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Meinungsverschiedenheit : Kanusport in unruhigen Gewässern

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Ein EKN-Trio bezieht nun doch Stellung und kontert die Aussagen des 1. Vorsitzenden Jörg Hiller. Kooperationsbereitschaft ist vorhanden.

Zu Beginn des Jahres waren Eckhard Rahm als 2. Vorsitzender und Wolfgang Reimer als Pressewart des Ersten Kanu-Klubs von ihren Posten zurückgetreten. Anfangs wollten sie sich gegenüber unserer Redaktion dazu nicht äußern. Nach dem Erscheinen eines Berichts im Courier, in dem über die Ereignisse beim EKN in erster Linie aus der Sicht des Vorsitzenden Jörg Hiller berichtet worden war, sahen sich beide nun zusammen mit dem ehemaligen Boots- und Gerätewart Martin Krumm, der schon vor ihnen sein Amt zur Verfügung gestellt hatte, doch zu einer Stellungnahme gezwungen.

„Die Aussage von Hiller stimmt insofern, dass wir seit geraumer Zeit nicht mehr mit der Arbeit des 1. Vorsitzenden einverstanden sind“, betonte Reimer. „Falsch ist aber, dass ich zur der Jahreshauptversammlung im März Anträge gestellt habe. Ich habe als normales Mitglied lediglich um Auskunft über konkrete Sachverhalte gebeten.“

Als Grund für ihre Rücktritte geben alle drei an, dass Hiller, seit 1991 Vorsitzender des EKN, in der letzten Zeit die jahrelange fruchtbare und sogar freundschaftliche Zusammenarbeit durch eigenmächtige Verhaltensweisen, die mit der Satzung des Vereins nicht in Einklang ständen, infrage gestellt habe. So habe er einen fabrikneuen Außenbordmotor zum Preis von 3000 Euro angeschafft, ohne dass zuvor ein Beschluss des Gesamtvorstandes herbeigeführt worden sei. Dies wäre nach den Statuten des Vereins aber notwendig gewesen, ebenso wie die Unterschrift eines weiteren Mitglieds des geschäftsführenden Vorstandes unter dem Kaufvertrag. Auch diese hätte gefehlt.

Auch habe Hiller einen Beschluss des Gesamtvorstandes unterlaufen, neben einem Rennkajak-Zweier auch einen Einer zu erwerben. Die Anschaffung der Boote sei durch eine zweckgebundene Spende eines Neumünsteraner Geldinstituts ermöglicht worden. „Hiller hat den Kauf des zweiten Bootes gestoppt, wollte die Spende umwidmen und sie für den Kauf von Sanitärobjekten verwenden“, erklärten Rahm, Reimer und Krumm unisono.

Die erfolgreiche Strategie von Maria Rahm, die für den Rennsport verantwortlich ist, junge Talente in Booten anderer Vereine starten zu lassen, um ihnen so die Möglichkeit zu eröffnen, in die Nationalmannschaftskader aufzusteigen, sei von Hiller als vereinsschädigend torpediert worden. Er habe sogar einen Antrag unterstützt, die Rennsportwartin von ihren Aufgaben zu entbinden, was aber von der Mitgliederversammlung abgelehnt worden sei. Diese hatte vielmehr bei der bislang letzten Jahreshauptversammlung einem Eilantrag zugestimmt, nach dem ein Mediationsverfahren zur Überbrückung der Gegensätze zwischen den Parteien Hiller sowie Krumm, Rahm und Reimer eingeleitet werden sollte. „Seit nunmehr vier Monaten ist aber nichts geschehen“, berichtete Reimer. „Dabei schätzen wir die jahrelange Arbeit von Jörg Hiller sehr und wissen auch, was der Verein ihm zu verdanken hat. Uns liegt sehr viel an einer zukünftigen kooperativen Zusammenarbeit in gegenseitigem Vertrauen.“ Alle drei seien gesprächsbereit, nicht zuletzt, damit der Kanusport in Neumünster aufrecht erhalten werden kann.

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