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Handball-Kreisoberligen Mitte : Jubel und Jammer in Kollmar

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Gut Heil Neumünster zeigt geballte Vereinspräsenz und entscheidet zumindest ein Duell im Kreis Steinburg für sich.

shz.de von
erstellt am 18.Sep.2014 | 18:00 Uhr

Freud und Leid liegen auch in den Handball-Kreisoberligen dicht beieinander. Die Männer und Frauen des SC Gut Heil reisten gemeinsam zu ihren Auswärtsspielen bei der SG Kollmar/Neuendorf. Während die Männer ihre Partie knapp für sich entschieden, mussten sich die Frauen mit einem Tor Unterschied geschlagen geben. Auch die Männer und Frauen des SV Tungendorf hatten dasselbe Reiseziel: Bei der zweiten Mannschaft der HSG Kremperheide/Münsterdorf unterlagen die Männer mit 27:31, die Frauen verloren ihre Partie gegen die erste Mannschaft der Spielgemeinschaft ebenso und übermittelten dazu keine Informationen. Die Männer der HSG 91 Nortorf blieben auch im zweiten Spiel punktlos, während sich die Frauen der HSG WaBo 2011 mühelos zum ersten Saisonsieg warfen.

Kreisoberliga Männer

HSG 91 Nortorf – HSG Kremperheide/Münsterdorf II 26:27 (13:12). Das Team von Trainer Thies Ahlrichs musste sich nach einem spannenden Spielverlauf geschlagen geben. Nortorf verschlief die Anfangsphase, lag in der zwölften Minute bereits mit sechs Toren (2:8) hinten. Dann aber wachten die Gastgeber auf und erspielten sich eine 13:12-Pausenführung. Die Nortorfer starteten gut in den zweiten Durchgang, bauten ihre Führung bis zur 36. Minute auf 18:15 aus, ehe die Gäste zurückschlugen und für die erneute Wende sorgten (22:26/53.). Die Ahlrichs-Equipe mobilisierte die letzten Kräfte und kämpfte sich noch einmal heran, aber der verdiente Ausgleich gelang den Nortorfern nicht mehr.

HSG 91 Nortorf (Tore in Klammern): Thun, Schulz - Fahrenbach (1), Rieper, Rumpf (3), Förster (2), Rohwer (1), Pohl (7), F. Reese (2), Harbs (1), Klindt (3), Ulrich, Dreeßen (5), M. Reese (1).

Nächster Gegner: TSV Alt Duvenstedt II (A/Sonnabend, 20. September, 17.15 Uhr).

HSG Horst/Kiebitzreihe II – SV Tungendorf 31:27 (17:13). Neuling SVT fand schlecht ins Spiel, erlaubte sich in der Anfangsphase einige technische Fehler und Fehlwürfe – mit der Konsequenz, dass sich die Gastgeber früh absetzten (6:2/11.). Nachdem sich der SVT wieder herangekämpft hatte (10:9/21.), mangelte es gegen Ende der ersten Halbzeit erneut an der Treffsicherheit, sodass Horst/Kiebitzreihe II den Vorsprung bis zur Pause wieder vergrößerte (17:13). Die Tungendorfer bewiesen im zweiten Durchgang Kampfgeist, verkürzten den Rückstand erneut (26:24/51.), doch die Steinburger hatten auch am Ende die richtige Antwort parat und entschieden das Spiel mit 31:27 für sich.

SV Tungendorf: Korten - Beierke (2), M. Kraft (7), D. Kraft (1), C. Schmidt-Holländer, B. Dose (3), Gass (2), Meder (5), Horst (6), Lemsky (1), Henkel, Bottke.

Nächster Gegner: HSG Fockbek/Nübbel (H/Sonntag, 21. September, 17.10 Uhr).

SG Kollmar/Neuendorf – SC Gut Heil Neumünster 30:31 (15:14). Weil die Frauen des SC Gut Heil direkt im Anschluss an das Männer-Spiel ebenfalls in Kollmar antreten mussten, reisten die Neumünsteraner in einem Reisebus mit beiden Mannschaften an. „Ein absolutes Highlight“, freute sich GHN-Trainer Mark Stammler über die geballte Vereinspräsenz beim Auswärtsspiel. Weniger erfreulich allerdings verlief die erste Halbzeit für den Coach, dessen Team stets einen Schritt langsamer agierte als der Gegner und so ständig einem Rückstand hinterher lief. Immerhin stimmte die Moral in der Mannschaft, sodass der Rückstand zur Pause nur ein Tor betrug. Zur zweiten Hälfte stellten die Gäste ihre Abwehrformation um und gestalteten die Partie fortan ausgeglichener. Gut Heil erarbeitete sich nun auch die Führung, konnte sich aber nicht entscheidend absetzen. In der spannenden Schlussphase hielt Torwart Juri Kandzora den Sieg mit wichtigen Paraden fest.

Gut Heil: Müller, Kandzora - Tietgen (3), Knapp, Thomas (5), Röder (3), Haupt, Westphal, Kripgans (6), Neumann (1), Steffen (2), Hinz (2), Fleischer (9), Rohwedder.

Nächster Gegner: Büdelsdorfer TSV (A/Sonntag, 21. September, 17.10 Uhr).

Kreisoberliga Frauen

Kremperheide/Münsterdorf III – HSG WaBo 2011 10:21 (2:11). Einen völlig ungefährdeten Sieg feierte WaBo 2011. Nach dem Führungstreffer der Einheimischen warfen die Gäste elf Tore in Folge (!), fingen sich erst kurz vor dem Pausenpfiff den zweiten Gegentreffer. WaBo hatte den Gegner auch im zweiten Durchgang im Griff, passte sich aber immer mehr der langsamen Spielweise der Kontrahentinnen an und ließ zudem in der Offensive häufig die nötige Geduld vermissen. Am deutlichen und vollkommen verdienten Erfolg der Gäste war aber nicht zu rütteln. „Mit ein bisschen mehr Konzentration hätten wir sicherlich die 30-Tore-Marke geknackt“, bemängelte WaBo-Coach Tim Hildebrandt die oft überhasteten Abschlüsse seines Teams.

HSG WaBo 2011: Kanopka, Gundlach - Knauft (3), Schultz (2), M. Henningsen (6), Witten (2), Könnecke (3), Lietzau (1), Griese (1), Harder (3), Baer.

Nächster Gegner: HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg (H/Sonntag, 21. September, 16 Uhr).


SG Kollmar/Neuendorf – SC Gut Heil Neumünster 19:18 (9:10). Die Männer des SC Gut Heil hatten mit ihrem Sieg in Kollmar vorgelegt, nun wollten es ihnen die Frauen gleichtun. Und es begann gut für GHN: Die Abwehr stand sicher, Torfrau Carina Habermann blieb zunächst weitestgehend beschäftigungslos. Weil auch das Angriffsspiel gut funktionierte, stand zur Pause eine verdiente 10:9-Führung für die Gäste zu Buche, die allerdings bei konsequenterer Chancenverwertung höher hätte ausfallen können. Nach der Pause sahen die Neumünsteranerinnen ihr Spiel zunehmend durch fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen gestört. So führten die Gastgeberinnen in der letzten Minute äußerst glücklich mit 19:18. Als Angelike Szymkowiak nach einer Balleroberung auf dem Weg zum Ausgleich war, wurde auch sie durch einen schwierig erklärbaren Pfiff der Schiedsrichter gestoppt: Freiwurf für Kollmar/Neuendorf. „Meine Mannschaft war das dominierende Team und hat nie aufgegeben. Das ist allerdings nur ein schwacher Trost nach einer unglücklichen Niederlage“, konnte sich GHN-Trainer Thies Kroll nur schwer mit dem Spielverlauf abfinden.


SC Gut Heil: Habermann - Ebbesen (1), Hinz (1), B. Kroll (3), Rathjen (5), Westphal, J. Seidel (3), I. Kroll (3), Suhr, Szymkowiak (2), Schumann.

Nächster Gegner: HSG Störtal Hummeln (H/Sonntag, 21. September, 12.55 Uhr).

Bramstedter TS – HSG Kremperheide/Münsterdorf II 20:21 (10:13). Die Niederlage der BT fiel in die Rubrik „bitter“. Bramstedt brauchte lange, um ins Spiel zu finden, und geriet deswegen schnell deutlich in Rückstand, der erst schrumpfte, als die Gastgeberinnen einige Wechsel vornahmen und auf eine 5:1-Abwehr umstellten. Im zweiten Durchgang präsentierte sich die Truppe von Trainer Jörn Giesecke wesentlich disziplinierter, schaffte in der 50. Minute den Ausgleich zum 18:18 und ging eine Minute später gar mit 19:18 in Führung. Doch die Bramstedterinnen wollten anschließend zu schnell die Entscheidung erzwingen und leisteten sich unvorbereitete Würfe. So drehten die Gäste die Partie in den Schlussminuten noch zu ihren Gunsten.


Bramstedter TS: Jantzen - Staschik (3), L. Maczeyzik, Knödler (2), I. Blume (1), Wiese (1), Binnewies (8), Poggensee, Ueck (2), Mehrens (3).

Nächster Gegner: HSG WaBo 2011 (H/Sonntag, 28. September, 17.30 Uhr).

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