen Kosten hin, die sie zu schultern hätten, um ihren Sport ausüben zu können. Sie plädierten aber letztlich für den Umbau der Schwimmanlage und die Zustimmung des damit verbundenen Vertrags. Dieser soll während der Laufzeit jeweils nach fünf Jahren einer regelmäßigen Überprüfung unterzogen werden und an Änderungen etwa des Bedarfs oder der Energiekosten angepasst werden. Falls sich dabei die Stadt und der KSV nicht einigen sollten, soll ein Schiedsgericht entscheiden.

Zum außerordentlichen Verbandstag im Gut-Heil-Heim waren nur 32 von 109 Stimmberechtigten aus 14 von 55 Vereinen und sechs von 17 Fachsparten erschienen. „Das ist nicht die Resonanz, die wir eigentlich erwartet hatten“,, räumte Ramsl ein. Zu Beginn der zweistündigen Tagung hatte Alexander Fuchs, Olympia-Referent des Landessportverbandes, die Versammlung unter dem Motto „Feuer und Flamme für Spiele in Hamburg“ über den aktuellen Stand der Olympia-Bewerbung Hamburgs für 2024 informiert. Fuchs, der an den Hamburger Sportbund „ausgeliehen“ ist, wies darauf hin, dass Spiele in Hamburg in wirtschaftlicher und touristischer Hinsicht natürlich Auswirkungen auf das Umland haben würden. Und in diesem Zusammenhang könne ein erneuertes Schwimmbad in Neumünster von Bedeutung sein. „Viele Verbände werden sich während und vor allem vor den Olympischen Spielen in der Region vorbereiten und akklimatisieren. Da kann Neumünster für die Schwimmer eines kleineren Landes als vorolympischer Trainingsstandort durchaus interessant sein.“ Abschließend appellierte Fuchs an die Zuhörer, möglichst positiven Einfluss auf das Olympia-Referendum am 29. November zu nehmen. „Hamburg 2024 – Das gibt’s nur einmal!“, betonte er.

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