HSG WaBo erklimmt die Spitze

Gegen eine Tungendorfer Übermacht, bestehend aus Philipp Schmidt-Holländer (von links), Ken Bottke und Hendrik Gass, stemmt sich hier Gut Heils Max Petersen.
Gegen eine Tungendorfer Übermacht, bestehend aus Philipp Schmidt-Holländer (von links), Ken Bottke und Hendrik Gass, stemmt sich hier Gut Heils Max Petersen.

Handball-Kreisoberliga: SVT-Männer holen sich im Derby gegen Gut Heil ihren ersten Saisonsieg / BT-Frauen ringen Nortorf nieder

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14. November 2018, 19:00 Uhr

Durch einen knappen Sieg in einem spannenden Spitzenspiel haben die Handballerinnen der HSG WaBo die Tabellenführung in der Kreisoberliga Mitte übernommen. Bei den Männern holte sich der SV Tungendorf durch einen Sieg im Kellerderby gegen Gut Heil seine ersten Punkte der Saison.

Kreisoberliga Frauen



HSG WaBo – HG OKT III 23:22 (13:11). Reibungslos verlief die Eroberung der Tabellenführung nicht, schnell lag WaBo 0:3 zurück (5.). Doch mit dem ersten eigenen Treffer (1:3/8.) fand das Team in die Partie und ging fortan in Angriff und Abwehr konzentrierter (6:4/17.). Bis in die Schlussphase hinein blieb es spannend (22:22/55.), der Treffer von Sarah Lena Heisch zum 23:22 (59.) brachte den Sieg. „Am Ende gab es Jubelschreie und Freudentränen“, beschrieb WaBo-Akteurin Jana Seidel die Szenen nach dem Abpfiff und sprach von „einem der schwersten Spiele der bisherigen Saison – nicht nur physisch, sondern auch psychisch und emotional“.

HSG WaBo (Tore in Klammern): Habermann, Endesfelder – S. Henningsen (3), Baer (1), Heisch (7/4 Siebenmeter), Frauenstein (4), Peterson, Harder (2), L. Henningsen, Seidel (1), M. Henningsen (1), A. Wegner, F. Wegner (1), Fümel (3). – Nächster Gegner: HSG 91 Nortorf (A/Sonntag, 18. November, 17.30 Uhr).

HSG 91 Nortorf – Bramstedter TS 17:18 (5:9). Die Nortorferinnen enttäuschten vor der Pause im Angriff, Trainer Lars Ohmsen bemängelte unter anderem fehlenden Druck aus dem Rückraum sowie Pass- und Fangfehler seines Teams. „Zudem war unser Rückzugsverhalten eine glatte Sechs.“ Aufseiten der BT sah Torfrau Swantje Jantzen, dass sich ihr Team „mit viel Biss“ eine Fünf-Tore-Führung erarbeitete (7:12/37.). Doch die HSG 91 besann sich auf ihren Kampfgeist und brachte die Gäste mit dem Ausgleich zum 17:17 (58.) ins Schwitzen. Es folgte ein Krimi in der letzten Spielminute – mit dem glücklicheren Ende für die Gäste, für die Svenja Maczeyzik per Siebenmeter den Siegtreffer erzielte (60.).

HSG 91 Nortorf: Meironke, Röscheisen – Delfs (1), K. Hildebrandt (2), Jensen (1), L. Hansen (2), Franck (3), Wollny, L. Hildebrandt (5/1), Rohwer (3/3). – Nächster Gegner: HSG WaBo (H/ Sonntag, 18. November, 17.30 Uhr).

Bramstedter TS: Jantzen – L. Maczeyzik (1), Metzlaff (6), Blume, Jenkinson, Ueck (3), Poggensee, Kähler, S. Maczeyzik (4/2), Hein, Howe (3), Galpin, Mehrens (1/1), Messer. – Nächster Gegner: Störtal Hummeln (A/ Sonntag, 18. November, 17.15 Uhr).

SG Wift II – HSG Fockbek/Nübbel II 20:28 (9:12). Die Wittorferinnen hielten mit den favorisierten Gästen mit (5:5/12.), ließen sich auch von einem höheren Rückstand (6:10/21.) nicht aus der Fassung bringen und waren auch in der zweiten Hälfte noch im Rennen (15:15/38.). „Doch dann schlich sich der Schlendrian ein“, berichtete Roland Knöchel. Der Trainer der SG-Reserve machte Konzentrationsschwächen und vor allem konditionelle Defizite in seinen Reihen aus: „Zudem haderten wir zunehmend mit den Entscheidungen des Unparteiischen.“ Sein Team verlor den Faden und kam nach dem 6:0-Lauf der HSG (15:21/47.) nicht mehr von der Verliererstraße ab.

SG Wift II: Will, Schroers – Lietzau, M. Denz (3/1), Pohl, Ebbesen, Burkhardt (4/2), C. Denz (6), Bermbach (4), Dombrowski (1), Stüben, Ramzani (2). – Nächster Gegner: HSG 91 Nortorf (H/Sonntag, 25. November, 17 Uhr).

Kreisoberliga Männer



Bramstedter TS – HSG Horst/Kiebitzreihe II 43:22 (21:11). Das Team von Trainer Bernd Grewe zog trotz stark dezimierten Kaders sein gewohntes Spiel auf und erfuhr kaum Gegenwehr (16:6/ 21.). Die Partie war zur Pause entschieden – und die HSG-Haie strampelten auf dem Trockenen, ohne rettendes Wasser in Sicht (39:18/53.).

Bramstedter TS: E. Schmidt, Mori – Borchert (10), T. Müntel (8), Haack (9/3), Leube (2), Zölitz (3), Blöcker (2), J. Müntel (8), D. Schmidt (1). – Nächster Gegner: HSG Horst/Kiebitzreihe II (A/Sonnabend, 17. November, 17 Uhr).

SV Tungendorf – SC Gut Heil 26:22 (14:10). „Wir haben in einem der wichtigsten Spiele unsere schlechteste Saisonleistung gezeigt“, ärgerte sich Gut Heils Trainer Tristan Peyrick über das verlorene Kellerduell. Auf der Gegenseite freute sich SVT-Trainerin Andrea Goebel über die ersten Zähler auf der Habenseite: „Den Sieg verdanken wir Andreas Lorenz im Tor und einer diszipliniert spielenden Mannschaft.“ Der SVT nutzte die mangelhafte Chancenverwertung der Gäste, um sich früh abzusetzen (6:2/10.). Zwar stellte Peyrick mit Erfolg auf 6:0-Deckung um, „allerdings schafften wir es vorne nicht, mit Struktur zum Erfolg zu kommen“ (19:13/ 41.). Dazu gesellten sich bei den Gästen Fehler und fehlende Disziplin, sodass der SVT den Vorsprung ohne Mühe verwaltete.


SV Tungendorf: Lorenz, Schuh – Bottke (3), Horst (2), C. Schmidt-Holländer, Gass (7), P. Schmidt-Holländer, D. Kraft (3), M. Kraft (9/3), Hennings (2). – Nächster Gegner: MTV Herzhorn II (A/Sonnabend, 17. November, 16 Uhr).

SC Gut Heil: Gandecke, Reese – Petersen, Tietgen (2/1), Alkenings (2), Jo. Didwischus, Ju. Didwischus (7/5), Haupt (1), Buchwald (2), Hänfler, Schartner (2), Mathiessen (2/1), Roggow (1), Leplow (3). – Nächster Gegner: HG OKT II (H/Sonnabend, 17. November, 18 Uhr).

HSG 91 Nortorf – HSG Horst/Kiebitzreihe III 17:33 (10:14). „Unser Auf und Ab der letzten Wochen hat sich im Spielverlauf widergespiegelt“, betonte Nortorfs Linksaußen Felix Ulrich. Zwar blieb die HSG 91 im ersten Durchgang dran (9:10/23.). Doch der Plan, mit vollbesetzter Bank aufs Tempo zu drücken und den dünn besetzen Kader des Gegners unter Druck zu setzen, ging nach hinten los. „Hektik und Fehler“ machten laut Ulrich den Gastgebern einen Strich durch die Rechnung. Vor allem in der zweiten Hälfte wurde sein Team „nach allen Regeln der Kunst auseinander genommen“ (von 14:19/44. auf 15:31/58.).

HSG 91 Nortorf: Spilker – M. Reese (3), Hansen (1), Rohwer, Tolkmit (1), Schoon (2), F. Reese (1), Ulrich (2), Speth, Bodenbach (2), Böker (1), Voß (3/1), Förster, Thomsen (1). – Nächster Gegner: Kollmar/Neuendorf (A/ Sonnabend, 17. November, 18 Uhr).


SG Wift II – SG Kollmar/ Neuendorf 34:21 (16:11). In der ersten Hälfte machten sich die Hausherren durch behäbiges Rückzugsverhalten das Leben noch selbst schwer (11:9/25.), setzten sich aber durch eine Umstellung auf eine 6:0-Abwehr und weniger technische Fehler bis zur Pause auf fünf Tore ab. Nach dem Seitenwechsel sah Co-Trainer Klaus Wegner „eine stetige Steigerung“ der Wift-Reserve in Angriff und Abwehr, während bei den Gästen die Kräfte schwanden (29:19/53.).

SG Wift II: Piethe, Hübner – Sellmer (5), Bente (3), Schelzig (3/1), Mönke (3), Gau (3), Rahn (1), Westphal (1), Schmitt (6), Tomaschewski, Steffens, Woop (5/2), Höppner (4). – Nächster Gegner: SC Gut Heil (H/Sonnabend, 24. November, 19.15 Uhr).

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