2. Badminton-Bundesliga : Knieverletzung von Sarah Bok trübt Siegesfreude bei Spitzenreiter Wittorf

Ihre Verletzung sorgt für Sorgenfalten in Wittorf: Sarah Bok.
Ihre Verletzung sorgt für Sorgenfalten in Wittorf: Sarah Bok.

Die 5:3-Erfolge der Neumünsteraner gegen Emsdetten und Wesel werden überschattet.

shz.de von
26. Januar 2015, 15:00 Uhr

Endgültig auf Meisterkurs befindet sich Badminton-Zweitligist Blau-Weiß Wittorf. Die Neumünsteraner gewannen gegen den TV Emsdetten und den BV Wesel Rot-Weiß jeweils mit 5:3. Nunmehr 15:5 Punkte bedeuten vier Runden vor Schluss zwei Zähler Vorsprung vor dem FC Langenfeld und gar vier vor dem Tabellendritten Wesel.

Martin Campbell, Wittorfs schottischer Doppel- und Mixedspieler, stand auf Grund des Turniers Iceland International nicht zur Verfügung. Emsdetten musste aus dem gleichen Grund den Engländer Peter Briggs und den Finnen Kalle Koljonen ersetzen, zusätzlich fehlte beim Aufsteiger der verletzte Justus Schmitz. „Das hat uns natürlich in die Karten gespielt“, verriet Wittorfs Trainer Ralf Treptau. Kurzerhand wurde das zweite Doppel der Blau-Weißen, bestehend aus Rafal Hawel und Jan Collin Strehse, zum ersten Doppel. Das eingespielte Duo holte dann auch den wichtigen Punkt gegen Marco de Jager und Heiko Rademaker (21:11, 21:19). Im zweiten Herrendoppel ließen Bjarne Geiss, der als Ersatz für Campbell dabei war, und Jan Sören Schulz gegen den Engländern Jamie Bonsels und Frederik Feld nichts anbrennen und beendeten das Spiel im zweiten Satz vernichtend mit 21:3. „Das Mixed war zwar auch eng, aber beim Vorsprung von 5:2 tat uns die Niederlage dort nicht mehr weh“, konstatierte Treptau.

Das Pech der anderen machte sich Wittorf auch im zweiten Spiel zu Nutze. Verletzungsbedingt fiel bei Wesel Tim Vaessen für das zweite Herreneinzel aus. Da Strehse eine Fußverletzung noch nicht vollständig auskuriert hatte, wurde der Neumünsteraner in dieser Begegnung nur im zweiten Herreneinzel eingesetzt. Im ersten Herrendoppel traten für Wittorf Schulz und Geiss an. Sie brachten dem Österreicher Roman Zirnwald und Europameister Thorsten Hukriede deren erste Saisonniederlage bei. „Das war ein Big Point“, jubelte Blau-Weiß-Trainer Treptau. Allerdings gab es nicht nur Gutes zu berichten. Im letzten Satz des knappen Damendoppels schoss der Schottin Sarah Bok nach einem Ausfallschritt plötzlich ein Schmerz durchs Knie. „Irgendwie hat sie sich das Knie wohl verdreht“, erklärte Treptau. Konsequenterweise wurde das Mixed seitens der Blau-Weißen kampflos abgegeben, und auch das Damendoppel ging folglich an Wesel.

„Es wäre sicher vermessen, jetzt nicht auf den Meistertitel zu spekulieren“, meinte Treptau nach dem siegreichen Wochenende. „Allerdings wird es angesichts des Schweregrades der Verletzung von Bok wohl nur Spekulation bleiben“, rückte er die Verhältnisse gerade.

Blau-Weiß Wittorf - TV Emsdetten 5:3 – 1. HE: Schöttler - Bonsels 21:13, 21:15; 2. HE: Hawel - Schmitz 21:12, 21:15; 3. HE: Strehse - de Jager 24:22, 21:14; DE: Voigt - Moore 19:21, 15:21; 1. HD: Hawel/Strehse - de Jager/Rademaker 21:11, 21:19; 2. HD: Schulz/Geiss - Bonsels/Feld 21:13, 21:3; DD: Voigt/Bok - Moore/Efler 18:21, 18:21; Mixed: Schulz/Bok - Schmitz/Efler 21:19, 12:21, 18:21.

Blau-Weiß Wittorf - BV Wesel Rot-Weiß 5:3 – 1. HE: Schöttler - Wraber 21:17, 21:18; 2. HE: Hawel - Hukriede 21:15, 21:19; 3. HE: Strehse - Lesch 21:14, 21:14; DE: Voigt - Diehl 8:21, 5:21; 1. HD: Schulz/Geiss - Zirnwald/Hukriede 21:15, 16:21, 21:14; 2. HD: Schöttler/Hawel – Wraber/Göbeler 21:16, 21:12; DD: Voigt/Bok – Diehl/Kattenbeck 17:21, 21:19, 7:21 (Aufgabe bei 7:13); Mixed: Schulz/Bok – Zirnwald/Kattenbeck 0:21, 0:21 (verletzungsbedingter Verzicht).

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