zur Navigation springen

Endspurt : Mit Energieleistung zum Punktgewinn

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Handball-Landesligen: Männer der SG Bordesholm/Brügge II retten bei 26:26 gegen SG Wift II einen Zähler. Nortorfs Frauen verlieren erneut und bleiben Schlusslicht.

In den Handball-Landesligen Mitte bleiben die Teams der SG Bordesholm/Brügge im Verfolgerfeld der Tabellenspitze. Bei den Männern betrieb die SG-Reserve im Derby gegen die SG Wift II beim 26:26 Schadensbegrenzung und nahm zumindest einen Zähler mit auf die Heimreise, so dass der Rückstand in der Tabelle auf das Führungstrio bei zwei Punkten liegt. Bei den Frauen reiht sich die SG Bordesholm/Brügge nach dem 23:14 bei Lütjenburg/Dannau mit ebenfalls zwei Zählern Rückstand auf den Spitzenreiter auf Tabellenrang drei ein. Gleich dahinter liegt die SG Wift, die den TSV Alt Duvenstedt mit 30:27 nach Hause schickte. Schlusslicht bleibt die HSG 91 Nortorf, die nach dem 24:30 beim TSV Owschlag II weiterhin auf den ersten Saisonzähler wartet.

Landesliga Männer

SG Wittorf/FTN II – SG Bordesholm/Brügge II 26:26 (14:11). Die Gäste dominierten die Partie zu Beginn, lagen gegen schläfrige Wittorfer mit 4:1 in Front, als die Gastgeber die erste Auszeit nahmen. Anschließend machte die Wift-Reserve einen ausgeschlafenen Eindruck, glich zum 5:5 aus und zog über 7:6 auf 14:11 zur Pause davon, begünstigt durch viele technische Fehler der Bordesholmer. Einen großen Anteil an der Wende hatte auch Wifts Keeper Jannik Mittendorfer, der zahlreiche Bälle entschärfte. Nach der Pause liefen die Gäste weiterhin einem Zwei- bis Drei-Tore-Rückstand hinterher, doch die Wift-Reserve verpasste es, den Sack zuzuschnüren. In der 55. Minute führten die Gastgeber noch mit drei Treffern, dann begann die Bordesholmer Aufholjagd, angeführt von Lukas Freese und Yannick Zittlau im Rückraum sowie Finn Riefel am Kreis. Mit einer nun starken Abwehrleistung und konzentrierten Abschlüssen in der Offensive schafften die Gäste noch den Ausgleich. „Es ist bezeichnend, dass nur vier Spieler von uns Tore gemacht haben, alle anderen blieben im Angriff weit unter ihren Möglichkeiten“, sagte Bordesholm II-Sprecher Hendrik Roßmann: „Es wäre viel mehr drin gewesen. Im Nachhinein ist das zwar ärgerlich, aber die Energieleistung der Mannschaft in der Schlussphase hat ein bisschen dafür entschädigt und zeigt, wie groß der Teamgeist und der Wille in der Mannschaft ist.“ Auf der Gegenseite gab Wift II-Coach Martin Glaubitz zu Protokoll: „Insgesamt war es ein gerechtes Unentschieden, wobei ein Verhältnis von 5:1 Zeitstrafen und insgesamt 15 vergebene Chancen von uns trotz kontinuierlicher Führung letztlich unseren Sieg verhindert haben.“

SG Wittorf/FTN II (Tore in Klammern): Steffen (8/4), Wilken (7), Pohl (2), Schilling (5), Aust (2), Schmidtke (2).

SG Bordesholm/Brügge II: Kühtz, Sternberg, Schrammböhmer - Zittlau (12/4), Molzow, Schaumann, Freese (6/1), Riefel (8), Roßmann, Reese, Soboll, Stange (1), Brunkhorst, Welz, Glumm.

Nächster Gegner SG Wift II: HSG Mönkeberg/Schönkirchen (A/2. November, 17 Uhr).

Nächster Gegner SGBB II: Wellingdorfer TV (A/1. November, 17 Uhr).

Landesliga Frauen

SG Lütjenburg/ Dannau – SG Bordesholm/Brügge 14:23 (9:13 ). Die Gäste ließen nach kurzer Eingewöhnungszeit keinen Zweifel aufkommen, wer die Partie gewinnen würde. Aus einer stabilen 6:0-Deckung heraus legte die SG Wift eine 6:3-Führung vor (12.) und zog über 10:8 (20.) bis zur Pause auf 13:9 davon. Ausschlaggebend dafür war neben der Defensive und zwei starken Torhüterinnen vor allem die Effektivität im Angriff über die Außenpositionen. Die Gastgeberinnen ergaben sich im zweiten Durchgang dann früh ihrem Schicksal. Bordesholm zog Lütjenburg Anfang der zweiten Hälfte mit einigen Gegenstößen den Zahn und konnte über 18:10 (40.) und 20:14 (50.) bis auf 23:14 davonziehen. „Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung“, sagte SGBB-Coach Eike Rix, der die starken Mareike Klinke und Jenny Hass hervorhob.

SG Bordesholm/Brügge: Kern, Saamen – Möller (1), Schwardt (3), Sinn, Klinke (4), Haß (5), Reinert, Petersen (1), Miskic (2), Bruhn (1/1), Elwardt (3), Wurr, Bülck (3/2).

Nächster Gegner: TSV Owschlag II (H/2. November, 16.30 Uhr).

SG Wittorf/FTN – TSV Alt Duvenstedt 30:27 (15:17). Die SG Wift ging hochkonzentriert in die Partie und führte nach sechs Minuten mit 4:1. Einzig Alt Duvenstedts Rückraumspielerin Britta Müller (13/5) bekam die aktive und aggressive SG-Abwehr nicht richtig in den Griff. So ging es hin und her, die Führung wechselte permanent. Ein 6:8 (16.) drehte Wift in ein 10:9 (20.), um nach riskanten Pässen im Angriff zur Pause doch mit 15:17 in Rückstand zu geraten. Nach dem Wiederanpfiff legten die Gastgeber dann den Grundstein für den Erfolg. Ein 5:0-Lauf brachte die SG innerhalb von sieben Minuten auf 20:17 in Front. Die Wift-Maschine lief jetzt rund – und ließ sich auch von der Auszeit der Gäste nicht mehr aus dem Takt bringen. Die Schwalestädterinnen legten über 22:18 (40.) und 29:22 (54.) eine komfortable Führung vor. Die Leistung seiner Mannschaft brachte Gäste-Coach Markus Dobbert derart in Rage, dass er noch die Rote Karte sah (54.). „Die Mannschaft wächst immer weiter zusammen. Heute hatten wir zehn Torschützen, es war wirklich eine klasse Teamleistung“, sagte Wifts Trainer Thorsten Möller zufrieden.

SG Wittorf/FTN: Voigt - Schulz-Hildebrandt (1), Goniwiecha (5), Bermbach, Mundt (1), Redmer, Rostock (1), J. Langowski (2), N. Langowski (7/2), Hein (5/4), Meyer (2), Haberland (4), Hoffmann (2).

Nächster Gegner: HSG 91 Nortorf (A/2. November, 14.20 Uhr).

TSV Owschlag II – HSG 91 Nortorf 30:24 (13:10). Das Schlusslicht aus Nortorf startete vielversprechend in die Begegnung und hielt durch konsequente und körperbetonte Abwehrarbeit sowie eine starke Leistung von Torhüterin Julia Bruhn bis zum 6:6 (18.) gut mit. Anschließend aber kam es zum Bruch im Spiel der Gäste mit viele technischen Fehlern und Abstimmungsproblemen. Die Owschlag-Reserve hat darüber hinaus Spielerinnen aus der Drittliga-Mannschaft von der Bank gebracht, die den Nortorferinnen technisch überlegen waren und die Fehler der Gäste eiskalt bestraften. Durch Tempogegenstöße zog der TSV II bis zur Halbzeit auf 13:10 davon. „Hinzu kommt, dass der Ball zwischenzeitlich so viel Backe hatte, dass diese entfernt werden musste. Diese Regelung mit der Backe ist in meinen Augen einfach Wettbewerbsverzerrung. Entweder alle oder keiner“, kritisierte HSG-Trainer Jochen Uhlemann. In Durchgang zwei wehrten sich die Nortorferinnen tapfer, kämpften sich unter Führung von Kim Hildebrandt, Nicole Wettzel und Swantje Delfs bis zur 50. Minute auf 22:23 heran. Doch statt des möglichen Ausgleichs nutzte Owschlag einen Gegenzug zum 24:22 – und bei vielen Nortorferinnen gingen die Köpfe nach unten, so dass die Gastgeberinnen ohne große Gegenwehr auf 30:24 davonziehen konnten. Immerhin: „Mit 24 Treffern auswärts haben wir unseren Angriff etwas stabilisiert“, sagte Uhlemann.

HSG 91 Nortorf: Strebelow, Bruhn - Böhmfeldt, Albrecht (5), Delfs (3), Stoffers (1), Wittmaack (1), Hildebrandt (7), Voß, Uhlemann (1), Kersin (4), Reese, Wettzel (2).

Nächster Gegner: SG Wift (H/2. November, 14.20 Uhr).

zur Startseite

von
erstellt am 15.Okt.2014 | 11:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen