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Heimstark : Kantersieg gegen den Tabellennachbarn

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

In der Fußball-Kreisliga endeten gleich sechs der sieben Partien mit einem Sieg der Gastgeber. Der TSV Gadeland II hat den SV Bönebüttel-Husberg mit 7:1 deklassiert und ist auf Rang acht gesprungen. Derweil stellte Aukrug keinen Stolperstein für Torpedo dar.

shz.de von
erstellt am 15.Apr.2014 | 07:00 Uhr

Der 25. Spieltag der Fußball-Kreisliga Neumünster stand ganz im Zeichen der gastgebenden Teams. Gleich sechs der sieben Heimmannschaften feierten einen Sieg auf dem eigenen Geläuf. Den höchsten gab es dabei an der Dannenkoppel, wo der TSV Gadeland II den SV Bönebüttel-Husberg mit 7:1 vom Platz fegte. Ebenfalls erfolgreich blieb das Spitzenduo Tungendorf (1:0 gegen Bokhorst) und Torpedo (4:0 gegen Aukrug). Das Verfolgerduell gewann der SV Boostedt mit 1:0 gegen die SG Padenstedt und konnte sich damit im Rennen um den dritten Rang absetzen. Das einzige Remis, das beim Aufeinandertreffen zwischen Wasbek und dem VfR II herauskam (1:1), bedeutete für den SVW einen wichtigen Zähler im Kampf gegen den Abstieg.

Neumünster Türkspor –
Ruthenberger SV 2:0 (1:0)

Neumünster Türkspor: Ceylan – Yagmur, Karagül, Korkmaz (77. Kuscu), G. Aktas, Keser, Kan, Tosyali (46. Simsek), Akyel, Tas, Idrizi.

Ruthenberger SV: Kirgil – Scheer (77. Neinstell), Munene (59. Kaya), Pfeifer, Fischer, Yilmaz, Meyer (84. Deniz), Stawecki, Maier, Uzun, Leinweber.

SR: Ehlers (Boostedt). – Zuschauer: 35. – Tore: 1:0 Korkmaz (36.), 2:0 Tas (90.).

In einem kampfbetonten Spiel behielt das gastgebende Türkspor die Oberhand, hätte sich aber nicht beschweren können, wenn es etwas anders gelaufen wäre: „Ruthenberg hatte in der ersten Halbzeit zwei, drei richtig gute Chancen. Da hat unser Torwart Osman Ceylan hervorragend reagiert“, gab Türkspor-Trainer Cetin Bay unumwunden zu. Seiner Meinung nach gab es den Heimerfolg, welcher den ersten „Dreier“ nach zuvor vier sieglosen Partien bedeutete, aber dennoch zu Recht. Denn im zweiten Abschnitt ließen die „Halbmondträger“ reihenweise Möglichkeiten liegen. „Bis zum 2:0 hat es leider sehr lange gedauert, weshalb es bis zum Ende spannend blieb“, sah Bay seine Nervenkostüm unnötig strapaziert.

SV Wasbek – VfR Neumünster II 1:1 (1:0)

SV Wasbek: Denis – Dahmke, Sarikaya, Bülck, von der Mehden, Slotosz (80. Woldt), Stephan, Büttner (28. Müller), Wendt, Koch, Wollny.

VfR Neumünster II: Omar – Ergel, Seb. Fuhrmann, Amoako, Gülbay, J. Fuhrmann, Si. Fuhrmann. Tufina, Bogun, Hartmann, Grothe.

SR: Uzun (Ruthenberg). – Zuschauer: 50. – Tore: 1:0 Dahmke (10.), 1:1 J. Fuhrmann (57.). – Gelb-Rote Karte: Hartmann (VfR II/83., Unsportlichkeit).

Wasbeks Trainer Roman Zmijak zeigte sich nach dem – vor Spielbeginn sicher nicht unbedingt erwarteten – Punktgewinn sehr erfreut: „Ich bin mit dem Zähler sehr zufrieden. Es wäre zwar auch mehr drin gewesen, aber das Ergebnis ist gerecht.“ Mehr war für die Schwarz-Weißen vor allem in den ersten 45 Minuten drin, als nach dem 1:0 durch Christian Dahmke (10.) weitere Möglichkeiten liegen gelassen wurden, ehe der VfR II im weiteren Verlauf besser ins Spiel und auch zum Ausgleich durch Jan Fuhrmann kam (57.). In der Schlussphase, in der die „Veilchen“-Reserve nach einem Platzverweis für Felix Hartmann (83.) inklusive Nachspielzeit noch rund zehn Minuten in Unterzahl agierte, spielten beide Mannschaften auf Sieg, konnten die Begegnung aber trotz Möglichkeiten hüben wie drüben nicht für sich entscheiden.

Polizei-SV Union II – SC Gut Heil 3:0 (1:0)

Polizei-SV Union II: Seelow – Wolter, Reichow, Nützel, Adrian, Puphal, Zielinski, Seipt (80. Pupkulies), Waziri, T. Valentin (83. Schuboth), Attard (73. Kuschick).

SC Gut Heil: Reimer – Grund, Matthes, Esposito (26. Rüschmann), Malchau, G. Xhemajli, Bara, Reimers, Szyszkowski (61. Idrizi), Saliuki, Hansen (80. A. Xhemajli).

SR: Tural (Einfeld). – Zuschauer: 50. – Tore: 1:0 Attard (10.), 2:0 Puphal (75.), 3:0 T. Valentin (80.). – Gelb-Rote Karte: Idrizi (Gut Heil/85., Unsportlichkeit).

Trotz des erfolgreichen Ausgangs für sein Team, zeigte sich PSV II-Trainer Kay Valentin alles andere als zufrieden mit dem Gebotenen: „Über dieses Spiel sollte man den Mantel des Schweigens legen. Das war wirklich schlecht.“ Gut Heil präsentierte sich zwar mit mehr Ballbesitz, konnte aber bezeichnenderweise erst in der 86. Minute die erste Möglichkeit vorweisen. Die „Ordnungshüter“-Reserve, die hinten vor allem dank des vom Stürmer zum Verteidiger umfunktionierten Thomas Nützel sehr sicher stand, brachte die anfällige Gästeabwehr des Öfteren über Konter in Verlegenheit und kam auch auf diese Weise zu ihren Treffern. „Obwohl wir erst in der 75. Minute das zweite Tor nachgelegt haben, bestand überhaupt keine Angst, dass wir das Spiel nicht gewinnen könnten“, meinte Valentin abschließend.


FC Torpedo 76 – TSV Aukrug 4:0 (2:0)


FC Torpedo 76: Hagen – Fund (60. Berisha), Knoche, Gülbay, Borgert, Rantzsch, Eggers, Uzun, Baumann (78. Juckel), Simsek, Gläske.

TSV Aukrug: Nielsen – Erfurt, Sievers, Michalke, H. Althaus, F. Jacobs, S. Althaus. S. Müller (74. A. Müller), Rickert, Reinke-Allais, Hausberger.

SR: Brauer (Boostedt). – Zuschauer: 25. – Tore: 1:0 Eggers (17.), 2:0 Gülbay (26.), 3:0 Baumann (61.), 4:0 Simsek (80.). – Bes. Vork.: Nielsen (Aukrug) pariert Foulelfmeter von Borgert (86.).

Die Ansprüche beim FC Torpedo 76, der auf Rang zwei liegend, immer noch das Überraschungsteam der Liga ist, sind gestiegen. Das merkt man daran, dass Trainer Thomas Michalowski trotz des 4:0-Sieges gegen Aukrug noch Einiges zu bemängeln hatte: „Wir haben uns gegen den tief stehenden Gegner sehr schwer getan und oft zu umständlich agiert. Das war kein schönes Spiel.“ Dass sich seine „Taubenträger“ nicht so eingespielt präsentierten, war für Michalowski aber auch nicht weiter verwunderlich. Schließlich ließ er rotieren, um einigen Akteuren aus der zweiten Reihe Wettkampfpraxis zu geben und den Teamgeist zu fördern.

SV Tungendorf – SV Bokhorst 1:0 (1:0)

SV Tungendorf: Waldeck – Feigel (82. Schlotfeldt), Krauel, Voss, A. Stölting, Möller (70. Sarau), C. Stölting, Czekay, J. Küstler, Beck, Ahlert (58. Nupnau).

SV Bokhorst: Butenschön – Stange, Blöcker, Gressmann, Quatfasel, Ryll, Reese, Eckmann, Ingwersen, Möbius, Glessmann.

SR: Ehlers (Boostedt). – Zuschauer: 55. – Tor: 1:0 Czekay (25.).

Dank eines schön herausgespielten Kopfballtreffers von Torben Czekay, der nach einer Flanke von Jan-Jürgen Künstler erfolgreich war (25.), erledigte Primus Tungendorf die Pflichtaufgabe gegen den abstiegsbedrohten SV Bokhorst. Der Erfolg fiel aber in die Kategorie „Arbeitssieg“, denn der SVT kam nicht so recht in seinen Spielfluss: „Wie schon die vergangenen Gegner, so hat auch Bokhorst sehr tief gestanden, wodurch wir uns etwas schwer taten“, berichtete SVT-Übungsleiter Torsten Sötje, der aber dennoch genügend Möglichkeiten für sein Team sah. Alleine in den zweiten 45 Minuten wurde vier Mal lediglich das Gebälk des Bokhorster Gehäuses getroffen. Die Gäste versuchten nach der Pause etwas mehr nach vorne zu machen, wurden dabei jedoch kaum gefährlich.

SV Boostedt – SG Padenstedt 1:0 (0:0)

SV Boostedt: Gaycken – Kairies, Krämer, Lienhöft, Eckhardt (89. Nehls), Schröder, Schramm, Wehde, Junkuhn, D. Fanasch, Wziontek (70. Lehmann).

SG Padenstedt: Stichert – Scheider, Anlauf, Ramm (46. C. Wilk), Stöckhardt, Breiholz, Steggewentze, Ma. Klein, Hartwich, Rückert, Dittmann.

SR: Bock (Leezen). – Zuschauer: 60. – Tor: 1:0 Schramm (53.).

„Wir freuen uns, dass wir einen direkten Konkurrenten um Platz drei schlagen konnten“, war Boostedts Pressesprecher Lars Kröger mit dem Ausgang der Partie zufrieden. Nach einer ersten Hälfte, in der beide Teams ihren taktischen Marschrouten folgten und sich dadurch egalisierten, wurden die Visiere nach dem Seitenwechsel geöffnet. Nun gab es auch mehr Torraumszenen. Doch diese spielten sich vor allem im Gästestrafraum ab, da Padenstedt zwar bemüht, aber meistens zu harmlos war. Der 1:0-Sieg für die Waldstadion-Elf ging für Kröger daher auch in Ordnung. Doch er gestand auch ein, dass die Grün-Weiß-Roten bei einem Pfostenschuss von SGP-Stürmer Mirco Breiholz mächtig Glück gehabt hatten (64.).

TSV Gadeland II – SV Bönebüttel-Husberg 7:1 (3:0)

TSV Gadeland II: Holstein – Christophersen, A. Törper (66. Rychlowski), Knust, Dose (83. Scholz), Hamann, Tomaschewski, Begas (75. Röder), Teegen, Schlüter, Zibell.

SV Bönebüttel-Husberg: Cakar (46. Schmidt) – T. Witt, Jeske, Siedler, Marquardt, Buhrmester, Greier (66. F. Witt), Fürst, Golland, Stoffers, Velovic.

SR: Daniel (Gut Heil). – Zuschauer: 80. – Tore: 1:0 Begas (3.), 2:0 Begas (17.), 3:0 Zibell (39.), 4:0 Begas (50.), 5:0 Zibell (60.), 6:0 Zibell (77.), 7:0 Röder (78.), 7:1 Fürst.

In den vergangenen Jahren waren die Aufeinandertreffen zwischen dem TSV Gadeland II und dem SV Bönebüttel-Husberg stets hart umkämpfte Duell mit einem knappen Ausgang. Doch nicht so dieses Mal, denn es wurde schnell zu einer klaren Angelegenheit. Gadeland II-Coach Björn Sehm hatte nach dem 7:1-Kantersieg gegen den Tabellennachbarn dann aber nicht nur wegen des Resultats Grund zur Freude: „Das war ein richtig gutes Spiel. Wir haben das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben und damit dem Gegner von Anfang an den Schneid abgekauft.“ Die „Kleeblätter“ zeigten sich dabei nicht nur über 90 Minuten spielbestimmend und sehr kaltschnäuzig vor dem gegnerischen Tor, sondern auch in der Defensive extrem sicher.

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