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Handball-Oberliga HH/SH Männer : Kurzer Prozess in Halbzeit zwei

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die SG Wift macht beim 32:25 über Schwartau II nach der Pause alles klar. Der Geräuschpegel in der KSV-Halle ist angenehmer als zuletzt.

Der VfL Bad Schwartau II war nur eine Halbzeit lang ein Gegner auf Augenhöhe: Handball-Oberligist SG Wittorf/FTN wurde im letzten Meisterschaftsspiel des Jahres 2015 seiner Favoritenrolle gerecht, gewann daheim gegen die Marmeladenstädter deutlich mit 32:25 (13:12) und festigte damit seinen zweiten Tabellenplatz – das HVSH-Pokal Final Four am kommenden Wochenende daheim in der KSV-Halle kann kommen.

Das Team des Trainergespanns Peter Bente/Yannik Stock behauptete mit seinem achten Saisonsieg den zweiten Tabellenplatz hinter Spitzenreiter HSV Hamburg II und darf sich nun auf den Abschluss der Hinrunde am zweiten Januar-Wochenende freuen. Dann nämlich kommt es in der Hansestadt zum direkten Topduell der Oberliga. Und Peter Bente schickt bereits jetzt eine deutliche Botschaft in die Metropole: „Wir wollen oben angreifen.“

Dass Wift dazu in der Lage ist, bewiesen die „Bären“ eindrucksvoll in der zweiten Hälfte gegen die Zweitligareserve aus Bad Schwartau. Hatten sich die Blau-Weißen in den ersten 30 Minuten mehr oder weniger selbst im Weg gestanden, indem sie ihre Torchancen nur mangelhaft verwerteten, ohne dabei schlechten Handball zu spielen, kam die Tormaschine nach dem Seitenwechsel in Schwung. Aus einem 13:12 wurde binnen zehn Minuten ein 20:15 (40.). Besonders die eingewechselten Tommy Fängler auf halb links (schon vor der Pause für Reiner Kobs) und Florian Schmidtke auf Rechtsaußen (für den ebenfalls agilen Moritz Haß) machten mächtig Dampf, erzielten gemeinsam zehn Treffer und stellten einmal mehr unter Beweis, was Wittorf/FTN in seinem zehnten Oberligajahr auszeichnet: eine starke Bank. Hinzu kam, dass Torhüter Oliver Titze seinen eindrucksvollen 13 Paraden in der ersten Halbzeit bis zu seiner Auswechslung (50./25:19) vier weitere folgen ließ. Den zunehmend erschöpften und entnervten Gästen war zu diesem Zeitpunkt damit längst der Zahn gezogen. Dem Team von Coach Mirko Baltic unterliefen allein in den letzten sechs Minuten sieben technische Fehler. Die schon vorher angeordnete kurze Deckung gegen Fängler blieb ebenfalls wirkungslos, da sich weder Spielertrainer Stock noch Thorben Plöhn im Wittorfer Rückraum davon beeindruckt zeigten.

Die von SG-Ligaobmann Matthias Lucht veranlasste Verlegung der eigenen Trommler in den hinteren Sitzblock der KSV-Halle erzielte ebenfalls Wirkung. Der Geräuschpegel war wesentlich angenehmer als zuletzt, sodass dieses Argument der momentan ein wenig untreuen Heimzuschauer – erneut fanden keine 200 Besucher den Weg an den Hansaring – künftig keine Geltung mehr haben dürfte. Dass der Wift-Spitzenhandball eine größere Kulisse verdient hat, davon können sich die Fans schon am kommenden Wochenende beim Final Four an selber Stelle überzeugen. Dann nämlich hat der Gastgeber aus Neumünster reelle Chancen auf den Landespokalsieg.


SG Wittorf/FTN (Tore in Klammern): Titze, Hoffmann - Schmidtke (3), Fängler (7), Lehmann, Plöhn (5), Kreft (4), L. Bente (2), Stock (5), Haß (2), Kobs (4 Siebenmeter).

Schiedsrichter: Laß/Schütze (HC Treia/Jübek) – Zuschauer: 189. – Nächste Gegner: HSG Mönkeberg/Schönkirchen (H/Sonnabend, 19. Dezember, 18 Uhr/HVSH-Pokal Final Four), Spiel um Platz 3 oder Finale (H/Sonntag, 20. Dezember, 13.30 oder 16 Uhr/HVSH-Pokal Final Four), HSV Hamburg II (A/Sonntag, 10. Januar, 17 Uhr/Oberliga-Meisterschaftsrunde).


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