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Handball : Landesligisten verlieren um die Wette

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Neumünsters Männerteams kassieren heftige Pleiten. Die SGBB-Frauen sind nach einem Derbysieg weiter im Titelrennen.

Mit einem programmgemäßen 27:19-Derbysieg über die SG Wift wahrte die SG Bordesholm/Brügge ihre Titelchance in der Frauenhandball-Landesliga. Die HSG 91 Nortorf darf derweil noch hoffen, den vorletzten Tabellenplatz zu verlassen. Sie siegte mit 29:24 im Kellerduell gegen die HSG Eider Harde II. Bei den gleichklassigen Männern verloren Neumünsters Vertreter bei Topteams quasi um die Wette: Die Reserve der SGBB mit 27:41 bei der HSG Mönkeberg/Schönkirchen, die SG Wift II beim Kieler MTV mit 24:40.

Landesliga Männer
HSG Mönkeberg/Schönkirchen – SG Bordesholm/Brügge II 41:27 (17:14). „Das war ein Debakel“, kommentierte SGBB II-Pressesprecher Hendrik Roßmann. Dabei konnten die Gäste die erste Halbzeit noch ausgeglichen gestalten. Nach einem anfänglichen Hin und Her (5:5/10.) gingen die Bordesholmer sogar beim Tabellenführer mit 12:9 in Führung (20.). „Zu diesem Zeitpunkt haben wir unsere Angriffe noch ausgespielt, und auch die Abwehr stand“, beschrieb Roßmann die Geschehnisse. Doch nur zwei weitere Tore bis zur Pause reichten nicht, um die HSG Mö/Schö auf Abstand zu halten und das Blatt wendete sich. „Nach dem Wiederanpfiff haben wir das Handballspielen dann leider zunehmend eingestellt“, fasste Roßmann zusammen. Die Bordesholmer Abwehr hatte keine Struktur und agierte besonders gegenüber den starken Rückraumschützen zu passiv. Vorne verhinderten zu viele Einzelaktionen den nötigen Druck und hemmten den Spielfluss. Die Hausherren nahmen dankend jeden Fehler der Gäste an und setzten das über Gegenstöße und die zweite Welle in Zählbares um. Mitte der zweiten Hälfte beim Stand von 25:20 keimte bei der SGBB II noch mal Hoffnung auf, zumal Jan Sternberg im Tor einige Glanzparaden ablieferte. Aber anstelle einer Initialzündung kamen die Bordesholmer in der letzten Viertelstunde gewaltig unter die Räder.

SG Bordesholm/Brügge II: Kühtz, Sternberg - Zittlau (14), Molzow, Glumm (1), Roßmann (1), Welz (3), Riefel (3), Meier, Soboll (4), Schaumann (1).

Nächster Gegner: Kieler MTV (H/Sonnabend, 28. Februar, 18 Uhr).

Kieler MTV – SG Wittorf/FTN II 40:24 (18:13). Von Beginn an waren die Hausherren bestimmend, aber die Reserve der SG Wift ließ sich davon vorerst nicht verschrecken (3:2/5.). Doch langsam aber sicher entglitt den Gästen der Anschluss (9:6/14.), und es zeichnete sich ab, dass die Blau-Weißen den MTV-Schützen Daniel Rechter trotz diverser Abwehrumstellungen nicht in den Griff bekommen sollten. Der Rückraumlinke hatte erheblichen Anteil an der Schlappe der SG Wift II. Insgesamt schenkte Rechter den Neumünsteranern 15 Tore ein. Ab der 22. Minute war es dann so weit: Beim Zwischenstand von 13:8 war der Wille bei den meisten Wittorfern gebrochen. „Die Mannschaft hat sich ohne Gegenwehr ihrem Schicksal ergeben. Einzig Tobias Schmitt, Jasper Glaubitz und Kostja Wilken haben weiterhin gegenangekämpft“, schilderte Wift II-Trainer Martin Glaubitz seine Sicht der Dinge. Auch die Halbzeitpause brachte keine Verbesserung im Spiel der Gäste – ganz im Gegenteil (30:18/40.). Der KMTV ließ sich nicht mehr aus dem Tritt bringen und überrollte die Wittorfer. „Nach zwei Klatschen stellt sich für uns am kommenden Sonntag in der KSV-Halle gegen Preetz II eine Frage der Ehre“, sagte Martin Glaubitz abschließend.

SG Wittorf/FTN II: Hübner, Wegner - Woop (1), Kopp (2), Schmitt (5/1), Pohl (1), Hoops (1), Korten (2), J. Glaubitz (6/1), Aust (2), Schilling, Wilken (4), Ehlers.

Nächster Gegner: Preetzer TSV II (H/Sonntag, 1. März, 16.30 Uhr).

Landesliga Frauen


HSG 91 Nortorf – HSG Eider Harde II 29:24 (15:11). Die positive Entwicklung bei der abstiegsgefährdeten HSG 91 hält an. Für Nortorfs Trainer Mario Schlüter war der Erfolg im Kellerduell ein verdienter und nie gefährdeter Sieg. „Wenn wir unsere klaren Chancen in der ersten und zweiten Welle konsequenter nutzen, ist das Spiel schon nach 30 Minuten entschieden“, behauptete er. Die Gäste konnten nur bis zum 3:3 in der sechsten Minute mitgehen. Anschließend übernahmen die Nortorferinnen das Kommando (7:4/11.) und kamen über Tempohandball zu einer Sechs-Tore-Führung (14:8/24.). Doch Nachlässigkeiten ließen den Vorsprung bis zur Pause auf vier Tore schrumpfen. Im zweiten Abschnitt scheiterte ein entscheidendes Absetzen der Einheimischen immer wieder an der eigenen Unkonzentriertheit im Deckungsverband und im Positionsangriff. Trotzdem gelang es den Nortorferinnen, die Höhe der Führung bis in die Schlussphase zu verwalten (20:16/41.; 24:20/50.), ehe sie mit einem Endspurt erneut sechs Tore vorlegten und die Partie vorzeitig entschieden (27:21/56.). „Wir haben phasenweise einen schönen Tempohandball gezeigt, aber gelegentlich zu viele falsche Entscheidungen getroffen. Dennoch bin ich hochzufrieden“, resümierte Schlüter.

HSG 91 Nortorf (Tore in Klammern): Strebelow, Bruhn - Albrecht (2), K. Fock (5), Stoffers (4), Wittmaack, Hildebrandt (8), Voß (2), Wollny (2), Wettzel (5), Clausen (1).

Nächster Gegner: HSG Fockbek/Nübbel (A/Sonnabend, 28. Februar, 17 Uhr).

SG Bordesholm/Brügge – SG Wittorf/FTN 27:19 (12:6). Auch in der zweiten Auflage des Derbys jubelten am Ende die Bordesholmerinnen. Nach einem ausgeglichenen Start (4:3/11.), konnten die Gäste bis zur 22. Minute einigermaßen mithalten (9:6/22.). Doch dann fand bis zur Halbzeitsirene kein Wurf der SG Wift mehr den Weg ins Tor und die SGBB ging mit einem Sechs-Treffer-Polster in die Kabine. „Wie so oft war die Wurfausbeute der Knackpunkt – und das zog sich wie ein roter Faden durch die gesamte Partie“, kommentierte Wift-Trainer Thorsten Möller die vier vergebenen Siebenmeter in der ersten Hälfte sowie die insgesamt nur 19 Treffer bei 50 Versuchen. Sein Gegenüber SGBB-Coach Torge Haß war Feuer und Flamme für seine Defensive: „Lediglich eine Gelbe Karte sagt alles. Wir haben exzellent und sauber gearbeitet und dadurch Wift permanent in schwierige Schusspositionen gezwungen.“ Nach dem Wechsel stellten die Blau-Weißen auf eine 5:1-Abwehr gegen die spielstarke Bordesholmerin Ina-Lena Elwardt um, die ihre Mitstreiterinnen oft gekonnt in Szene setzte. Aber der erhoffte Erfolg stellte sich nicht ein, und die Gäste kamen nicht näher als auf sechs Treffer heran (15:21 aus Wift-Sicht/52.). Daraufhin drückten die Frauen der SGBB noch einmal aufs Tempo und machten die Entscheidung klar (25:15/54.). „Es war eine ansprechende Leistung in der Abwehr, und wir müssen die guten Momente mitnehmen“, lautete das Fazit von Möller. Heimtrainer Haß freute sich dank seiner Deckung über einen „überraschend ruhigen Abend“.

SG Bordesholm/Brügge: Pahlisch, Saamen - Möller (3), Schwardt (5), Sinn (2), Haß (2), Reinert (2), Petersen (1), Bruhn (3), Wurr, Miskic, Elwardt (6), Lütt (3).

SG Wittorf/FTN: Voigt, Grabowski – Voßbeck (4), Beckmann (3), Mundt (2), Meyer (3/ davon 1 Siebenmeter), N. Langowski, J. Langowski (5), Rostock, Ce. Hoffmann (1), Ca. Hoffmann, Goniwiecha, Redmer (1), Schulz-Hildebrandt.

Nächster SGBB-Gegner: HSG Eider Harde II (A/Mittwoch, 4. März, 20.30 Uhr). – Nächster Wift-Gegner: HSG Kremperheide/Münsterdorf (H/Sonntag, 1. März, 14.30 Uhr).

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