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Fussball-Regionalliga Nord : Keine Punkte, aber viel Applaus für den VfR in Flensburg

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Sogar die Einheimischen finden warme Worte für den Landesrivalen aus Neumünster.

Der VfR Neumünster hat gegen den ETSV Weiche mal wieder nicht gewonnen. Doch selten zuvor war eine Niederlage der Rasensportler gegen die Flensburger so unnötig wie gestern.

„Da habt ihr aber Glück gehabt“, entfuhr es Gästetrainer Uwe Erkenbrecher, als er den Pressecontainer an der Bredstedter Straße betrat. Die versammelten Verantwortlichen der „Eisenbahner“ wollten ihm nicht widersprechen. „Der Fußball ist halt kein Wunschkonzert. Uns hat das letzte Quäntchen gefehlt“, konstatierte Erkenbrecher, der weiter meinte: „Es ist irgendwie unerklärlich, dass wir verloren haben. Gleichwohl waren wir in einigen Einzelsituationen nicht so präsent, wie es erforderlich ist.“ Der 59-Jährige attestierte beiden Kontrahenten „intensive Arbeit in einem guten Spiel, das eine Werbung für die Regionalliga Nord war. Beide Vereine können stolz sein.“ Erneut wollte ihm niemand widersprechen.

In der Tat wussten die vor dem ersten Anstoß quer durch den Fußball-Norden als Abstiegskandidat Nummer 1 gehandelten Lila-Weißen erneut zu überzeugen. Die junge Mannschaft, in der abermals der eingewechselte Ermir Zekjiri mit gerade einmal 25 (!) Jahren der älteste Akteur war, wurde von rund 200 mitgereisten Neumünsteraner Anhängern völlig zu Recht mit Applaus verabschiedet. Überhaupt sammelte der VfR viel Lob ein. Weiches „Macher“ Harald Uhr etwa prophezeite: „Neumünster ist nie im Leben ein Abstiegskandidat. Diese Mannschaft wird zwischen Platz 6 und 9 landen.“ Und auch Mittelfeldmann Kevin Schulz, der vor der Saison von der Geerdtsstraße zum ETSV Weiche gewechselt war, rieb sich verwundert die Augen. „Der VfR ist viel besser, als alle gedacht hatten“, sagte er und sprach von einem „dreckigen Sieg, den wir nach unserem enttäuschenden Start aber sehr gut gebrauchen können“.

Es ist gut möglich, dass die „Veilchen“ sogar noch eine Schippe drauflegen. Denn zum einen wurde mit dem 23-jährigen Serben Ljubisa Gavric ein 1,94 m großer Innenverteidiger verpflichtet, der in der vergangenen Saison noch für den einstigen Erstligaclub SSV Ulm 46 in der Regionalliga Südwest die Schuhe geschnürt hatte. Zum anderen wurde der Trainerstab um den renommierten Physiotherapeuten Olaf Schüler erweitert. Der Mann, der bereits mit zahlreichen Profis wie Ex-Nationalspieler David Odonkor zusammengearbeitet hat, soll den VfR-Kickern als Fitnesscoach Beine machen.

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erstellt am 11.Aug.2014 | 18:00 Uhr

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