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2. Badminton-Bundesliga : Im dramatischen Finale zieht Wittorf den Kürzeren

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Langenfeld gleicht in der Kant-Schule nach einem 2:4-Rückstand noch aus und wird Meister.

Das hätte nun wirklich kaum enger sein können: Nur auf Grund zweier mehr gewonnener Matches schnappte der FC Langenfeld Blau-Weiß Wittorf den Meistertitel in der 2. Badminton-Bundesliga vor der Nase weg. Das direkte Duell in der Kant-Schule endete gestern 4:4, nachdem die Neumünsteraner zwischenzeitlich mit 4:2 geführt hatten. Tags zuvor war Wittorf durch ein 4:4 bei der SG EBT Berlin auf den zweiten Platz zurückgefallen, zumal Langenfeld den TSV Trittau II mit 5:3 bezwungen hatte. Langenfeld und Blau-Weiß gehen punktgleich aus der Saison (je 19:9), das somit für den Titelgewinn ausschlaggebende Spielverhältnis der Rheinländer ist mit 66:46 gegenüber dem der Schwalestädter (64:48) nur knapp besser.

In Berlin, wo das Eigengewächs Tjorven Geiss ihr Zweitligadebüt für Wittorf gab, punkteten zuvorderst die Herren. Rafal Hawel und Jan Collin Strehse waren ebenso erfolgreich wie das Doppel mit Martin Campbell und Jan Sören Schulz. Campbell punktete ferner im Mixed mit Neele Voigt.

Apropos Voigt: Zu Beginn des Spiels gegen Langenfeld verabschiedete Wittorfs Spartenleiter und Trainer Ralf Treptau seine langjährige Dame Nummer 1. Denn Voigt wird sich vom Badmintonsport zurückziehen und bestenfalls nur noch als Stand-by-Spielerin zur Verfügung stehen. 400 Zuschauer spendeten der 25-Jährigen den verdienten Applaus, nachdem sie erneut das Mixed mit Campbell gegen Ryan McCarthy und Fabienne Köhler gewonnen hatte. Zu diesem Zeitpunkt stand es 4:2 für Wittorf, der Titel war zum Greifen nah. Es standen noch das zweite und dritte Herreneinzel aus – generell zwei Positionen, an denen sich Blau-Weiß immer gut verkauft hat. „Deswegen hatten wir fest daran geglaubt, dass wir Meister werden“, sagte Treptau. Nachdem Hawel dem Langenfelder Sven Eric Kastens unterlegen war, ruhten alle Hoffnungen auf Strehse. Der erste Satz ging knapp an seinen Gegner Philipp Wachenfeld (21:18). Im zweiten kämpfte sich Strehse aus einem Rückstand wieder zurück und sicherte sich den Durchgang mit 22:20. Im letzten Satz jedoch zog der Wittorfer klar mit 11:21 den Kürzeren.

„Wir sind sehr traurig, dass es so knapp nicht gereicht hat“, machte Treptau aus seinem Herzen keine Mördergrube. „Langenfeld hat allerdings schon Signale gesetzt, dass es auf den Aufstieg verzichten wird“, berichtete er, was bedeutet, dass Wittorf als „Vize“ das Aufstiegsrecht bekäme. „Unsere Tendenz geht allerdings auch deutlich in die Richtung, dass wir ebenfalls verzichten würden, aber wir werden uns in Kürze zusammensetzen und darüber beraten“, verkündete Treptau. Zumindest hat sich schon einmal ein neuer Sponsorenkreis gebildet. Künftig soll ein „Club der 100“ die Wittorfer Badmintonspieler unterstützen.

SG EBT Berlin - Blau-Weiß Wittorf 4:4 – 1. HE: Heino - Schöttler 17:21, 21:15, 21:16; 2. HE: Franke - Hawel 22:24, 21:7, 11:21; 3. HE: Torrance - Strehse 14:21, 10:21; DE: Deichgräber - T. Geiss 21:10, 21:8; 1. HD: Heino/Torrance - Campbell/Schulz 10:21, 16:21; 2. HD: Lehmann/Zimmermann - Strehse/Hawel 21:16, 14:21, 21:15; DD: Jonathans/Deichgräber - Voigt/T. Geiss 21:12, 21:8; Mixed: Franke/Jonathans - Campbell/Voigt 21:17, 14:21, 16:21.

Blau-Weiß Wittorf - FC Langenfeld 4:4 – 1. HE: Schöttler - Moreels 21:12, 21:19; 2. HE: Hawel - Kastens 16:21, 19:21; 3. HE: Strehse - Wachenfeld 18:21, 22:20, 11:21; DE: T. Geiss - Hoim 8:21, 3:21; 1. HD: Campbell/Schulz - Wachenfeld/Moreels 21:11, 21:23, 21:17; 2. HD: Strehse/B. Geiss - McCarthy/Kastens 21:16, 19:21, 21:18; DD: T. Geiss/Voigt - Hoim/Köhler 10:21, 13:21; Mixed: Campbell/Voigt - McCarthy/Köhler 21:15, 22:20.

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erstellt am 23.Mär.2015 | 18:00 Uhr

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