Handball-Aufstiegsspiele zur Landesliga Mitte : Klarer Sieg von Gut Heil ein Muster ohne Wert

Eines seiner 16 – letztlich leider wertlosen – Tore erzielt hier Gut Heils Pierre Fleischer (Nr. 73). Die Heikendorfer Sebastian Wöhlk, Malte Hamann und Sebastian Simmich (v. li.) haben das Nachsehen.
Eines seiner 16 – letztlich leider wertlosen – Tore erzielt hier Gut Heils Pierre Fleischer (Nr. 73). Die Heikendorfer Sebastian Wöhlk, Malte Hamann und Sebastian Simmich (v. li.) haben das Nachsehen.

Die Männer hoffen vergeblich auf einen freien Platz. WaBos Frauen scheitern an den Kieler „Zebras“.

shz.de von
12. Mai 2015, 08:00 Uhr

Es gab kein Happyend für die Neumünsteraner Vertreter in den Aufstiegsrunden zur Handball-Landesliga Mitte: Während die erfolgreich bestrittene Runde der Gut-Heil-Männer gegen den Heikendorfer SV ein Muster ohne sportlichen Wert bleibt, zogen die Frauen der HSG WaBo gegen die Reserve des THW Kiel auch im Rückspiel den Kürzeren.

Männer: SC Gut Heil – Heikendorfer SV 35:24 (14:10). Auch wenn bereits vorher klar war, dass das Rückspiel keinen sportlichen Wert haben würde, ging Gut Heil mit dem festen Willen in die Partie, das 31:34 im Hinspiel wettzumachen. „Es war ein Duell zwischen der Staffel Mitte und der Staffel Förde – somit war unser Ehrgeiz geweckt“, stufte Gut-Heil-Coach Mark Stammler die Begegnung prestigeträchtig ein. Nach dem 7:4 für Heikendorf nutzte Stammler ein Team-Time-Out, um seine Truppe um- und neu einzustellen – das trug Früchte. „Unser Team wirkte nun wacher und präsenter“, bilanzierte Stammler, dessen Schützlinge zum 8:8 ausglichen (22.) und – getragen durch einen immer stärker werdenden Felix Müller im Tor sowie den nach langer Verletzungspause zurückgekehrten Pierre Fleischer – bis zur Pause auf 14:10 davonzogen. Erneut missriet den Hausherren der Start in eine Spielhälfte, beim 15:15 (37.) war der Vorsprung wieder eingebüßt. Doch Gut Heil gehörte die Schlussphase: Ab der 41. Minute drehten die Stammler-Schützlinge nochmals auf und warfen sich über 25:19 (48.) und 28:20 (52.) zum deutlichen 35:24-Sieg.


SC Gut Heil: Müller, Mannke - Knapp (2 Tore), Velovic, Haupt (1), Kripgans (1), Neumann (8), Steffens (1), Westphal (1), Hinz (2), Fleischer (16), Rohwedder, Theen (1), Steinfeld (2).

Frauen: THW Kiel II – HSG WaBo 31:23 (14:13). Nach der knappen 20:22-Hinspielniederlage war für WaBo noch alles möglich. Als die Kielerinnen beim Stand von 3:3 eine Zeitstrafe kassierten, schaffte es WaBo nicht, den nummerischen Vorteil zu nutzen – im Gegenteil: Plötzlich lag die THW-Reserve mit 8:3 vorn. Nach einer Aufholjagd bis zur Pause begünstigten eine schwache Abwehr und zwei Torhüterinnen, die nicht ihren besten Tag erwischt hatten, zu Beginn der zweiten Hälfte einen erneuten 5:0-Lauf der „Zebras“. WaBo biss sich indes die Zähne aus, beim 15:23 aus Gästesicht war die Niederlage vorzeitig perfekt. Die Enttäuschung über den verpassten Aufstieg war nur von kurzer Dauer, wie HSG-Trainer Tim Hildebrandt betonte: „Die Tränen waren schnell getrocknet, denn letztlich sahen wir die Aufstiegsspiele als Standortbestimmung und werden in der kommenden Vorbereitung sehr hart daran arbeiten, die Fehler abzustellen und erneut anzugreifen.“

WaBo: Kanopka, Gundlach - Knauft (10), M. Henningsen (2), Schultz (1), Harder (1), Könnecke (4), S. Henningsen (1), Bass (1), Kölsch (2), Heisch (1), Witten, L. Henningsen, Griese.


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