Fussball-Regionalliga Nord : „Im Training wurde in dieser Woche richtig Gas gegeben“

Trifft auf seinen Ex-Club VfR Neumünster: Dario Fossi,  spielender Co-Trainer des SV Wilhelmshaven.
Trifft auf seinen Ex-Club VfR Neumünster: Dario Fossi (2. v. li.), spielender Co-Trainer des SV Wilhelmshaven.

Wilhelmshavens (mit)spielender Co-Trainer Dario Fossi trifft auf seinen ehemaligen Verein VfR Neumünster.

shz.de von
16. November 2013, 21:00 Uhr

Mehr als einmal in den vergangenen Jahren wurde beim morgigen VfR-Gastgeber SV Wilhelmshaven der Spielerkader vor einer Saison auf links gedreht. Nur einer steht fest wie eine Eiche am Jadebusen: Dario Fossi. Der 32-Jährige ist seit Januar 2010 für den SVW aktiv, nachdem der Italiener bereits von 2005 bis 2008 in Wilhelmshaven gekickt hatte. Fossi, der zurzeit als Spielertrainer beim Drittletzten fungiert (sieben Saisoneinsätze), war in der Saison 2004/05 als Innenverteidiger für den VfR Neumünster in der Oberliga Nord aktiv. Mit dem SV Wilhelmshaven hat er schon eine Menge erlebt. Nach einem Sechs-Punkte-Abzug in der Vorserie – die Niedersachsen stiegen nur deswegen nicht ab, weil Holstein Kiel den Sprung in die 3. Liga schaffte und somit einen Platz in der Fußball-Regionalliga Nord freimachte – belastet nun der vom Weltverband FIFA verhängte Zwangsabstieg das Klima im und am Jadestadion. Fossi stand dem Courier vor dem Gastspiel des VfR Rede und Antwort.

Ihr Team ist zum Zwangsabstieg verurteilt. Wie ist die Stimmung innerhalb der Mannschaft?

Fossi: Ganz ehrlich: Ich hatte sie mir schlimmer vorgestellt. Unsere Jungs wissen aber, dass sie sich gerade in der jetzigen Situation präsentieren können. Wir wollen uns nichts vorwerfen lassen und auf jeden Fall am Ende der Serie über dem Strich stehen. Dann hätten wir zumindest sportlich den Klassenerhalt geschafft.

Gab es also eine Trotzreaktion?

Ja, durchaus. Im Training wurde in dieser Woche richtig Gas gegeben. Plötzlich klappten dort Dinge, die wochenlang nicht geklappt hatten.

Das erste Spiel nach Bekanntgabe des Zwangsabstiegs ging verloren ...

Dieses Spiel gegen Wolfsburg II hätte gar nicht stattfinden dürfen, unser Platz war mit Pfützen übersät. Auch hätten wir nicht mit 0:2 zu verlieren brauchen, doch wir haben uns auskontern lassen.

Ihr Club zieht juristisch alle Register, will sich gegen das FIFA-Urteil wehren. Wie schätzen Sie die Chancen ein?

Vieles im Verein hört sich positiv an. Das war aber im vergangenen Jahr auch schon der Fall, der Sechs-Punkte-Abzug blieb dennoch bestehen. Ich kann die Lage aktuell nicht einschätzen.

Der VfR hat 13 seiner 17 Punkte auswärts geholt. Wie gehen Sie mit diesem Zahlenwerk um?

Wir wissen, auf welche Taktik Neumünster bei uns setzen wird. Wir dürfen nicht ins offene Messer laufen. Zumal wir in der Tabelle unten rauskommen wollen und der VfR ein Gegner mit unserer Kragenweite ist. Da wäre ein Erfolg natürlich Gold wert.

Werden Sie selbst mitspielen?

Das kann durchaus sein.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen