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Handball-Oberliga HH/SH Männer : Klar und strukturiert: Wift bleibt gegen St. Pauli cool

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Neumünsteraner feiern zum Saisonstart einen 29:25-Heimerfolg.

Männerhandball-Oberligist SG Wittorf/FTN hat gleich ein erstes Ausrufezeichen gesetzt. Im Auftaktspiel der Saison 2014/15 gewannen die „Bären“ gegen den FC St. Pauli mit 29:25 (14:13).

Die nicht enden wollenden Fan-Gesänge des gut 50 Zuschauer starken Gästeblocks gaben der Begegnung von Anfang an Derbycharakter. Diese lautstarke Kulisse schien der SG Wift gut zu gefallen und die Hausherren zu beflügeln. Die Blau-Weißen arbeiteten von Beginn an im Verbund für den Nebenmann, verschoben schnell und ließen nur selten eine Lücke entstehen. Aber die „Kiezpiraten“ hatten mit dem langen Rückraumschützen Johannes Vorst die passende Antwort auf die defensive 6:0-Abwehr der SG. Die Führung wechselte immer wieder, in der zwölften Minute etwa waren die Gastgeber an der Reihe. Angeheizt von einer Doppelparade ihres Schlussmanns Erik Quednau, legten sie in der folgenden Szene in Unterzahl sogar noch ein weiteres Tor drauf (6:4). Doch St. Pauli ließ sich nicht so einfach abschütteln und erlangte mit einem Drei-Tore-Lauf die Oberhand zurück (6:7/17.). Neuen Schwung aufseiten der SG Wift brachten dann der eingewechselte Lars Bente in Kombination mit Mittelmann Yannik Stock. Die beiden diktierten den Angriff und führten die Einheimischen erstmals in sicherere Gewässer (13:10/24.). In den letzten Minuten der ersten Hälfte bestimmten die Torhüter das Spiel. Eine Parade auf der einen Seite folgte eine auf der anderen. Doch die Gäste hatten ein Quäntchen mehr Glück im Nachfassen und glichen prompt wieder aus. Dank einer gewitzten Balleroberung von Reiner Kobs kurz vor dem Pausenpfiff ging die SG mit einer 14:13-Führung in die Kabine.

Nach dem Wechsel war André Hoffmann im Wittorfer Kasten eine sichere Bank. SG-Trainer Peter Bente hatte ihn „gut auf den Rückraum eingestellt“, wie der Coach später festhielt. Erst ein verdeckter Hüftwurf der Gäste in der 40. Minute fand den Weg in die Wittorfer Maschen. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich Wift bereits leicht abgesetzt (19:15). Nun schlichen sich Nachlässigkeiten im Abschluss und im Abwehrverbund der Wittorfer ein, und die Mannschaft vom Kiez bekam nochmals Aufwind. Trotzdem behauptete Philipp Henrich verbissen die blau-weiße Drei-Tore-Führung (23:20/49.). In der Folge stellte St. Pauli seine Deckung um und nahm die rechte Angriffsseite der SG aus dem Spiel. Dadurch bot sich den Wittorfer Akteuren entscheidender Platz. Besonders der wendige Thorben Plöhn wusste den zu nutzen und krönte damit seine Terrier-Leistung in der Verteidigung. SG-Trainer Peter Bente freute sich über den Auftritt seines Teams: „Wir wollten gewinnen, egal wie – und das haben wir geschafft. Diesen Sieg haben unsere Jungs gebraucht.“ Er analysierte weiter: „Wir haben besonders in den Stresssituationen klar und strukturiert gespielt“.


SG Wittorf/FTN (Tore in Klammern): Hoffmann, Quednau - Binnewies, Sellmer, L. Bente (6/davon 4 Siebenmeter), Henrich (8), Stock (5), Plöhn (5), Kobs (2), Rahn (2), B. Schroedter (1).

SR: Oest/Reinstorf (Hamburg) – Zuschauer: 350. – Nächster Gegner: HSG Eider Harde (A/Freitag, 20.30 Uhr/in Hohn).

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