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Kanurennsport : Knabe besteht Feuertaufe

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Das Talent aus Großharrie holt beim ersten internationalen Start für Deutschland gleich eine Goldmedaille.

Janko Knabe hat wieder zugeschlagen. Nur zwei Wochen nach seinen beiden Titelgewinnen bei den deutschen Meisterschaften im Kanurennsport durfte der 16-jährige Großharrier nun das erste Mal international für die Auswahl des Deutschen Kanuverbandes an den Start gehen und holte gleich eine Goldmedaille.

Knabe erhielt auf Grund seiner nationalen Erfolge die Nominierung für Starts bei den Olympic Hope Games in Piešt’any (Slowakei). Die Olympic Hopes werden von der International Canoe Federation (ICF) ausgerichtet und sind für Nachwuchstalente im Alter von 15 bis 17 Jahren der erste internationale Vergleichswettkampf für nationale Auswahlmannschaften. In Piešt’any sorgten Athleten aus 27 Nationen für einen bestens besetzten Wettkampf. Unter der Führung des deutschen Jugendnationaltrainers Clemens Paarmann reisten 28 deutsche Athleten zu den Wettkämpfen an – klar, dass auch Knabes Eltern sich mit dem Auto auf die lange Reise machten.

Als Deutscher Jugendmeister im Einer über 1000 Meter durfte Janko Knabe auch in Piešt’any in dieser Disziplin an den Start gehen. Er qualifizierte sich nach einem souveränen Vorlauf im Semifinale mit der zweitschnellsten Zeit für den Endlauf. Mit großer Zuversicht ging Knabe auf seiner Lieblingsstrecke an den Start. Eine ungünstig ausgeloste Bahn mit widrigen Wind- und Wasserverhältnissen sowie eine überraschende Nervosität bei seinem ersten internationalen Start führten am Ende nur zum achten Platz für den Großharrier.

Knabes zweiter Start für Deutschland erfolgte im Zweier über 500 m gemeinsam mit dem 15-jährigen Berliner Jacob Schopf. Mit Knabe am Schlag sowie am Steuer konnten sich beide unter 27 startenden Booten für den Endlauf qualifizieren. „Die Nervosität war abgelegt, und beide wollten unbedingt mit einer Medaille nach Hause kommen“, berichtete Wolfgang Reimer, Pressesprecher von Knabes Heimatverein, dem Ersten Kanu-Klub Neumünster. In einem harten, aber souveränen Rennen gewannen die beiden mit einer viertel Bootslänge Vorsprung vor den Booten aus Serbien, Tschechien, Polen, Großbritannien, Ungarn, Dänemark und den USA Gold. „Der Traum von einer Medaille ist wahr geworden. Dass es dann die goldene ausgerechnet auf dieser für Knabe eigentlich etwas zu kurzen Strecken gab, hat alle überrascht“, verriet Reimer.

Auch Knabes „Entdeckerin“ und Heimtrainerin Maria Rahm vom EKN drückte ihre Freude aus. „Mit Janko haben wir einmal mehr bewiesen, dass auf dem Einfelder See erfolgreich die Grundlagen für eine möglicherweise noch große Karriere gelegt werden können“, erklärte sie. Das abschließende Fazit zog Reimer: „Nach seinem Wechsel im Frühjahr an den Olympiastützpunkt in Hannover zeigt dieser Erfolg, dass die Strategie des Deutschen Kanuverbandes, die nationalen Talente und Leistungssportler an dezentralen Stützpunkten zu konzentrieren, einen unverzichtbaren Schritt für die weitere sportliche und schulische Entwicklung der jungen Athleten darstellt.“

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erstellt am 17.Sep.2014 | 16:00 Uhr

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