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Handball-Landesligen Mitte : HSG 91: Neuer Trainer – erster Sieg

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Nortorf ist kurz nach dem Uhlemann-Abgang nicht mehr punktlos. Die SGBB-Frauen gewinnen das Derby bei der SG Wift.

Sein Wechsel vom FC Torpedo zur HSG 91 Nortorf hatte seinerzeit viel Staub aufgewirbelt, doch nun ist der erfahrene Handballtrainer Jochen Uhlemann auch beim Aufsteiger in die Frauenhandball-Landesliga bereits wieder Geschichte. Und siehe da: Im ersten Spiel nach dem Rücktritt Uhlemanns holte die HSG 91 prompt die ersten beiden Punkte in dieser Saison. Mehr noch: Durch ein 28:26 bei der HSG Eider Harde II gaben die Nortorferinnen die Rote Laterne an ihre Gastgeberinnen weiter. Derweil setzte sich die als Titelaspirant geltende SG Bordesholm/Brügge im Derby bei der SG Wift mit 23:17 durch. Bei den gleichklassigen Männern gibt es ein kleines Kuriosum: Die SGBB II rangiert nach dem achten Spiel (28:35 gegen Spitzenreiter Mönkeberg/Schönkirchen) mit 8:8 Punkten auf Platz 8. Nur eine Position dahinter befindet sich die SG Wift II, die nach ihrem 21:27 gegen den Kieler MTV allerdings drei Zähler weniger als die Bordesholm-Reserve aufweist.

Landesliga Frauen

HSG Eider Harde II – HSG 91 Nortorf 26:28 (13:14). Der bisherige Co-Trainer Marcel Rousseau lenkte, unterstützt von Spielerin Imme Bajorat, den Aufsteiger in der ersten Partie nach Ex-Coach Jochen Uhlemann gleich zum Sieg. „Ich habe der Mannschaft alle Freiheiten gelassen. Sie sollte einfach wieder Spaß am Handball haben und locker aufspielen“, verriet Rousseau sein Rezept. Das insgesamt langsame Tempo der Partie passte den Gästen gut. In der ersten Halbzeit hatten sie stets knapp die Nase vorn (7:6 aus Gästesicht/16.) und brachten den Vorsprung mit in die Kabine (14:13 für Nortorf). Nach dem Wiederanpfiff erhöhte die HSG 91 sowohl die Intensität als auch die Führung (21:17/40.). Fortan ruhten sich die Gäste aus. Dadurch kam Eider Harde II wieder heran und sogar zum 23:23-Einstand (50.). Das rüttelte wiederum Nortorf wach. Die HSG 91 legte zwei Treffer vor (25:23/54.) und verwalteten diesen Vorsprung bis zum Abpfiff. „Ich möchte besonders die Moral und den Zusammenhalt der Mannschaft hervorheben“, lobte Rousseau sein Team.

HSG 91 Nortorf: Strebelow, Bruhn, Schulz - Böhmfeldt (8/davon 4 Siebenmeter), Albrecht (1), Delfs (5), Wettzel (3), Voß (2), Hildebrandt (5), Wollny, K. Fock (4), N. Fock.

Nächster Gegner: HSG Fockbek/Nübbel (H/Sonntag, 17.30 Uhr).

SG Wittorf/FTN – SG Bordesholm/Brügge 17:23 (9:10). Nach anfänglichem Abtasten (3:3/5.) und ausgeglichenen 20 Minuten (7:7) wollten Wifts Frauen das Spiel an sich reißen. Sie verteidigten hart, fingen sich zwei Zeitstrafen ein und gingen trotz doppelter Unterzahl in Führung (9:7/25.). Das zehrte an den Kräften der Blau-Weißen, und in der Folge fehlte ihnen die nötige Bewegung im Angriff, um die routinierte 6:0-Abwehr der SGBB ins Schwimmen zu bringen. Bis zur Pause (9:10) trafen nur noch die Gäste, die das Spiel trotz dauerhafter Manndeckung gegen Ina-Lena Elwardt drehten. Zu Beginn der zweiten Hälfte stabilisierte sich Wift wieder (14:14/42.), ehe der Spielfluss der Wittorferinnen erneut verebbte. Sie suchten immer wieder die Eins-gegen-eins-Situationen im Angriff und bissen sich in der konsequent verteidigenden SGBB-Deckung fest. Die Gäste setzten sich durch Gegenstöße und klare Angriffszüge vorentscheidend auf 19:14 ab (50.). Wift-Coach Thorsten Möller erkannte an: „Über 60 Minuten gesehen war es ein verdienter Sieg für die SGBB.“ Deren Trainer Eike Rix sagte: „Diese positiven Emotionen gilt es in die nächsten Spiele zu übertragen.“

SG Wittorf/FTN: Voigt, Grabowski - Voßbeck, Redmer, Hein (2), Meyer (1), Mundt (1), Goniwiecha (2), Schulz-Hildebrandt, N. Langowski (6/3), Haberland (1), J. Langowski (2), Rostock (2), Bermbach.

SGBB: Kern, Saamen - Schwardt (5), Klinke (2), Sinn, Reinert (1), Petersen (3), Miskic (3), Elwardt (4), Lütt (1), Bülck (1), Bruhn (3/3).

Nächster Wift-Gegner: HSG Kremperheide/Münsterdorf (A/Sonntag, 15 Uhr). – Nächster SGBB-Gegner: HSG Eider Harde II (H/Sonnabend, 16 Uhr).

Landesliga Männer

SG Bordesholm/Brügge II – HSG Mönkeberg/Schönkirchen 28:35 (12:16). Die Hausherren konnten anfangs durch eine aggressive Abwehr und Treffsicherheit im Angriff das Spiel gegen den Tabellenführer offen gestalten. In einem ständigen Schlagabtausch setzte sich kein Team ab (12:12/20.). „Danach sind wir unerklärlicherweise eingebrochen“, beschrieb SGBB II-Pressesprecher Hendrik Roßmann die halbherzigen Abschlüsse und mangelnde Deckungsarbeit. Infolgedessen spielte sich die HSG einen Vier-Tore-Vorsprung heraus. Auch nach dem Wechsel fanden die Einheimischen nicht in ihre Spur zurück. Zehn vergebene Gegenstöße und nicht verwandelte Siebenmeter gepaart mit etlichen Fehlpässen nagten an der Bordesholmer Moral. „Wir sind nicht mehr zurückgelaufen und haben mehr mit uns gehadert, anstatt uns aufzuraffen“, ärgerte sich Roßmann über die Einstellung seiner Mannschaft, die beim 19:25 (43.) endgültig auf die Verliererstraße gebogen war.

SG Bordesholm/Brügge II: Sternberg, Kühtz, Schrammböhmer - Zittlau (9), Molzow (3), Freese (2), Glumm, Roßmann (1), Riefel (2), Reese, Stange (3), Schaumann (4), Welz (2), Brunkhorst (2).

Nächster Gegner: Kieler MTV (A/Sonnabend, 19.30 Uhr).

SG Wittorf/FTN II – Kieler MTV 21:27 (10:13). In der Anfangsphase zeigten die Hausherren ihr Kombinationsspiel. Immer wieder kamen sie über den Kreis zu guten Chancen und spielten ihre Außen frei, scheiterten jedoch oftmals im Abschluss (6:12/20.). Bis dahin hatte sich auch die Abwehr der SG Wift II noch nicht gefunden und kam immer wieder einen Schritt zu spät. Trainer Martin Glaubitz reagierte mit der Umstellung auf eine offensive 3:2:1-Verteidigung. Aus dieser kämpften sich die Gastgeber mit einem 4:1-Lauf bis zur Pause wieder in die Partie. Die zweite Hälfte startete wie die erste. Durch technische Fehler und Unkonzentriertheiten hinderten sich die Blau-Weißen selbst am Aufholen und gaben den Gästen die Möglichkeit, davonzuziehen (16:22/46.). Erst danach bäumte sich Wift II noch einmal auf (21:24/54.). Doch die Luft war raus, und der KMTV packte den Deckel drauf. „Wir haben zu viele Fehler gemacht“, sagte Martin Glaubitz und forderte: „Jetzt muss im Kellerduell mit Preetz II ein Sieg her.“

SG Wittorf/FTN II: Feldmann, Wagner - Hoops (1), Wilken (3), Woop (4), Schmidt (1), Schilling, Koop (2), Schmidtke, Aust (3), Pohl (3), Korten, Schulz-Hildebrandt (2), J. Glaubitz (2).

Nächster Gegner: Preetzer TSV II (A/Sonntag, 17 Uhr).

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