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2. Basketball-Regionalliga : „Kleine Riesen“ wehren sich tapfer

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der TS Einfeld verliert ohne seine komplette Centergarde und Topscorer Smyrek beim Titelanwärter Weser Baskets Bremen mit 72:105.

Wenn man in der 2. Basketball-Regionalliga als Aufsteiger bei einem Titelkandidaten mit 72:105 verliert, dann ist schon das ganz sicher kein Beinbruch. Die Umstände, die zu diesem Resultat des TS Einfeld bei den Weser Baskets Bremen führten, lassen das Ergebnis jedoch sogar als Erfolg in die Annalen eingehen. Denn die Gäste hatten mit beispiellosen Personalsorgen zu kämpfen und agierten dennoch drei Viertel lang auf Augenhöhe.

TSE-Trainer Christoph Mallach war nicht zu beneiden. Neben seinem Topscorer Torge Smyrek (Grippe) fehlte ihm mit Mario Beinke (2,04 m) , Hauke Koll (2,04 m), Oliver Flöck (2,01 m), Jörg Peters (1,97 m) und Torge Larsen (2,01 m) die gesamte Centergarde. Als sich dann auch noch der aus der zweiten Mannschaft als Aushilfe mitgereiste Center Jochen Steinau (2,04 m) beim Aufwärmen verletzte, mussten endgültig „kleine Riesen vom See“ für Schadensbegrenzung sorgen. Mallach schickte mit Michael Pieper, der auch erst in letzter Minute grünes Licht für seine Teilnahme geben konnte, sowie Marian Siemast, Tobias Langtim, Kai Schnoor und Felix Jankowiak eine Anfangsformation mit einer Durchschnittsgröße von unter 1,90 m in die Partie.

Die Bremer gingen dann auch gleich mit 4:0 (2.) und 18:8 (5.) in Führung. Zu letzterem Zeitpunkt waren den Hanseaten bereits fünf Dreier gelungen. Einfeld bewies jedoch Nehmerqualitäten. Langtim, Pieper und Jankowiak brachten ihre Farben auf 14:20 heran (7.), Schnoor und erneut Jankowiak verkürzten gar auf 20:22 (9.). Nachdem die Weser Baskets auf 26:20 davongezogen waren, schaffte Sinan Ibrahimi für den TSE fünf Punkte in Folge. Mit einem für die Gäste achtbaren 25:26-Zwischenergebnis aus ihrer Sicht ging es in das zweite Viertel. Einfeld blieb dran, bekam nach dem 30:34 aus Gästesicht (15.) aber den Liga-Topscorer und ehemaligen Zweitligaprofi Ismar Seferagic aufseiten der Bremer nicht entscheidend in den Griff. Der Kanadier erzielte neun seiner insgesamt 25 Punkte in den letzten drei Minuten des zweiten Viertels, und so ging es mit einem 39:47-Rückstand für Einfeld in die Halbzeitpause. Der dritte Abschnitt sollte die Entscheidung bringen. Über die Stationen 56:39 (23.) und 66:46 (27.) enteilten die Hausherren auf 78:51 (30.). Im letzten Viertel zeigten vor allem Siemast, Pieper und Niklas Heuer ihr Herz und hielten den Abstand unverändert, ehe dem Titelaspiranten doch noch sechs Zähler zum 105:72-Endstand gelangen. Ein Sonderlob aufseiten Einfelds ging an Jankowiak, der dem ehemaligen Zweitligaakteur Jens Hakanowitz (2,04 m) sehr gut Paroli bot.

TS Einfeld (Punkte in Klammern): Pieper (19/1 Dreier), Jankowiak (15), Langtim (9/1), Schnoor (8/1), Ibrahimi (8/1), Heuer (6/2), Siemast (5), Homfeldt (2), Blömer. – Nächster Gegner: BG Halstenbek/Pinneberg (H/Sonnabend, 18.30 Uhr).

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erstellt am 16.Nov.2015 | 20:45 Uhr

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