zur Navigation springen

Reiten : Mitten in Neumünster: International hat Konjunktur

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Ein „Aserbaidschaner aus Lentföhrden“ ist bester Schleswig-Holsteiner im prestigeträchtigen Eröffnungsspringen.

Der beste Schleswig-Holsteiner im internationalen Eröffnungsspringen der VR Classics ist – streng genommen – seit knapp zwei Jahren gar keiner mehr. Denn Andre Schröder lebt zwar in Lentföhrden, ist dort auch aufgewachsen, startet aber für das ferne Aserbaidschan. Mit dem Holsteiner Wallach Caillou wurde Schröder gestern nach einer tadellosen Runde Fünfter in den Holstenhallen.

Pferdesportlerinnen und Pferdesportler sind irgendwie überall zu Hause; Schröder allerdings nicht so richtig. Er folgte einfach einem Angebot des Reiterverbandes Aserbaidschan ohne signifikanten Ortswechsel. Für einige Wochen hatte man ihn als Trainer eingeladen, prompt folgte die Frage nach dem Nationenwechsel. Der 24-Jährige sitzt nun erst seit wenigen Wochen wieder im Sattel. In Kiel brach sich Schröder im Oktober des Vorjahres die Schulter – und es dauert bekanntlich etwas länger, bis solch eine Verletzung vollständig ausgeheilt ist.

Direkt vor dem „Aserbaidschaner aus Lentföhrden“ – der im Übrigen für die TRSG Holstenhalle Neumünster startet – platzierte sich sogar ein „hessischer Italiener“ auf Rang 4: Emanuele Gaudiano zog 2007 nach Büttelborn bei Frankfurt, „um dichter dort zu sein, wo der internationale Springsport stattfindet – in Deutschland“, wie der Reiter unumwunden zugab. Und direkt hinter Schröder platzierte sich mit Christian Hess und Carneby ein gebürtiger Westfale, der aber seit einigen Jahren im schleswig-holsteinischen Radesforde lebt. Ein Hauch Globetrotter umweht auch Schleswig-Holsteins Landesmeister Lars Bak Andersen, der mit Conte Couleur Rang 7 belegte. Der Wahl-Elmshorner ist Däne und gewann 2013 auch die dänischen Meisterschaften der Springreiter.

Auch die Dänin Anna Kasprzak, die gestern bereits die zweite internationale Dressurprüfung Intermediaire I in den Holstenhallen gewann, hat einige Jahre in Deutschland gelebt, bevor es zurück nach Haderslev ging. In der gleichen Prüfung startete ebenso erneut Caroline Wilm aus Tasdorf und wurde mit First Class Siebte. „Die Stute hat sich erschreckt, und dann habe ich auch noch einen Steigbügel verloren. Ehe ich den wiederhatte, waren die Galoppwechsel schon vorbei und nicht allzu gut gelungen“, erklärte Wilm. Die junge Reiterin hat übrigens ein Jahr in Kanada die Schule besucht, bevor sie in Hamburg ihr Studium begann. Caroline Wilm hat ihr Sportprogramm beendet, für Anna Kasprazak geht es heute Morgen um die Qualifikation für die Weltcup-Kür. Und dort trifft sie reichlich Konkurrenz: Isabell Werth aus Rheinberg, Helen Langehanenberg aus Billerbeck und Fabienne Lütkemeier aus Paderborn. Diese drei Damen haben übrigens schon immer in Westfalen gelebt ...

zur Startseite

von
erstellt am 15.Feb.2014 | 08:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen